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31/10/1933 Zweites Blatt
 
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Volksabstimmung am 12. Aovemver 1933

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Aufruf des Stahlhelms

AS-Volkswohlfahrl, Kreis Gießen

er»

25 Pf.

vornoti;cn.

Kampf dem Hunger!

Arbeite mit am WHW

den an die Wgabe der folgenden Meldungen innert:

Don der Deutschen Reichspost werden auf Der- anlassung der Deutschen Roihilse in der Zeit vom 1. Jloocmbcr 1933 bis 28. Februar 1934 w ohl- ahrlsbriefmarken herausgegeben. Sie haben bis zum 30. Juli 1934 Gültigkeit. Der außerposta- lifche Dertrieb wird im Rahmen de» wintcr- hilfswerks durch die Organisation des winter- hilfswerk» in Zusammenarbeit mit der PO. durch­geführt.

Der Reinertrag des Markenverkaufs fällt restlos dem Winterhilfswerk und der TI $.- Dolkswohlfohrt zu und kommt in vollem Um- ange unseren bedürftigen und hungernden volks- genossen zugute.

Ich richte daher an die Bevölkerung, die Be­hörden und öffentlichen Betriebe sowie an Industrie und handel des Kreises Gießen die Bitte, auch hier erneut unter Beweis zu stellen, daß sie gewillt sind, nach Kräften mitzuhelsen, dah das Dort unsere» Führer», dah in diesem Dinier kein Volksgenosse hungern und frieren soll, wahr wird, indem sie durch grohzügige B e - lellung von wohlsahrtsbriefmarken zu der Linderung der Rot unserer Bolksgenossen, die noch nicht in Arbeit und Brot stehen, beitragen helfen.

Der Derkaufsprei» der Marken ist so niedrig ge­halten, dah er gegenüber dem Drei» der gewöhn­lichen Briefmarken für den einzelnen nur eine un- wesentliche Belastung darstellt. L» sollte sich deshalb

Zur vorübergehenden Aushebung der Aufnahme­sperre für die nationalsozialistischen Kampfverbande erläßt der Führer de» Stahlhelmgaue» Oberhessen folgenden Aufruf:

OberheffeninStadtundLand!

Jedem deutschen Manne wehrhafter Gesinnung, insbesondere allen ehemaligen Frontsoldaten in S'adt und Land, dürste inzwischen klar geworden sein, dah der Eintritt in einen der Kampfoerbände des Dritten Reiches für alle diejenigen, die Werl darauf legen, als vollwertige Staatsbürger geachtet zu werden, nicht länger zu umgehen ist.

wer die Nachrichten über die vorübergehende Aus­hebung der Ausnahmesperre für die nationalsozia­listischen Kampsverbände aufmerksam verfolgt hat. wird weiter festgestellt haben, dah für die Alters­

und außerdem

Staatssekretär pg. Backe.

Zn dieser Kundgebung werden etwa 25000 Volksgenossen au» Oberhefsen. den Kreisen Marburg, Wehlar und Dillenburg erwartet.

Es wird zu diesem Zweck auf dem Trieb ein Rleseuzelt errichtet, da» einen Umfang von 98 X 112 Meter hat. Die Errichtung de, Zelle, ist bereit, in Angriff genommen.

niemand sagen, daß die wenigen von ihm nicht gekauften Marken nicht in» Gewicht fallen. L» kommt auf jede Marke an. die gekauft wird, denn auch hier gilt der Grundsatz: Diele wenig geben ein Diel!

Die Wohlfahrtsbriefmarken erfüllen aber in diesem Jahre noch einen doppelten Zweck. Sie sind dem Gedächtnis Richard Wagner», des großen Sohnes unseres Dolkes, gewidmet und besitzen da­her. neben dem guten Zweck, den sie erfüllen, auch Sammlerwert. Durch die Markenbllder werden Per­sonen aus wagnerschen Opern dargestellt, und schon au» diesem Grunde sollte sich niemand vom Kauf der Marken ausschliehen.

Die Marken sind in folgenden Nennwerten und zu den in Klammer beigefehten D e r t a u f e- preisen erhältlich: 3 (5) Rpf., 4 (6) Rpf., 5 (7) Rpf.. 6 (10) Rpf.. 8 (12) Upf- 12 (15) Rpf.. 20 (30) Rpf.. 25 (40) Rpf. und 40 (75) Rpf

Außerdem können auch Markenheftchen mit fünf Marken zu 4 Rpf.» fünf Marken zu 6 Rpf., fünf Marken zu 8 Rpf. und vier Marken zu 12 Rpf. zum Derkaufspreis von 2 RM. und ferner w o hl- fahrlsposl karten mit eingedruckter S-Rpf.» Marke zum Preise vom 10 Rpf. bezogen werden.

Bestellungen nehmen sowohl der unterzeichnete Kreiswalter wie auch die Ortsgruppen- und Zellen- walter der RS.-Dolkswohlfahrt jederzeit entgegen.

heil Hitler!

Kloß, Kreiswalter der USD.

Am Samstag. 4. November 1933, findet 1 5 Uhr In Gießen eine große

Dolkslundgebung

statt. L» sprechen

Gauleiter und Reichsstatthalter

pg. Sprenger

Reichsbauernführer und Reichsminister pg. Dr. Darr*

Nassen unter 35 Jahren die SA., für die Jahrgänge darüber aber nur noch der

Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten, als Kampsverband in Frage kommt. DemSta^- Helm" hat der Führer Adolf Hitler neben anderen bedeutsamen Ausgaben die pflicht auserlegt, im feld­grauen Ehrenkleid die stolze Ueberlikserung de» alten Heeres Im nationalsozialistischen Staate zu wahren.

Der Stahlhelmgau Oberhessen hofft, dah alle Ge- sinnungsoerwandten, die heute noch abseits stehen, die kurze Zeit der Aushebung der Sperre benutzen, um sich bei der zuständigen Ortsgruppe oder bei der Gangeschäftsstclle (Gießen, Stahlhelmheim. Saiser- allce 27) anzumelden. In der Zeit vom 1. bi» 5. November bietet sich die vorläufig letzte Gelegen­heit, zu uns zu stoßen.

Front heil! und heil Hiller! Dr. D e h n e r.

urtsoerein zusammen. Der Landesverband btt Obst» und Sanendauvereine bleibt bestehen. Führ« ist der seitherige Obmann Geheimrat v. Hahn. Die Führer der Bezirksvercine werden von der Bauernkammer bestimmt. 2m Dorstand ist da» Kreisamt oertreten. Geschäftsführer des Pezirks- oerein» ist der zuständige Obstbaubeamte. Die Reu» orbnung sieht die Zusammenfassung der «reise Gießen und Friedberg zu einem Vestrksverein vor. Zur leichteren Ucberruhrung des seitherigen «ret». verein, in die neue Organisation wurde von der Bauerlammcr die Einsetzung eine, «ommistars ae- fordert. Einstimmig wurde Regierunasrat Dr. «rügte bestimmt Anschließend widmete der Der» fammlungsleiter dem nach Oppenheim versetzten Obstbauinspekwr C n k l e r herzliche Worte, hob

Aufruf

an alle deutschen Volksgenossen, Reichs-, Staats» und Kommunalbehörden und öffentlichen Betriebe, sowie Industrie und Handel im Kreise Gießen.

Oer Deutsche Holzarbeiterverband erhöht seine sozialen Leistungen.

Die Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront teilt mit: Mit dem 1. Oktober 1933 wird die 2noa» libenunterftüttung allmonatlich ausbezahlt gegen­über der früheren Gepflogenheit von einer sechs- wöchentlichen Auszahlung. Das bedeutet, daß die Fnvalibenunterstützungssätze eine Erhöhung um 50 v. h. gegenüber den seither geltenden Sätzen er­fahren. Gleichzeitig wird ab 1. November 1933 die von dem marxistischen Derbandsvorstand eingestellte Krankenunterstützung wieder eingeführt. Es ergibt sich hieraus die Tatsache, dah die Deutsche Arbeit»- front bahnbrechend ist inbezug auf bie Jojtalen Einrichtungen der Verbände, und sie den vozialts» mus in die Tat umsetzt. Nur durch kolossale Ein» fparung von Unkosten usw. war es möalich, den Dolksgenosien diese beachtenswerte Erhöhung zu» kommen zu lasten.

Hauptversammlung des Kreis» Obst» und Gartenbauvereins Gießen.

Der Kreis-Obst» und Gartenbauverein Gießen hielt am Freitag eine außerordentliche Hauptver­sammlung im Katholischen Serelnehau» ab, ,u der sich -Vertreter aller Ortsvereine eingesunden hatten. Der Vorsitzende, Regicrungsrat Dr. Krüger vom Kreisamt Gießen, wie» etngang» auf den nativ» nalen Umbruch hin, um dann ausführlich auf die Neuorganisation de» Obstbaues einzugehen. Er führte u. a. aus: 2m Juli dieses Jahres wurde durch die Ministerialobteilung für Arbeit, Wirt» fchast und Landwirtschaft die Bauernkammer mit der Durchführung aller Maßnahmen zu Förderung des heimischen Obst- und Gartenbaues beauftragt. Da» Land Hellen wurde in neun Obstbauinspek» I honen eingeteilt an deren Spitze ein Obstbau- l Inspektor steht. Die örtlichen Vereine innerhalb der I einzelnen Dienstbezirk» schließen sich zu einem De»

Bevölkerungspolitische Aufklä­rung. 2m Rabmen de» Dreimonatsplan» für be­völkerungspolitische Propaganda sind die für den Monat Oktober herausgegebenen Broschüren er­schienen. Bei der Derbrettung der Broschüren mit­ten, wie bisher, die Poslanstalten mit. Die Bro­schüren sind an den Postschaltern zum Preis von 10 Rpf. au hoben. Auch die Orts- und Landzusteller nehmen Bestellungen auf die Broschüren entgegen unb überbringen sie auf den Zustellgänaen, so daß der Weg zur Postanstalt erspart wird. Jeder kaufe und lese diese wichtigen Schriften!

Dom Roten Kreuz. Um irrigen Meinun­gen entgegenzutreten, weist die Hauptleitung de» Deutschen Roten Kreuze» in Berlin in einem Rund­schreiben an die Mitgliedsvereine darauf hin. daß die Selbständigkeit de» Deutschen Roten Kreuze» und aller ihm angeschlossenen Vereine unverändert besteht, sowie nach einer Vereinbarung mit dem Reichsführer des Dinterhllfswerk» und Reickswal- ter» der NS-Dolkswohlfahrt Pg. Hilgenfeldt die Vereine vom Roten Kreuz (Ttänneroeretne, Sanitätskolonnen, Frauenoereine) ihre regelmäßige Mitgltedsdeiträge in der bisher üblichen Form ein- ziehen.

Straßensperrungsnachrichten, mu- geteilt vom Oberhefstfchen Automobil-Club e XL, Gießen: Wegen Ausführung von Wafferleitunq»- arbeiten wird die Pravinzialstraße Gorbentetch Lich (Ortsdurchfahrt Garbenteich) vorn 1. No- oember ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Steinbach. Wegen Ausführung von Gleisumbauarbellen wird die Prooinzialftraße H e r b st e i n - A l t e n s ch l i r f am 1. und 2. Ro- vernber für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über LanzenhainUbesdoustn.

" 31 n »f e n f u n g für Wohnungsbau- barleben. Der Reichsarbeitsminister Hot im Ein- vernehmen mit dem Reickssinanzminister die Zinlen der im Fahre 1930 für Förderung de» Wohnungs­bau e» gegebenen Reichsdarlehen auch weiterhin, zu» nächst bi» zum 31. Dezember 1934, auf 1 o. H. ge­senkt.

TageskalenderfürDienstag. Stabt- theater: 20 bi» 22.30 Uhr:Wenn der Hahn kräht". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 16 und 18 Uhr: Wenn am Sonntagabend Die Dorfmusik spielt" mit Harry Liedtke; 20.30 Uhr: GastspielUmberto Ur- bano", der berühmte italienische Bariton.

Au» dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend al» fünfte Vorstellung im Dienstag - Abonnement Erstaufführung de» Volksstücks:Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs: Spielleitung: Anton Neuhaus. Ge­wöhnliche Preise. Spieldauer von 20 bi» 2L30 Uhr. Mittwoch, 1. November, fünfte Vorstellung im Mittwoch-Abonnement, Wiederholung:Wenn der Hahn kräht". Gewöhnliche Preise. Spieldauer von 19.30 bi» 22 Uhr.

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der Gemeinden bis zu dem Höchstzuschuß von 1000 Mark soll nur dann erfolgen, wenn die Einnahmen auf der Linie die Ausgaben nicht decken. Es handelt sich also nickt um jefte Zuschüsse, die auf jeden Fall gezahlt werden müssen.

Schließlich wurde noch der Antrag an die Ober­postdirektion gestellt, die getroffene Neuregelung rückwirkend vom Beginn des laufenden Rechnungs­jahres (1. April) ab gelten 3u lasten und die für die Vierteljahre April-2uni und 2uli-September ange- forderten Fehlbeträge, die aus Mangel an Mitteln bisher nicht gezahlt werden konnten, bis zur Ent­scheidung durch die Oberpostdircktion zu stunden. Man war sich darüber einig, die Linie wie bisher bestehen zu lassen.

Mit Dorten de» Danke» für die wohlwollende Vertretung der gemeinsamen Belange von Post und Gemeinden schloß Amtmann W et ß die Bespre­chung.

Polizeibericht.

Einbruchdiebstahl.

In der Nacht zum 28. Oktober wurde in ein Manufakturwarengeschäst in Heldenbergen eingebrochen und außer einigen Kleidungsstücken verschiedene Schmucksachen, Wein und Lebensmittel entwendet. Die Täter wurden gestört und liehen am Tatort eine Aktenmappe mit Sperrzeug und einen Lederhandschuh zurück. Die Kriminalpolizei­stelle hat die erforderlichen Ermittlungen am Tat­ort sofort ausgenommen.

Festnahmen.

Degen vergehens gegen die Paßvorfchristen und wegen falscher Namcnsangabe wurde der schwei- v'nlche Staatsangehörige Peter Haslimeier. aeboren am 23 8.1900 zu Mainz-Kostheim, feftge- Inommen und dem Amtsgericht zugeführt.

Außerdem wurden 2 Personen wegen Betteln» und eine wegen Hausieren», ohne Im Besitze eine« Dandergewerl-e'cheine» zu sein, festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt.

Die PlakettenWir helfen" für das Winterhilfswerk werden durch den Kreis ausge­geben. Der Bedarf für Monat November 1933 ist sofort bei mir (Anschrift: Landgras-Philipp-Platz 3) anzumelden. Behörden, Betriebe usw. geben ihre Meldung geschlossen durch die Fachschaften und NSBO. ab. Die Grundsätze über die Ausgabe der Plaketten werden vom Gau in sämtlichen Tages­zeitungen veröffentlicht.

Heil Hitler!

K l ö ß, Kreiswalter der NSV.

Die rückständigen Gruppenwalter der NSD. wer-

desten Verdienste um die Hebung de» Obstbaues im Kreise unb insbesondere um die Gründung von über 20 neuen Ortsvercinen hervor und erbat und erhielt in der Versammlung die Vollmacht, ihm nachträglich den Dank de» Verein» abzustatten. Gleichzeitig stellte er der Versammlung den neuen Obstbaubeamten, Gartenbauinspektor Rentfch (Friedberg) vor.

Herr R e n t s ch gab eingehend Aufklärung über feinen Arbeitsplan, berichtete über die Maßnahmen des Reiches zur Förderung von Neupflanzungen, gab die Richtlinien für die Zuschuhoerteilung be­kannt und forderte, um eine Zersplitterung der Mittel zu vermeiden, die Anpflanzung von minde­stens 20 Iungbäumen zusammenhängend, wenn auch durch mehrere Besitzer. Der Zuschuß beläuft sich aus 20 bi» 25 o. H., höchsten» jedoch auf 36 Pf. je Stamm. Gemarkungsrundgänge und Vortrag»- abenöe sollen auch in Zukunst durchgesuhrt, jedoch von der Abhaltung kürzerer Baumpflcgt- und Pfropfkurse abgesehen werden.

2n der regen Aussprache wurde noch die plan­mäßige Schädlingsbekämpfung und die Erhaltung des Landschaftsbildes in den Kreis der Betrach­tungen gezogen. Mit der Aufforderung an die Ver­sammlung, am 12. November bei der Reichstag»- wohl und dem Volksentscheid dem Auslande die Geschlossenheit des deutschen Volkes zum Ausdruck zu bringen, und mit einem dreifachenSieg-Heil! auf Hindenburg und Hitler wurde di» Tagung geschlossen.

2n der vorausgegangenen Dorstandssthung legten die Mitglieder geschlossen ihr Amt nieder, um di» Bahn für die neue Entwicklung freizumachen.

Gießener rLochenmarktpreise.

Gießen, 31. Oft. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,30 Mark, Kochbutter 1 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf-, Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 13 bis 14, Wirsing, das Pfund 7 bis 10, Weißkraut, 5 bis 8, der Zentner 3 Mark, Rotkraut, das Pfund 7 bi» 10 Pf., Gelbe Rüben 8 dis 10, Rote Rüben 10, Spinat 12 bis 15, Römischkohl 10, UntertoblraH 5 bis 7, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bi» 25 Pf., Fclb» (alat 1 Mark, Tomaten 15 dis 20 Pf., Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 dis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 25, Kürbis 6 bis 7, Pilze 30 bis 50, Kar­toffeln 3 bis 3% Pf., der Zentner 2,50 bi» 2,80 Mark, Aepfel, das Pfund 12 bis 18 Pf., Birnen 10 bis 15, Rüste 40, junge Hahne 70 bi» 75, Sup­penhühner 60 bis 65, Gänse 60 bl» 70, Blumenkohl, das Stück 10 bis 45, Salat 5 dis 8. Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 10, Sellerie 10 bis

(Mascagni);Don Fuan" (Mozart); ferner von TostiSerenata", von DrogglDisione Deneziana", von SchubertDu bist die Ruh" und von Strauß Zueignung". Umbcro Urbano wird einige der Darbietungen in deutscher Sprache fingen. Auf die Veranstaltung sei besonders aufmerksam gemacht.

Um die Krastposttime Gießen Hochelheim.

Die Fehlbeträge der Kraftpostlinie Gießen Hochelheim haben in den letzten Vierteljahren eine derartige Steigerung erfahren, daß die Stadtver­waltung Gießen sich veranlagt sah, ihre Beteili­gung an den aufzubringenden Garantiesummen zum 31. Dezember zu kündigen. Da die Oberpost­direktion Darmstadt auf eine Gewährleistung nicht verzichtet, fand dieser Tage im Postamt zu Gießen eine Besprechung statt, in der über die Gewährung eine» H o ch it Zuschusses seitens der beteiligten Ge­meinden veryandelt wurde.

An der Besprechung, die unter Vorsitz des stell­vertretenden Postamtsvorstchers, Postamtmann Weiß, und in Anwesenheit des Sachbearbeiters, Postinspektor Jung, stattfand, nahmen teil: Bür- Sermeiftcr Dr. Hamm und verwaltungssekretär lern (Gießen), Bürgermeister Fischer und Beigeordneter Jung (Klein-Linden), Amtsober, jekretär Sänger (Groß - Rechtenbach), Schöffe Schäfer (Lützellinden), Beigeordneter Müller (Groß - Rechtenbach) und die Ortsbürgermeister Jung (Hörnsheim), Z ö r b (Hochelheim) und Schmidt (Klein-Rechtenbach).

Postinspektor Fung trug zunächst die geschicht­liche Entwicklung der Krastposl, die ihren Betrieb am 8.8.1926 zwischen Gießen und Niederkleen er­öffnete und nach Stillegung der beiden Teilstrecken HochelheimNiederkleen und HochelheimGroßen- Linden (Bahnhof) heute nur noch auf der Strecke von Gießen nach Hochelheim betrieben wird, vor. In den Rechnungsjahren 1927, 1928, 1929 und 1930 erforderte der Betrieb der Linie keine Zuschüsse. Die Entstehung der späteren Fehlbeträge wird auf die Fahrten privater Last- und Lieferwagenbesitzer au» Hochclhc.m zurückgejuhrt. Es ist deshalb auch ein Strafverfahren eingeleitet worden, das aber zum Freispruch des Beschuldigten führte.

Bon den Vertretern der beteiligten Gemeinden wurde übereinstimmend erklärt, daß sie mit Rück­sicht auf ihre schwierige Finanzlage nicht mehr iu der Lage feien, Zuschüsse in der bisherigen Höhe au zahlen, sie wollten bann lieber auf den Weiter- betrieb der Linie verzichten. Auf den Hinweis des XJoftamte», daß bei der gänzlich ablehnenden Haltung der Gemeinden mit der Aufhebung der Linie zu rechnen sei, erklärte sich der Vertreter der Stadt Gießen zur Zahlung eine» jährlichen Höchst- Zuschusses von 500 RM. bereit Nach einer kurzen Internen Beratung der Vertreter aus dem Amte Rechtenbach gab Amtsoberfekretär Sänger die Erklärung ab. dah sich die Gemeinden Lützellinden, Groh-Rechtenbach, Klein-Rechtenbach, Hochelheim und Hörnsheim nach dem bisherigen verteilungs- fchlüsiel an einem jährlichen Gesamt höchst zuschuh von 1000 Mark (einschl de« Betraae» für Gießen unb filein-Cinben) weiterhin beteiligen wollten. Bürgermeister Fischer (Klein-Rechtenbachs saate nach ursprünglicher ablehnender Haltung auch die weitere Beteiligung seiner Gemeinde zu. um die Linie nickt eingehen zu lasten

Der Hochstbetrag von 1000 Mark soll w e sollt aufgebracht werden: Gießen 50 v H von dem bann verbleibenden Betrage «letn^'r? r restlichen Betrage Lützellinden 2« o^H-, At­tenbach 19 v. H . Klein-Recktenbach 1 v H. - I- heim 25 o. H., Hornsheim 20 v. H. Die Heranziehung

lieb aus dem 16. Jahrhundert von Schreck, Björne- borgarneh-Marsch kSchwed. Reitermarsch au» dem 30jährigen Krieg) von «änwfert, Hessischer Fahnen- marsch von Krauße, Marsch de» Heisijchen Leib- garbe-3nf. Rgts. lHeeresmarsch Nr. II 238) von Hauske, Zwei Märsche für Fanfarentrompeten und Kesselpauken von W. von Simon und von Prager, Historische Märsche europäischer Länder in der

fammenfteUung von Ad. Boettge, Großer Zapfen­streich. Die volkshalle ist angeheut. Numerierte Plätze kosten 50 Psa., die übrigen Plätze 30 Psg. Der Veranstaltung ist ein ausoerkaustes Haus zu

wünschen.

^Dom Wächterium der Hitlerjugend.^

Am Dienstag findet im Südwestfunk von 14.40 bis 14.50 Uhr ein wichtiges Zwiegespräch zwischen Gebietssckulungsleiter Gunther Schuß und Ge- bietsspielscharleiter Wilhelm Maria Mund statt über das Thema:vom Wächtertum der Hitler­jugend".

Oer Geusenstamm dankt.

Am Samstagnachmittag war das große Möbel- sammeln de» Geufenstammes. Unsere Erwartungen hinsichtlich des Erfolge» wurden dabei derart über­troffen, daß wir uns verpflichtet fühlen, an dieser Stelle der gesamten gebefreudigen Gießener Bür­gerschaft unseren Dank auszusprechen. Die Gießener haben auch hier den Beweis erbracht, daß sie nicht nur Nationalsozialisten des Wortes sind, sondern vor allem durch die Tat sich als Lationalsozialisten zeigen. Also nochmals: Die Geusen danken.

Geusen st am m.

,Deutsche Bühnet

Volksgenosse! Theaterfreund!

Willst du dem Theater deiner Vaterstadt helfen?

Willst du nach GehaU und Form hochwertige Opern, Operetten, Schauspiele und Lustspiele sehen unb bich durch sie erheben und erfreuen (offen?

Willst du Anteil nehmen am kulturellen Leben unserer Stadt?

Willst du zurückstehen, wenn es gilt, die Idee des Nationalsozialismus beim Theater zu vertiefen?

Willst du Mitarbeiten an der geistigen (Erneue­rung unseres Volkes und tragende Stütze des kom­menden Deutschen Nationaltheaters fein?

Dann werde

Mitglied derDeutschen Bühne".

Umberto Urbano singt imLichtspielhauö

Den Besuchern des Lichtspielhauses Bahnhof- sttaße steht für heute, Dtenskaa, 20.30 Uhr, ein besonderer und hoher Kunslgenug bevor. Comman- batore Kammersänger Umberto Urbano wird ein Gastspiel geben unb mit seiner gepflegten Stimme alle Zuhörer zu erfreuen wissen. Urbano gilt als typischer italienischer Belcantist. Er begann seine Sängerlaufbahn an der Mailänder Scala und gastierte in Rom, Neapel und Florenz, sowie in vielen Städten außerhalb seines Vaterlandes (Berlin, Wien, London, Paris ujro.). Bor wenigen Tagen sang er auch in Frankfurt anläßlich der großen deutsch-italienischen Kultur-Kundgebung beim Be­such der 500 Jungsaschisten und wurde stürmisch Sefeiert. Zum Vortrag gelangen heute Arien unb ieber aus:Puritaner* (Bellini): Der Trouba­dour" (verbi):Zaza" (Leoncavallo):Bardier von Sevilla" (Rossini):Cavalleria rufticana"

1. Meldung der Lebensmittelsammlung.

2. Meldung des Ergebnisses der Kartoffelsamm- lung unb bes Eigenbedarfs an Kartoffeln.

3. Meldung der geplanten Veranstaltungen.

4. Meldung bes Sammelergebnisses aus ber Büch­sensammlung unb vom Eintopfgericht.

Die rüdftänbigen Gruopenwalter werben drin­gend an die Erfüllung iyrer Pflicht gemahnt, da­mit das WHW. reibungslos feinen Zweck erfüllen kann.

Hell Hiller! K l ö ß, Kreiswaller der NSV.