Ausgabe 
20.6.1939
 
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mit dem Goethe-Museum in Frankfurt und in Weimar hat er es verstanden, die Abwanderung von Zeugnissen aus der Blütezeit unserer Dichtung in das Ausland zu verhindern und ihnen in feiner Sammlung ein Heim zu geben. Als Anerkennung und Dank für den der Kulturwelt geleisteten Dienst hat die Geburtsstadt Goethes Professor Dr. Kip­penberg zu seinem 65. Geburtstag die Goethe- Plakette überreicht. Eine weitere Ehrung ist ihm durch die Ernennung zum Ehrenmitglied des Freien Deutschen Hochstifts in Frankfurt zuteil geworden.

lleberreichung des Eichendorff-Preises an Hans Wahlik.

Im Deutschen Hanse zu Prag wurde im Rahmen der Deutschen Kulturwoche dem Bährner- wald-Dichter Hans W a tz l i k der Eichendorff- Preis 1939 verliehen. Der Rektor Professor Dr. Otto begrüßte den Dichter namens der Prager Deutschen Universität. Der Eichendorff-Preis sei einer jener sieben volksdeutschen Preise der Goethe-Stif­tung in Weimar, die durch die Hochherzigkeit eines unbekannten Homburger Industriellen ermöglicht wurden; er fei ausschließlich für dichterische Leistun­gen im Sudetengau bestimmt.

Dichlerpreis der Stadt Heidelberg.

Die Stadt Heidelberg hat einen Dichterpreis ausgeschrieben, der von Reichsminister Dr. Goeb­bels genehmigt wurde. Eine jährliche Stiftung in Höhe von 4000 RM. soll dem Verfasser solcher dra­matischer Dichtungen zufließen, die, getragen von den bewegenden Grundkräften unserer Zeit, sich für die an den Dichter höchste Anforderungen stellende Aufführung zu den Heidelberger Reichsfestspielen entweder im Schloßhof oder auf der Feierstätte eignen.

Wie der Soldat

einen Bauernhof erdient.

Jugend und Bauer Schulter an Schulter!

Oer Reichsjugendführer rüst zum Ernteeinsatz auf.

Berlin, 19.3uni. (DJIB.) Reichsjugendführer von Schirach erläßt an die gesamte beul- che Jugend folgenden Aufruf zum Ernte, e i n f a h:

Eine gute Ernte steht bevor! Unser Volk wird aus eigener Kraft seine Ernäh­rung sicher st etlen. Abertausende fleißiger Hände bauen unser Reich zu einer uneinnehmbaren Festung aus. Millionen ehemaliger Arbeitsloser schaffen und werken an unseren Autobahnen und unseren neuen Fabriken. Das deutsche Volk braucht Arbeitskräfte, um die Ernte unter Dach und Fach zu bringen. 3n solcher Zeit erwartet unser Führer von seiner 3ugend, daß sie sich einsehk, um die Ernte dieses 3ahres zu bergen. 3ch ordne daher an:

Der Ernteeinsoth erfolgt einzeln wie in Gruppen. Der Vannführer ist für den Ein­satz seiner örtlichen Hitlerjugend verantwortlich. Zu diesem Zweck wird er mit dem greis- bauernfü hrer aufs engste Zusammenarbeiten. Zur Durchführung werden ferner Ernteeinfah- lager eingerichtet. Alle sonstigen Lager der H3. werden von ihren Lagerplätzen aus nach Vereinbarung mit der Kreisbauernschafi bei den Erntearbeiten helfen. Die Fahrten-Gruppen werden je nach Bedarf eingesetzt. Die st ä d t i s ch e n Einheiten werden zum Wochenende herangezo­gen. Der Ernteeinsatz erstreckt sich auf die Grün­futterernte, die Pilzsammlung, die Heu-, Getreide- und Flachsernte, auf die Steinobst- und Veeren-

ernte, die Hackfrucht- und Gemüseernte, sowie auch das Einsammeln von Bucheckern, Eicheln und Ka­stanien. Schulter an Schulter mit dem deutschen Bauern übernammt die 3ugend des Führers voll Dankbarkeil diese große Aufgabe. Wir wollen unse­rem Führer Freude machen!"

*

Der Reichsjugendführer hat die Hitler-Jugend auf- gerufen, sich für die Erntearbeiten zur Verfügung zu stellen. Wir wissen, daß viele tausend junge Helfer in den nächsten Wochen aufs Land gehen wer­den, um den Bauern beizuspringen. Bei dieser Arbeit geht es nicht nur darum, den empfindlichen Mangel an landwirtschastlichen Arbeitskräften auszugleichen, sondern auch durch Bergung der Ernte einen Dienst an der Sicherung unserer Dolksernährung zu leisten. Der Bauer wird diesen jungen Helfern als Vater und Freund entgegentreten, nichts von ihnen ver­langen, was über ihr Wissen oder ihre Körperkraft hinausgeht, wohl aber die aufnahmebereiten Jungen mit wenigen Worten so anlernen und lenken, daß sie dem deutschen Volke durch ihre Arbeit auf Feldern und Wiesen von größtem Nutzen sein können. Der Bauer wird ihnen auch gute Unter­kunft und Verpflegung geben. Diele Jungen kom­men zum ersten Mal mit dem Land und der Land­arbeit in Berührung, viele von ihnen werden Ge­fallen daran finden und sich vielleicht entscheiden, auf dem Lande zu bleiben bzw. später einen länd­lichen Beruf zu ergreifen. Diese willigen Jungen würde man jedoch abschrecken, wenn ihre Einsatz­bereitschaft nicht anerkannt würde. Hier ergibt sich für den Bauern eine wirkliche Chance, Freude an der ßanbarüeit beim Stadtjungen zu wecken.

Der Wehrmacht ist daran gelegen, daß möglichst viel Soldaten, die aus der Landwirtschaft stammen, Unteroffiziere werden und nach Ablauf ihrer Dienst­verpflichtung ihrem alten Beruf treu blei­ben. Durch das neue Wehrmachtsfürsorge- und -Devsorgungsgesetz können sich Landarbeiter und mittellose Bauernsöhne einen Bauernhof durch ehrenvollen 12jährigen Dienst in der Wehrmacht erdienen. Wie der Soldat sich als Bauer selbständig macht, ist gleichgültig. Er kann einen Neubauernhof (Siedlerstelle) übernehmen oder einen Betrieb kaufen, er kann in einen land­wirtschaftlichen Betrieb einheiraten oder ihn auf dem Wege des Erbganges übernehmen, ebenso kann er sich als Pächter selbständig machen. In allen Fällen braucht er dazu Kapital. Das Gesetz ge­währt ihm diese Mittel in ausreichendem Maße durch eine Abfindung, die abzugsfrei und ein­kommensteuerfrei ist. Bei Kauf, Einheirat, Erbschaft, Pachtung beträgt sie 10 000, bei Ansiedlung 12 000 und bei Ansiedlung in den Grenzgebieten oder in besonderen Fällen 15 000 RM. Außerdem erhält der Soldat, der Bauer wird, im Gegensatz zum Beamten, der nur eine Uebergangsbeihilfe von 750 RM. erhält, eine Dienstbelohnung von 1200 RM. Auch wird ihm eine Umzugsent­schädigung für den Umzug nach seinem neuen Wohnort gewährt. Außerdem erhält er Kinder­beihilfen in Höhe der Kinderzuschläge für Sol­daten für die Dauer von drei Jahren.

Was ist Schalke?

Nach dem glanzvollen Sieg der ersten großdeut­schen Fußballmeisterschaft, den Schalke 04 am Sonn­tag im Olympia-Städion davontrug, scheint diese Frage für viele Zeitgenossen überflüssig zu sein. Viele von ihnen wissen nicht, daß Schalke e i n Vorort von Gelsenkirchen ist, das sich mit seinen 335 000 Einwohnern als die größte Koh­lenstadt des Kontinents bezeichnet. Gelsenkirchen 'ist als Stadt noch jungen Datums, erst 1875 hat es SStadtrechte erhalten. In seiner Umgebung lag eine 'Reihe alter Bauerndörfer, die an der ' stürmischen Entwicklung regen Anteil nahmen. Zu ihnen gehörte auch Schalke, das durch die , Zuwanderung aus den Ostprovinzen, besonders auch .aus Oft Preußen, einen starken Aufstieg nahm. 'Daher erklären sich unter dem Namen der Fußball- ' sieger verschiedene Namen, die auf nicht westfälische . Herkunft schließen lassen. 1903 ist Schalke mit an- ideren Jndustrieorten nach Gelsenkirchen einge- im einbet worden. 1904 ist der berühmte Fuß- Iba llklub entstanden, dessen Mitglieder zum «großen Teil im Bergbau beschäftigt sind, weshalb (sie auch mit Vorliebe alsdie Knappen" bezeichnet iwerden. Von der Existenz des früheren Dorfes Schalke wissen außerhalb des Ruhrgebiets nur noch »wenige Zeitungsleser, aber die Fußballfieger haben »dafür gesorgt, daß dieser Name in ganz Großdeutsch- Uand ehrenvoll genannt wird.

Aus aller Wett.

5ie(e und Aufgaben des Deutschen Roten Kreuzes.

Frau Emmy Göring hatte als Gastgeberin die jFrauen der Offiziere, Beamten und Angestellten ödes Luftfahrtministeriums zu einem Werbenachmit- üag des Roten Kreuzes geladen. Von berufener Seite wurden den Gästen Ziele und Aufga­ben des Deutschen Roten Kreuzes dar- ggestellt. Nachdem ein Film über die Rot-Kreuz- Arbeit den Gästen das Wesen dieser Organisation lebendig vor Augen geführt hatte, erfolgte die Mebernahme der jüngsten Mitarbeiterinnen. Die Wattin des Generalfeldmarschalls übergab den Neu- »ingetretenen die Mitgliedsnadel des Deutschen Ro­ten Kreuzes und bestätigte durch ihre persönliche Anteilnahme die Bedeutung der Rot-Kreuz-Arbeit.

Das Autobusunglück auf der Großglocknerftrahe.

Die Zahl der Todesopfer bei dem Autobus- lunglüd auf ber Großglocknerstraße hat sich in­zwischen auf elf erhöht, da ein Verwundeter seinen Verletzungen erlegen ist. Die übrigen 21 Insassen He« Wagens befinden sich in schwerverletztem Zustand im Lienzer Krankenhaus. Die Verunglückten sind größtenteils Bauern aus Thüringen, die zur Landwirtschaftlichen Genoffenschaftstagung in Wien teilten. Sie hatten mit anderen Gästen aus dem Altreich im Anschluß an die Tagung eine Ostmark- iahrt unternommen, die sie zunächst nach Salzburg führte. Don dort wollten sie über die Großglockner- iftraße nach Kärnten gelangen. In der Haar­nadelkurve bei der Einmündung der Glöckner- ftraße in die, Reichsstraße in Heiligenblut stürzte der Autobus über eine 20 Meter hohe Stützmauer ab und blieb mit den Rädern nach oben liegen.

Schwere Unweller über Schlesien.

Schwere Unwetter gingen über Schlesien nie­der. Insbesondere wurde das Gebiet um den Königshainer Spitzberg in der Grafschaft Glatz, !0as oberschlesische und das Mährisch-Oftrauer Jn- ^uftriereoier heimgejucht. Die Straße von Königs-

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Hauptzufahrteftraßen:

A. Obrrlahnftcln - St. Goarehaufen - Retdienberg - Reittenhaln - Nteöer- Wallmenach - Bornich

G. Frankfurt-Wiesbaden - ßäberftr. - Holzhaufen - Naftitten - Bogel Nleöer-Wallmenach - Bornich.

C. Taunuegeblet -Welfel - Bornich.

D. Rheinuferflraße - Kaub -Wetfel - Bornich.

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Parkplätze:

P i Sl Goarehaufen Pt Loreley

Aufmarfchftraße:

(Für «tOen Äutootrttehr gefpfrrt)

St Goarehaufen - Forftbach

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NSG. Auf der Lore­ley, der Festspiel- und Feierstätte des Gaues Hessen - Nassau, finden Proben des Arbeitsdien­stes, der Hitler-Jugend und der Städtischen Büh­nen Frankfurt a. M. statt, die an der Sonnwend­feier am 21. Juni und an den Freilicht­aufführungen des Wilhelm T e U" Mit­wirken. Die Einweihung und Uebergabe der Lore- lei) finden am Mitt­woch mit der Sonn­wendfeier, die um 21.30 Uhr beginnt, statt. Nachdem der Reichs­arbeitsdienst die Festspiel- und Feierstätte in die Obhut des Gaues gegeben hat, wird die Sonnwend­feier durch Fanfarenzüge der Hitler-Jugend von der Burg Katz, dem Galgen­kopf und den gegenüber­

liegenden Hunsrückhöhen eingeblasen. Fackelträger marschieren sodann unter den Klängen des Mainzer HJ.-Musikzuges zum Feuerstoß in der Mitte des Platzes. Scheinwerfer strahlen die Fahnen an, die zu Seiten des großen Holzstoßes Aufstellung neh­men. Nach dem Anzünden des Holzstoßes ergreift der Stellvertretende Gauleiter Linder das Wort. Während der Nationalhymnen, die die Sonnwend­feier beschließen, leuchten Feuer auf dem Torturm und den umliegenden Höhen auf.

Mit dieser Weihe erhält der Gau Hessen-Nassau eine Festspiel- und Feierstätte, die zum Mittel­punkt des kulturellen Lebens im Rhein-Main-Gebiet wird. Zu großen Der- anstaltungen der Partei, zu Freilichtspielen usw. werden in Zukunft oft Tausende von Männern und Frauen unseres Gaues und darüber hinaus aus dem ganzen Reich und aus dem Ausland Besucher der Festspiel- und Feierstätte sein. Die günstige

Verkehrs läge der Loreley macht es allen Volksgenossen möglich, die Festspiel- und Feierstätte des Gaues zu besuchen. Von allen Rich­tungen kann die Loreley mit Fahrzeugen erreicht werden. Es bestehen Zufahrtsstraßen von Mainz am Rheinufer entlang, vom Taunusgebiet, von Frankfurt über Nastätten und von Oberlahnstein. Große Parkplätze sichern die Abstellung der Kraftwagen und Motorräder. Umfangreiche Maß­nahmen sorgen auch dafür, daß bei Massenbesuchen sich der Verkehr reibungslos und schnell abwickelt. Für den Aufmarsch zur Festspiel- und Feier­stätte ist die Straße von St. Goarshausen über Forstbach für den Autoverkehr gesperrt. Für die gesundheitliche Betreuung der Volks­genossen wird eine Reihe von Samtätsstationen er­richtet. Eine genaue Uebersicht über die Zufährts- und Aufmarschstraßen gibt unser Bild.

pMche Hemmungen des ileberseeflugverkehrs.

Auf der 18. Jahresversammlung der Gesellschaft der Freunde und Förderer der hamburgischen Schiffsbau-Lersuchsanstzalt hielt das Dorstandsmit- alied der Deutschen Lufthansa, Freiherr von Buddenbrock, der Organisator des Langstrecken- Luftverkehrs, einen Vortrag über den Stand und die Aussichten der Uebersee-Diensttechnik. Er zeigte, daß eigentlich nur drei Nationen einen regelmäßigen Ueberseeflugverkehr ausgestellt haben: Deutschland, Frankreich und die Vereinigten Staaten. Die Ver­suche Englands haben bedenkliche Mängel der Aus­richtung und der Ausbildung erkennnen lassen. Der Vortragende bezeichnete weiter den O h n e h a l t - flug der Condor-Maschine von Berlin nach Neuyork und zurück als eine erste Kund­gebung, daß die Frage des Passagier-Flug­verkehrs von Deutschland nach Nordamerika ihrer endgültigen Lösung entgegengeht. Ein ganz­jähriger Po st dien st üverdie Azoren ist heute schon denkbar, wobei mir allerdings für unser System die alleinige Erfolgschance voraussehen, falls eine verkehrsmäßig tragbare Regelmäßigkeit erfolgen soll. Die hauAsächlichsten Uedersee-Luft- strecken sind erschlossen zu mindest für den Postver­kehr. Der Passagierverkehr ist a u s d e r Pazifik- Linie eingeführt, im Südatlantik in diesem Jahre noch zu erwarten. Die schwierigste Aufgabe des Passagierverkehrs über den Nordatlan - ti k spielt in der Propaganda und in der Politik schon eine beträchtliche Rolle. Es ist auch schon in

einzelnen Exemplaren das Material vorhanden, das die notwendige Streckenleistung unter Anflug der Azoren besitzt; aber es fehlen bodenseitig noch Vorbedingungen, nämlich Häfen, die ganzjäh­rig benutzbar sind.

Mit unserem System des Po st Verkehrs sind wir heute schon davon unabhängig. In dieser Entwicklung stehen wir allein da, und wir werden in der Nutzbarmachung unseres Instrumentes p o - litisch behindert, bis die anderen in der Lage sind, die Eröffnung eines gemischten Verkehrs zumindest anzukündigen denn bis zur Durchführung ist noch ein weiter Weg. Dies ist um so bedauerlicher, als die Verquickung mit dem Passagierverkehr gerade auf dieser Strecke sich unbedingt nachteilig auf den Post­verkehr auswirken muß, so lange die Erprobung so wenig vorgeschritten ist und naturgemäß die Regel­mäßigkeit leidet, falls zur Vermeidung von Rück­schlägen die nötige Vorsicht beobachtet wird. Wäh­rend also technisch bereits ein Postverkehr im Jahre 1938 denkbar gewesen märe, roirb die Welt auf die­ser Strecke auf das modernste Transportmittel mär­ten müssen, bis die übrigen Interessenten mit ihrem Material fertig sind, und bann roirb die Post auch noch, abgesehen von der Regelmäßigkeit, langsamer befördert werden, weil eben die kommenden Passa­gierboote eine geringere Reisegeschwin­digkeit haben, als unsere reinen Postflugzeuge.

Hain nach Glatz ist an zwei Stellen unterbrochen. Reichsarbeitsbienst und Technische Nothilfe finb überall eingesetzt. In Glatz stauben bie tiefer ge­legenen Stadtteile unter Wasser. In Hemmersdorf wurde ein 60 Jahre alter Mann vom Blitz e r = schlagen. In Beuchen (Oberschlesien) hielten sich mehrere Arbeiter während der schweren Gewitter in einer Holzbaracke auf. Der Blitz schlug ein und verletzte einen Arbeiter so schwer, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus starb.

Der Vulkan Krakatau wieder in Tätigkeit.

In den letzten Tagen hat der Krakatau auf der vulkanischen Insel in der Sundastraße wieder stärkere Ausbruchstätigkeit gezeigt. In einer der letz­

ten Nächte sollen die Eruptionen eine bisher noch nie festgestellte Höhe erreicht haben. Dabei sollen sehr viele feste Stoffe mit herausgeschleudert worden sein. Obwohl noch keine unmittelbare Gefahr be­stände, seien die umliegenden Inseln doch von der Bevölkerung geräumt worden. Auch in anderen Teilen Niederlänbisch-Jndiens sollen zahlreiche leichte Erdbeben verspürt worden sein.

Devisenschieberbande in Genua verhaftet.

In Genua ist eine Devisenschieberbande von achtzehn Personen verhaftet worden. Es handelt sich hauptsächlich um Griechen und Franzosen, die für über zmölfeinhalb Millionen Dollar Devisen ins Ausland verschoben haben. Bei einer Durchsuchung

im Hauptbahnhof von Genua fand man eine Hand» tasche mit Pfund- und Dollarnoten im Werte von über einer Million Lire. Man nimmt an, daß auch diese Devisen von der Bande verschoben werden sollten.

Untersuchung derZqualus"-Katastrophe.

In Portsmouth (New Hampshire) begann eine Marinekommission mit der Untersuchung des Unter« ganges des noch nicht gehobenen U-BootesS qua- lu s". Die Aussage des ersten Zeugen Commander McGee von der Marinewerft Portsmouth ergab die Möglichkeit eines fehlerhaften Luftinduktions­ventils, welches Waffermasfen in das U-Boot hinein- ftrömen ließ. McGee erklärte, es fei. möglich, daß die Kontrollampe am Kontrollschaltergeschlossen" anzeigte, während das Ventil noch offen war.

Verheerender Wirbelsturm in Minneapolis.

Das Städtchen Anoka, etwa 20 Kilometer nördlich von Minneapolis. USA., ist von einem Tor­nado zerftört worden. Auch sonst wurde im Staate Minnesota großer Schaden angerichtet. So sind zahlreiche Hausdächer abgedeckt und Hunderte von Meter fortgetragen worden. Ebenso erging es vielen Automobilen, die durch die Lust geschleudert wurden. 20 Personen sind getötet und etwa 300 verletzt worden.

Drei Vahnarbeiter überfahren und getötet.

Drei Arbeiter, die mit Bahnunterhaltungsarbeiten auf dem Dorortgleis StuttgartLudwigsburg be­schäftigt waren, wurden von einem Triebwagenzug am Feuerbacher Tunnel überfahren und getötet. Die Schuldftage ist noch nicht geklärt.

Der Tod am Spieltisch.

Im Spielkasino von Sinaia (Rumänien) ereignete sich ein aufregender Vorfall. Der Bukarester Kauf­mann T h a n sprengte die Bank und gewann meh­rere Millionen Lei. Bei der Aushändigung des Gewinns wurde er vor Freude vom Herzschlag getroffen und war auf der Stelle tot.

Amerikanischer Ozeanflieger in Marseiile gelandet.

Das amerikanische FlugbootAtlantik-Clippers" ist auf seinem ersten F lu g über den Atlanti­schen Ozean in Marignane bei Marseille gelan­det, nachdem es in Lissabon eine Zwischenlandung vorgenommen hatte. Die achtzehn an Bord befind­lichen amerikanischen Pressevertreter und Rundfunk­berichterstatter erklärten sich sehr befriedigt über den Verlauf der von bestem Wetter begünstigten Luftreise.

Kleine politische Nachrichten.

Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, roirb sich nach Sofia begeben, um einer Einladung der Universität Folge zu leisten. Der Besuch dient der Ausgestaltung der seit Jahren von der Akademie für Deutsches Recht zur bulgarischen Rechtswissenschaft unterhaltenen freundschaftlichen Beziehungen.

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Der Reichspressechef Dr. Dietrich folgte einer Einladung des ungarischen Ministerpräsidenten Graf T e l e k i zur Mittagstafel.

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Reichsorganisationsleiter Dr. L e y ist in B u k a ° re ft eingetroffen, um an der Eröffnung der In­ternationalen Freizeit-Ausstellung teilzunehmen, an der deutsche, italienische, franzö­sische, bulgarische und griechische Freizeit-Organisa­tionen beteiligt sind.

Der Stabschef der SA., Lutze, nahm an der 700-Jahr-Feier der Stadt Rinteln an der Weser feil. Im Rathaussaal wurde dem Stabschef durch den Bürgermeister der Ehrenbürgerbrief überreicht.

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Reichsstatthalter und Gauleiter Konrad Henlein hat aus der Aufbauumlage des Stillhaltekommissars für Organisationen im Sudetengau 50 000 Reichs­mark zur ersten Hilfeleistung für die bei der B o - denbacher Eifenbahnkatastrophe Ver­unglückten gestiftet.

Aus Anlaß der gesetzlichen Verankerung der Tech­nischen Nothilfe sind ihrem Chef zahlreiche Glückwünsche zugegangen. U. a. von Generalfeldmar­schall Göring, Reichsminister Dr. Frank, Reichsmini- fter Ohnesorge, dem Oberkommando der Wehrmacht, Generalinspektor Dr. Todt, dem Inspekteur der Pio­niere, Reichshauptamtsleiter Hilgenfeld und dem Präsidenten des Reichsluftschutzbundes.

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Das SegelschulfchiffKommodore Johnsen" des Norddeutschen Lloyd, das sich auf der Heimreise von Port Lincoln (Australien) nach dem Kontinent befindet, ist laut Funkspruch vom 18. Juni auf 18 Grad Nord und 31 Grad West ge­meldet worden. An Bord befindet sich alles wohl.

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Die spanischen Offiziere, die als Gäste des Führers zum Empfang der Legion Condor nach Berlin gekommen waren, besuchten die Junkers- Flugzeug- und Motorenwerke. An der Spitze General Aranda sowie der erfolgreiche Kampf­flieger Major Calve.

Nach einer fStägigen Informationsreise durch Deutschland verließ der spanische Armeeführer Ge­neral Queipo deLlano das deutsche Gebiet. Dor seinem Abflug äußerte er feine uneingeschränkte Be­wunderung für die Einrichtungen Großdeutfchlands, vor allem für diejenigen sozialer Natur.

Das evangelische VereinshausHerberge zur Hei­mat" in Posen, das von den polnischen Be­hörden enteignet worden ist, roirb, wieExpreß Poranny" berichtet, in ein Touristenhotel umgeroanbelt, bereu es angeblich in Polen zu wenige gäbe. Der Wert bes Gedäubes roirb von bem pol­nischen Blatt mit 2 Millionen Zloty (über eine Mil­lion Reichsmark) angegeben.

Der Präsibent der portugiesischen Republik, Ge­neral Carmona, ist in Begleitung des portu­giesischen Kolonialministers Dr. Machado von Lissabon nach Kapstadt abgereift. Präsident Carmona folgt einer Einladung der südafrikanischen Republik.

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Elf Personen wurden verhaftet, die Vorbereitun­gen zu einem Anschlag auf den rumäni­schen Ministerpräsidenten Calinescu getroffen hatten. Zehn der Festgenommenen sind Werkmeister und Beamte des Bukarester Heeres- Munitiorisarsenals, der Elfte ist Pfarrer. Bei einem Beamten fand man 22 Handgranaten, die von den Werkmeistern des Arsenals eigens für den geplanten Anschlag hergestellt worden waren.