Ausgabe 
3.8.1933 Frühausgabe
 
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185. Jahrgang

Donnerstag, 5. August 1953

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Dr. Friedr. Wilh. Lange. Derantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.THyrwt; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den An. zeigenteil i.B.Th.Kümmel sämtlich in (Biegen.

Randnoten.

Seitdem der Dollar sich oom tiefsten Stand er­holt hat, wird von amerikanischer Seite versichert, man werde zunächst die binnenwirtschaftliche Um­stellung durchführen und erst dann sich wieder dem Währungsproblem zuwenden, so daß also nach den starken Dollarausschlägen der letzten Zeit ein ver­stärkter Druck eines entwerteten Dollar auf die Wirtschaftspolitik der anderen Staaten nicht zu be­fürchten wäre. Durch die Dollarentwertung, die längst nicht die fünfzig Prozent erreichte, zu denen Roosevelt ermächtig ist, das Aufhören der spekulativen Preissteigerungen und eine gewisse Ernüchterung in den Vereinigten Staaten wird eine größere Aufmerksamkeit für eine wirklich sach­liche Behandlung der Probleme geschaffen, die in Redeschlachten einer internationalen Konferenz niemals, sondern nur von Land zu Land gelöst werden können.

Für die Amerikaner ist das Problem der Ent - schuldung durch Inflation eng verbunden mit einer Regelung des Verhältnisses zu den Aus­landsschuldnern. Deren Schulden sind ebenfalls ab­gewertet worden, aber die Stornierung der Knegs- schuldenzahlungen verschiebt nur die Lösung des Problems und schafft es nicht aus der Welt. Es lediglich währungsexperimentell zu lösen, ist nicht angängig. Diese Schulden entstanden zu politi­schen Zwecken, nämlich der Niederwerfung Mit­teleuropas, und sind deshalb auch politisch zu beseitigen, nachdem jede wirtschaftliche Möglichkeit dazu sich als verfehlt erwies. Anders aber ist es mit den wirtschaftlichen Schulden. Als Ame­rika die Anleihen gab, auch an uns, handelte es sich darum, eine durch den Krieg z e r st ö r t e Produktion und Kaufkraft und damit auch die Absatzmöglichkeiten auf den alten Straßen des Welthandels wieder zu beleben. Da aber gleich­zeitig sich die einzelnen Staaten handelspolitisch ab schlossen und überdies hierin dem Vorbild Nord­amerikas folgten, hat diese Produktionsbelebung Schritt gehalten mit der Kaufkraft der Massen. An und für sich besteht kein Mißverhältnis zwischen der Menge der in der Welt produzierten Güter und der 'Nachfrage, sondern eine Störung des Aus t a u { d) e 5 und eine Verringerung der Kaufkraft eben durch die Beträge, die für un­zeitgemäß hohe Zinsen und Tilgungsraten gerade von den Amerikanern verlangt werden Drüben muß also die Einsicht wachsen, daß das Anleihe- kapital verloren geht, wenn die bisheri­gen Zinsbedingungen usw bestehen bleiben.

Ferner hat Dr. Schacht vollkommen recht, wenn er darauf verwies, es fei unmöglich, anders als in Waren z u bezahlen. Wenn sich eine Gläubigernation weigert, diese Form der Zahlung entgegenzunehmen, wird sie im Finanz- und Handelsverkehr mit einer Schuldner­nation diese ganz selbstverständlich zwingen, sich für teilweise leistungsunsähig zu er­klären und ferner den Warenbezug aus dem Gläu­bigerlande abzudrosseln. In dieser Situation befinden sich heute die Vereinigten Staaten, deren BaumwoUerzeuger und Farmer über Absatzschwie­rigkeiten klagen, weil die bisherigen Abnehmer durch die Gesamtpolitik der Vereinigten Staaten in Wirtschastsdingen und durch den Einfluß des Leihkapitals auf diese Politik einfach auf den Be­zug verzichten müssen. Ein 66-Millionen- v o 1 k wie das deutsche kann nur ein guter Kunde für d i e Staaten fein, die unsere Kunden sein wollen

Aus Paris kommen Meldungen von einer voll­ständigen Neuordnung d e r französisch cn Propaganda, die seit einiger Zeit in die Hande des aus feiner Tätigkeit im Völkerbund bekannten Pierre Cornert gelegt ist. Pierre Comert beklei- bete bisher eine Direktorenstelle in der Informations­abteilung des Völkerbundssekretariats. Er ist also zweifellos als ein Fachmann auf diesem Gebiete an- zujprechen. Seine Betrauung mit diesem wichtigen Amt hat ihre besonderen Gründe. Man hat oftmals in letzter Zeit von einer gewissen Isolierung Frank­reichs auf dem europäischen und außereuropäischen Schauplatz gesprochen, vor allem im Zusammenhang mit der Kriegsschuldenfrage. Man scheint am Quai d'Orsay der Ansicht zu sein, daß die diplomatischen und wirtschaftlichen Auslandoertretungen durch einen großangelegten Feldzug der Propaganda wirksam unterstützt werden müssen, um' die vielfach verloren gegangene Tuchfühlung wieder zu erlangen

So richtet sich das Hauptziel der neuen französi­schen Propaganda vor allem nach den Vereinig­ten Staaten von Amerika. Es tft ein offe­nes Geheimnis, daß dort in letzter Zeit eine ziemlich unverhohlene antifranzösifche Stimmung entstanden ist Paris sieht den hauptsächlichsten Grund dieser Entwicklung darin, daß das amerikanische Volk eben gar nicht wisse, wie es in Frankreich stehe und welches die Ziele der französischen Außenpoli­tik seien. Immer nur Mißverständnisse seien ent­stunden, und wenn diese einmal aus dem Wege ge­räumt würden, dann sei einer vertrauensvollen Zu fammcnarbeit Tür und Tor geöffnet. Die wahren 3ic(c der französischen Aktion gehen aber wohl meitcr, als nur eine Verständigung auf dem Wege von Volk zu Volk herzustellen. Die Verbindungen mit Südamerika sind technisch einwandfrei und funk­tionieren zuverlässig. Anders sieht es in der Ver­bindung mit den Vereinigten Staaten aus. Der Quai d'Orsay legt nicht geringen Wert auch darauf, im Falle eines europäischen Konfliktes ebenso be­quem und ungestört dorthin die Verbüßungen zu haben. Dabei will man dem liebel an der Wurzel begegnen und will, um der antifranzösischen Pro­paganda wirksam ein Ende zu machen, sorgfältig die Umstände untersuchen, wie eine solche gegnerische Propaganda überhaupt entstehen konnte Selbst­

verständlich wurden die. Auslandsvertretungen in die Aktion mit eingebaut. Von diesen Stellen aus soll die Verbindung mit der Landespresse ganz be­sonders gepflegt werden, es soll eben von hier aus an der gleichen Stelle, an der dem amerikanischen Leser dasGift der antifranzösischen Propaganda" eingeflößt wurde, auch das entsprechendeGegen­gift" verabreicht werden. Ob diese Prozedur ge­lingt, wird von der Stärke des Gegengiftes ab- hängen.

Wir haben genügend Proben französischer Agi­tation aus allen Zeiten und nicht zuletzt aus den Jahren unmittelbar vor dem Kriege und aus tie­fer Zeit selbst erlebt. Wir werden auf der H u t sein müssen Daß sich die Aktion auch auf Eng­land erstreckt, erscheint nicht so vordringlich. Da­für liegt die britische Insel zu nahe am euro­päischen Festlands Aber man will auch hier dafür sorgen, daß zum Beispiel die französischen Zeitungen gleichzeitig mit den eng­lischen Blättern auf den Straß e n er­scheinen. Dazu wird ein beschleunigter Luftdienst in Bewegung gesetzt. Eigenartigerweise wird von Europa selbst am wenigsten gesprochen. Erwähnt wird in diesem Zusammenhang nur die deutsche Konkurrenz im mitteleuropäischen Nachrichtenwesen.

Plan und Ziel dieser Neuordnung im Nachrich­tenamt des Quai d'Orsay ist das dürfen wir nicht außer acht lassen, einer französischen politischen Vorherrschaft die propagan­distische und gedankliche Untermauerung zu geben.

EineLügenmeldung ausWien

Berlin, 2. Qlug. (WTB.l Sn der Hearst- Presse wird auf Grund einer Meldung in der »Wiener Allgemeinen Zeitung" die Rachricht ver­breitet. daß es in Nürnberg und Fürth

zu Strahenkämpfen zwischen Reichs­wehr und SA. gekommen sei. Fünf Rational­sozialisten wären schwer verwundet. Reichswehr- streitträfte und Polizei verhinderten gemeinsam Plünderung jüdischer Privatwohnungen durch die SA. Der Zustand sei bedrohlich, General Rit­ter v. Epp habe beim Reichspräsidenten tele­graphisch um die Genehmigung nachgesucht, den Belagerungszustand über Bayern zu verhängen

Hierzu wird von zuständiger Stelle mitgeteilt, daß diese Behauptungen in allen Teilen unwahr sind. Wahr ist vielmehr, daß weder in Nürnberg, noch in Fürth irgendwelche Unruhen oorgekommen sind. Plünderungen jüdischer Wohnungen und Ge­schäfte haben ebenfalls nicht stattgefunden. Insbe­sondere ist es unwahr, wenn behauptet wird, daß General o. E p p bei dem Herrn Reichspräsi­denten o. Hindenburg um die Genehmigung zur Verhängung des Belagerungszustands über Bayern nachgesucht habe. Auch ist unwahr, daß Reichswehr und Polizei gegen SA. eingesetzt wor­den seien und daß in diesen Straßenkämpfen fünf Nationalfozialisten schwer verwundet liegen ge­blieben seien.

Die Lügenmeldung stammt von derWiener Allgemeinen Zeitung", und es dürsten nur deutsche Emigrantenkreise die Urheber dieser naiven Lügen- nielöung Jein. Bereits seit Tagen wird beobachtet, daß im Ausland dauernd Meldungen von Unruhen und Auflehnungen der SA. in Deutschland verbrei­tet werden, die lediglich zum Ziel haben, der Welt gegenüber die Tatsache zu verschleiern, daß das gesamte Deutschland geschlossen hin­ter Adolf Hitler steht und daß vorbild­liche Ruhe und Ordnung herrscht.

OieIungsaschislen beim ReichsministerDr.Goebbeis

Herzlichste Aufnahme der italienischen Gäste in Berlin.

Berlin, 2. Aug. (TU.) Den italienischen Jung. faschisten wurde am Mittwochnachmittag im Reichsministerium für Bolksaufllärung und Pro­paganda durch den Reichsminister Dr. Goeb­bels selbst, die Spitzen der staatlichen und städti­schen Behörden und die Führer der national­sozialistischen Organisationen aller Art ein g r o tz- artiger Empfang bereitet, der wohl als der Höhepunkt des Aufenthalts der Gäste ange­sprochen werden kann. Bom Brandenburger Tor aus zogen die Sungfaschisten in ihrer kleidsamen Galauniform unter Borantritt der eigenen Ka­pelle über die Linden und durch die Wilhelmstrahe am Palais des Reichspräsidenten und an der Reichskanzlei vorbei zum Ministerium. Auf dem ganzen Wege bildeten SA. - Männer ein dichtes Spalier und dahinter stand Kopf an Kopf gedrängt das Publikum, das die Sungfaschisten mit begeisterten Heilrufen grüßte. Dom Balkon des Ministeriums wehte ne­ben den deutschen Flaggen die italienische Triko­lore. Dor dem Ministerium hatte die Hitler­jugend mit ihrer Kapelle und die 6 6.- Stabswache im 6tahlhclm Aufstellung genom­men. Dann marschierten die Gäste in die Räume des Ministeriums, die bald dicht beseht waren.

Reichsmimster Dr. Goebbels, von den Iungfaschisten begeistert bejubelt, begrüßte zunächst den italienischen Botschafter, Ex­zellenz Berutti, und den Führer der italienischen Iugendabordnung, G i g i i, sowie die übrigen Offi­ziere. Nachdem die Faschistenhymne, von einer SS.. Kapelle gespielt, verklungen war, nahm Reichsmini­ster Dr Goebbels das Wort zu folgender An­sprache:

Ich möchte Sie nicht am Anfang dieses mehr in leichter Weise gedachten Nachmittags mit einer po­litischen Rede langweilen. Ich nehme auch an, daß Sie in Deutschland soviel Reden gehört haben, daß Sie sich ungefähr vorstellen können, wie das junge Deutschland arbeitet, denkt und empfindet. Lassen Sie mich deshalb zu Ihnen nur ein paar ganz wenige Sätze sprechen

3d) wünsche, daß Sie sich in unserem Lande wohlfühlen und daß Sie einen Einblick gewin­nen in die große Aufbauarbeit, die das junge nationalsozialistische Deutschland zu leisten sich anschickt? 3ch habe bei meinem Besuch in Ihrem Land Gelegenheit gehabt, die großen Leistungen des faschistischen Italiens in den vergangenen Jahren tennenzulernen und zu studieren. Und ich bin nach Deutschland zurückgekommen mit dem sehnlichsten Wunsch, daß mein Land mög­lichst bald auch die höhe der Kultur erreicht, die Italien schon erreicht hat.

Sie kommeu a.» iuiuj. .-p.....-.^ssähige Men­

schen schon zu uns. Sie sehen eine junge Generation an der Macht mit dem ehrlichen Willen, das Land wieder aufzubauen und den Staat wieder als gleichberechtig­tes Glied in den Kreis der Rationen zurückzuführen. Dieses junge Deutschland ist Stä­tten und seinem bewunderungswürdigen Führer dankbar dafür, daß er in einer Zeit f ü r unsere Rechte eingetreten ist, als das noch unpopulär war und unpopulär machte. Diese Dankbarkeit zu einem kleinen Teil bei Shrem Besuch in Deutschland und vor allem in Berlin

zum Ausdruck zu bringen, ist uns ein angenehmes Bedürfnis.

Ich wünsche, daß Sie dieses junge Deutschland kennen und verstehen lernen, und daß daraus sich eine Freundschaft dieser beiden Völker ent­wickelt, die auch für kommende schwere euro­päische Krisen durchhalten wird.

Sch bitte Sie, von der warmen Sympathie der deutschen Regierung und des deutschen Dolkes für Shre Regierung, Shr Land und Shre Bewegung überzeugt zu fein und mit mir einzustimmen in den Ruf:Shr Land Statte,'., sein König, seine faschistische Be­wegung und Shr bewundernswerter Führer Mussolini Sieg-Heil!"

Für die italienischen Gäste brachte sodann deren Führer G i g 1 i Hochrufe auf Deutschland aus. Sm Derlaufe des Empfanges brachte der Een- turio G i g l i ein dreifaches Hoch atrf Dr. Goeb­bels aus und überreichte ihm

als Zeichen der Verbundenheit der ilallenifdjen und deutschen 3ugcnb das goldene Ehrenzeichen der Opera Nazionalc Balilla.

Minister Dr. Goebbels dankte dem Cen- turio und brachte auf Mussolini ein drei­faches Heil aus, das der Ccnturio mit einem Hoch auf den Dolkskanzlcr Adolf Hitler erwiderte.

Das Deutschlandlied beschloß die nut einem längeren geselligen Zusammensein der jungen italienischen Gäste mit ihren deutschen Kameraden verbundene Empfangsfeier, die von zahlreichen Filmoperateuren im Bild festgehalten wurde. Bei seinem Rundgang durch die Räume des Ministeriums wurde Minister Dr. Goebbels von den Sungfaschisten, die ihn zum Teil schon von seinem Besuch in Station her persönlich kannten, auf das Lebhafteste begrüßt. Der Minister nahm dann den Dorbeimarsch der Gäste ab, um sich anschließend mit dem italieni­schen Botschafter und den Offizieren der Avant­gardisten auf den Balkon des Ministeriums zu begeben, wo ihnen die Menge begeistert zujubelte.

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Die Ankunft der jungen Faschisten in der Reichshauptstadt.

Oer Empfang durch die Stadt Berlin.

Die italienischen Sungfaschisten wurden am Mittwochfrüh von der Stadt Berlin im Fest­saal des Rathauses feierlich empfangen. Zu dem Empfang hatten sich neben dem italienischen Bot­schafter, Exzellenz C c r u 11 i, Oberbürgermeister Dr Sa hm, Bürgermeister M arehky, Bür­germeister Treff, Steglitz, und andere führende Magistratsmitglieder eingefunden. Ein Dertreter des Propagandaministeriums war" ebenfalls er­schienen

Oberbürgermeister Sahm

hielt, nachdem die über 400 Sungfaschisten in dem mit der italienischen Trikolore geschmückten Saal Aufstellung genommen hatten, folgende An­sprache:Liebe italienische Sugend! Es ist mir eine ganz besondere Freude, eucy auf eurer Reise durch Deutschland im Rathaus der Reichshaupt­stadt herzlich zu begrüßen und willkommen zu heißen. Shr werdet gefühlt haben, wie euch d i e Herzen der Deutschen entgegenschla­gen.

Unser großer Volkskanzler Adolf Hitler Hal euch in München empfangen und eindringlich

Ostlandtreuefahrt der Krastfahr-Berbände.

Berlin, 2. Aug. (ERB.) Unter Führung des Jlafionalfopaliffifdjen Kraftfahrer-Korps veranstal­ten die deutsch st ärnrni gen Kraftfahr- verbände in der Zeit oom 27. bis 29. August eineOstlandtreuefahrt" nach Ostpreußen, deren Zweck es fein soll, dem durch den Weichsel- Korridor abgetrennten O st preußen einen Treuebeweis zu liefern.

Den Höhepunkt dieser Fahrt wird eine große Kundgebung am 27. August abends in Königs­berg bilden. Am 28. soll eine Rundfahrt durch Ostpreußens Schlachtfelder und der ostpreußischen Landschaft erfolgen. Die Rückkehr nach Königsberg wird am 28. abends stattfinden, und am 29. geht die Fahrt nach Tannenberg, wo am Denk­mal ein großer Appell und eine Ehrung der Ge­fallenen stattfinden wird.

In der Ausschreibung werden die Städte und verbände aufgefordert, durch Sendboten- Mannschaften fich an der Fahrt, die nicht als Rennoeranffaltung, sondern in der Form einer Sternfahrt geplant ist, zu beteiligen.

Diese Sendbotenmannschaften sollen aus drei Fahrern bestehen, die die Treuegrüße überbringen sollen. Den Sendboten wird ein Ehrenbecher und ein Ehrendiplom überreicht wer­den, die beide die Unterschrist des Schirmherrn der Ostlandtreuesahrt, des Reichspräsidenten v. Hin­denburg, fragen werden. Außerdem wird der Ehrenbccher die Inschrift tragen:Die Treue ist das Mark der Ehre."