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Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger
Nummer 50
Montag, -en Juki
Jahrgang 1935
Auf der Schwelle standen Konstantin und die Köchin und begrüßten
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Zimmer.
34.
an ihm ..
iter darüber Gedanken zu
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>r Kunst!"
örter erschüttert von diesem Bericht, weil sie ; dahinter verbarg. Etwas Fremdes, Gefährder Person Miras zu tun hatte. Sie glaubte licht daran zu zweifeln, daß alles so vor sich schilderte. Er schonte sich nicht im geringsten , weil er seinen Fehler genau erkannt hatte, nntnis lag jenes Fremde, Gefährliche beschlosklaren Uebersicht über sich selbst lag etwas, sen gehörte, jedenfalls bis jetzt nicht in ihm
lag darin, die Elisabeth überraschte und ver- hatte' ganz wie früher damit begonnen, seine Person als
ui, daß Du da bist
ROMAN VON FRIEDRICH EISENLOHR
Copyright 1933 by August Scherl (P>. m. b. »5-r Berlin
(Fortsetzung.)
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wirrte. Er hatte ganz wie früher damit begonnen, jeme Per on ms den Anlaß zu allem zu nehmen, was um ihn geschah, auch mit Elisabeth. Das war seine alte egozentrische Einstellung zu den Dingen des Lebens, die sie genau kannte — und liebte. Darin lag seine gesunde, über- zeugende und hinreißende Kraft als Mensch und als Schauspieler...
Wie kam es, daß er sein Bekenntnis mit einer Selbsterkenntnis schließen konnte, die diesem naiven Egoismus Grenzen fetzte, von denen er bisher nie etwas geahnt hatte? ... chatte er unter der Möglichkeit, sie zu verlieren, doch viel tiefer gelitten, als aus feinen Worten zu entnehmen war? Sie klangen so — und sollten wohl auch den Anschein erwecken — als sei es ihm fast lieber gewesen, Elisabeth hatte ihn mit dem Freund betrogen, als Rache für seinen eigenen Fehler. Daran erkannte sie den alten Ludwig, der mit Tatsachen auf seine einfach^ triebhafte Weise fertig wurde. Aber daß er sie und Hartl unb auch sich selbst so gut zu verstehen schien, war neu und fast schon erschreckend
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wie "möglich. Aber der Boden knarrte laut unter jemeni
seinen schweren Schritten. Er legte Elisabeth beide Hände um die Wangen und küße sie zart auf den Mund. . , x .
„Das also ist Isabella!" sagte er halblaut mit einem großen, dankbaren Staunen in den Augen. „Hat sie dich sehr leiden gemacht, bis sie ha war?"
Elisabeth schüttelte den Kopf. „Das war in einem einzigen Augenblick wieder vergessen!" flüsterte sie und zog ihn mit aller Vorsicht aus dem
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Die Nacht war so sternklar und warm, daß sie noch lange auf der von wildem Wein umrankten Galerie vor den Schlafzimmern wachi aßem Billy war nach dem Essen verschwunden. Weder Ludwig noch Elisabeth spürten eine Müdigkeit, trotz der langen, anstrengenden Fahrt. Es war noch vieles in Worte zu fassen zwischen ihnen. , . t
Elisabeth begann zögernd von Hart zu ipre^en. Mit keinem Ißort hatte Ludwig bis jetzt nach ihm gefragt. Sie berichtete von I mer
nnn lenem AliünL an der Havel und dem Abschied nach
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„ sie verstehen würde ...? Und auch bei ihm war alles viel einfacher und bester, als sie es sich in ihrem Schmerz ausgemalt hatte. Gab es wirklich noch einen Schatten in ihrem Gluck...? Nein, es gab keinen!... ^"Da"hörte"sie auch wieder Ludwigs Lachen zwar nicht laut und dröhnend, sondern gedämpft, weil ja nebenan hinter der offenen Balkontür die kleine Ifa nicht davon aufwachen durfte
Geld hat mich das alles gekostet drüben. Greulich viel Geld! Du fmft’ keine Ahnung, Lisa, was man drüben alles von einem ver- lanqt! Ich habe nie rechnen können. Namentlich, wenn da noch lemand bimutommt wie die Mira. So ein öffentliches Leben drüben ist schamlos teuer Ich habe mehr als einmal darüber geflucht. Aber das ist vorbei und macht im Grunde nichts. Ihr habt hier auch keinen Mangel gelitten!
'^Dü^GlSubiger müssen eben warten. Außerdem sind sie jetzt hübsch der "Reihe nach eingeteilt."
Hast du gar nichts mehr nutgebracht?
"Doch! — Na, nicht viel. Aber immerhin etwas. Es reicht futi erste.
"Unb dann?"
Du mußtest darüber natürlich auch wieder ganz anders denken, als es in Wirklichkeit drüben war. Daß ich eine Leidenschaft für sie hatte, hast du ja schon früher einmal erlebt. Alfa mußte jetzt für dich alles Weitere klar und eindeutig fein, und du mußtest daraus deine Konse- guenzen ziehen. Daß diese Konsequenzen so gut für mich waren unb blieben, habe ich nur dir und Gott zu danken. Aber in Wirklichkeit sah drüben alles ganz anders aus. Sie war hinübergekommen nicht meinetwegen, sondern mit einer ganz bestimmten Absicht. Sie muß sich hier schon in den Direktor Grolman verliebt haben und hat drüben nichts unterlassen, um ihn ganz für sich zu gewinnen. Sie hat auch ihr Ziel erreicht. Heute ist sie schon seine Frau. Mit mir und meiner sinnlosen, blinden und tauben Leidenschaft hat sie gespielt wie mit einer Puppe.
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■ IHTv^te^und"ft°nä'^^Ichn'^r-h Hr vielfältiges Erleben
war,
und schwerfällig aus seinem Stuhl »nd ging in ihrem Rucken mehrmms durch die ganze Galerie auf und ab. Endlich blteb -- hinter ihr stehen legte die Hände auf ihre Schultern und beugte sich über fie, doch |o, Daß sie [ein Gesicht nicht sehen konnte. xem
„Ich habe nicht nach Otto gefragt, weil >ch das alles ahnte von Dem Augenblick ab, als du mir schriebst, er fei abgere f ■ b i^werz-
fei mir nicht böse, Lisa - ich habe mir alles viel schlimmer und schmerz licher gedacht. Biele Monate hat er in deiner Nahe ^lebt. Da sich doch in dich verlieben, sagte ich mir, und hab> m ch , Qn a[[en{ einen Narren genannt, da ich selbst mit meinem na dem Schlimm- schuld war. Ich mußte mir auch an allem Spateren, ja an bemi fo^umm sten, wie ich es mir bachte, selbst bie Schulb gebe . Ich ^ira n schrieben, nicht einmal eine Anbeutung darüber gern ch, hinüber« Alten in Hollywood war, daß ich sie bort n°ch v°r °nb als 'ch hinüber kam. Aber du muhtest es ja erfahren haben auf irgendeine an
Unb bu hast es erfahren ..." .. „ .
Elisabeth nickte in bie Pause hinein, die er machte.
den Auttraa. den Wagen Ich hab' das erst vor kurzem eingesehen und schäme mich gar nicht, es
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ängst hätte durchschauen müssen. Daß ich das Schuld unb mein größter Fehler. Beinahe ren unb bamit alles, was ich auf dieser Welt
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