Eintracht zusalnmen fräßen.„Ach,“ sagte der Andre,„das will noch Nichts heißen. Neulich sah ich auf der Straße eine Gans einem Fuchse begegnen und statt, daß Jene eiligst entfloh, eilten Beide auf einander zu, Schnabel und Mund be— rührten sich und Beide bummelten kosend weiter.“
Cathrina: Lisbeth, wou willte dann so spät noch hin?
Lisbeth: Ei, Gängelche mache.
nach der Wisseckbrück, e
Auf der Kirmes.
Bauer: Ei Hannesche, De flennst jo, waß fehlt Der dann?
Hannesche: Ei aich kann mieh esse!
Bauer: No, do steck Dern inn.
Hannesche: Ei jo, aich hunn schond alle Säck voll gestoppt.
kahn Kuche
Die Hassia hat gegenwärtig außer ihren Doggen und Windspielen noch einen ziemlich gut dressirten Raaben, der besonders geläufig das Wort„Bier“ und„Pauckerei“ aussprechen kann und mehrere Füchse aufzuweisen. Das sel⸗ tenste Exemplar dieser Menagerie, der„Alpen⸗ wolf“ ist leider abhanden gekommen und dürfte nicht leicht wieder ersetzt werden. i
Die biesige Brudergemeinde der sogenannten Stecher begann Samstag den 4. d. Mts. ihre diesjährige Fastenzeit mit einem großen Fischessen, wozu Bruder Zartbart ohngefähr 50 Pfund Fische eingefangen hatte; die üblichen Ceremonien waren von feierlichen Gesängen, geistvollen Reden und genußreichen Ergötzlichkeiten begleitet, und da der erste Grundsatz der Bruderschaft heißt,„wie ge⸗ wonnen, so zerronnen,“ so mußten natürlich die Fische, welche durch die Fluth gewonnen, auch durch die Fluth wieder zerrinnen; hierbei soll es sich nun ereignet haben, daß die Spuren dieser Vertilgungsfluth, von der H. Hardt ausgehend, jetzt noch auf der Heuchelheimer Straße sichtba sind. f
O, Uz, Dein Name ist Polwer! Salme.
Zu zeitigen Ringkämpfen in der Wirthschaft des Herrn Sack, die jedesmal mit dem entschie⸗ denen Siege des einen Theils und der dolosen Zertrümmerung eines Rocks zur Befriedigung aller Zuschauer endigen, laden ergebenst ein
St. Olmer, Commiss. Honigseim.
Anfang halb 8 Uhr.
Ich suche einen Gesellschafter, sei er Sindent, heirathsfähiger Garteninspector, Schwung oder sonst was Kaltes.
v. Strauche.
Ein Mittel gegen den Durchfall wird gesucht. Hambo, Candidat.
Dem Rittergutsbesitzer Unk von Unkenberg
in Ungarn condoliren wegen Verlustes seiner knor—
rigen Poussage einige Leidtragende.
Gespräch eines Spießbürgers und eines Juden. Fichtelberger: Nun, Sohn Israel, was gibrs Neues? Und wie steht's Wetterglas? Jude: Ich kann mit nix nitt uffwarte, nur aß's Laternemännche widder erschiene iß, wou d'r ehrliche Leit enei umme. Mitem Barometer steht's aach schlecht, ass'r widder Wolkebrüch zeigt.
Sehnsucht nach Gießen.
Ach nach Gießen, ach nach Gießen, Juckt es mich in meinen Füßen, Wo die Universität,
Wo so viele Musensöhne Herrlich leben, und wo's bene Meistens dem Philister geht.
Ach nach Gießen, ach nach Gießen,
Möcht' ich heut noch wandern müssen,
Wo in ewig wilder Fehd'
Studenten und Philister leben,
Wo es oftmals Holz thut geben, 5 Wenn bekneipt nach Haus man geht. l
O du Gießen, o du Gießen, ö Sei vor Allem mir gepriesen, ö Wo der Corpsstudent sich schlägt
Auf dem Windhof, in dem Tempel, j Wenn nach flüchtigem Gerempel l Einer Groll im Herz noch trägt. 1
Ach das Gießen, ach das Gießen 5 Thu' ich mir allein erkiesen, 1 Wo der Wingolfite singt ö Bei den vollen Kaffeetassen, Wo demüthig und gelassen
Nimmer er den Schläger schwingt.
Ja nach Gießen, ja nach Gießen Muß Papa mir Geld vorschießen, Wo Germanen nimmermehr
Auf der Pulvermühle kneipen, Denn die Frau thät sie vertreiben, Weil gepumpt sie allzusehr.
Ach das Gießen, ach das Gießen,
Möchte an mein Herz ich schließen, Wo der Markomanne haust,
Wo sein Herz thut höher schwellen, Kos't er den Barbiergesellen, 5 Mit dem er als Bruder schmaust.


