können auch Kisten so ausgestellt werden, d'aß sie I Gassicherung ist- vom Keller aus vorzunehmen, für die Durchlüftung abgerückt werden können. Bei! Vielfach wird auch die Deckenabsterfung^ unterlassen. ' ....... ' ' v r ________ in s,____.1 er—, cu«kfisf /int hi« ^rhnht» '-.imprnMr nßS ISUft-
Aus der engeren Heimat
Oie Volkslumsarbeit in unserem Gau
der Lahn gerettet. Für die Mit Entschlossenheit
Von ver Arbeit des Roten Kreuzes
jetzt
vor-
(Nachdruck verboten.)
29. Fortsetzung.
einer Bar angetroffen hat. Seinem Charakter
Einzelheiten an-
lch
7. in
ich
er
60, kg kg 13, 12,
5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Rpf.
Nach den vorliegenden Erfahrungen bestehen über die behelfsmäßige Herrichtung von Luftschutz-
Im Hinblick auf die erhöhte Sicherheit des Luftschutzraumes muß jedoch die Deckenabsteifung mit allen Mitteln angestrebt werden.
Die bisher behelfsmäßig hergerichteten Luftschutz, räume sind nach Maßgabe dieses Erlasses zu überprüfen und fehlerhafte oder unzureichende Aus. führungen abzuändern.
Erbanschüttungsn und Sandsackpackungen ist darauf zu achten, daß keine Feuchtigkeit auf die Hauswand übertragen werden kann.
Vielfach wird versucht, mit Sandsäcken oder Sandschüttungen über Lichtschächten von Kellerfenstern eine Gassicherheit zu erreichen. Sie roirb praktisch nicht damit erzielt, die Durchlüftung mirö erschwert und das Straßenbild verunziert. Die
früher war etwas los mit der Praxis; aber heute darf ein Spitalarzt in Efchelbrunn einpacken. Die
Umfangreiche Obstdiebstähle in Vilbel.
LPD. Bad Vilbel, 29. Oft. Dis Bilbeler Polizei hat jetzt umfangreiche Obstdieb- stähle festgestellt. Annähernd 40 Personen waren nach den bisherigen Ermittlungen an den Diebstählen beteiligt. Die Menge des gestohlenen Obstes ist noch nicht endgültig festgestellt; einige Zentner Aepfel wurden beschlagnahmt und dem Eigentümer wieder zugeführt. Die beteiligten Personen haben offenbar seit Wochen in der Vilbeler Gemarkung Aepfel geholt, Falläpfel sowohl wie Brechobst, teils für den eigenen Bedarf, teils haben sie auch Obst an Dritte verkauft. Im Laufe der Untersuchung hat sich herausgestellt, daß die meisten beteiligten Per. sonen schon seit Jahren ihren Obstbedarf weitgehend aus einem Obstbaumgrundstuck deckten, dessen Nutzung an einen Landwirt verpachtet ist.
Oeffentliche Anerkennung für jugendlichen Lebensretter.
Lpd. Wetzlar, 29. Oktober. Der Schüler Heinz Wicke aus Dorlar (Kreis Wetzlar) hat am
Juni 1939 ein Kind vom Tode des Ertrinkens
i fein Geld geht.
„Na und ich?" fragt er aufgebracht. „Habe vielleicht nichts drin stecken? Warum bezahlt denn nicht?"
„Er kann nicht, Herr Friedrich! Früher — bediene mich jetzt der Worte meines Chefs
20, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, % kg 4 Rpf., 5
40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, N 15 bis 25 Rpf., Birnen 15 bis 20, Zwetschen Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 8 bis Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch
gemäß malt Parsunke alle Einzelheiten anschaulich und mit Wonne aus und spielt sich als anstoßnehmender Ehrenmann auf, der nur behufs Ermittlungen in die Rolle eines Besuchers solch frivoler Lokale gedrängt werden konnte. Dann darf
MMmöerMinöi!
Roman von Walther kloepftr toporlQht by Hari Dtintftr Verlag * Berlin v 62
Der Schreiber Parsunke wird hereingeholt und schildert, wie er Dr. Severin in einem Kabarett anderes Mal in
mit einer Dame und ein
allgemeine Lage ist daran schuld, Herr Friedrich.
„»Allgemeine Sage', das hab ich gern! Und die 1500 Mark für das Bild, mit denen er sich in München gute Tage macht? Gehören die auch zur allgemeinen Lage? Das war doch — weiß der Himmel — gefundenes Geld, hätte er seine Schulden damit bezahlt!"
„Sie sind nur halb informiert, Herr Friedrich, entschuldigen Sie. Die 1500 Mark benötigt Doktor Severin noch dringend für München! Er ist auf der Suche nach einer neuen Existenz, und dazu braucht er Geld", verteidigte Nikoline.
„Halb informiert, sagen Sie? Hm. Dann erlaube ich mir die bescheidene Anfrage, ob der Besuch teurer Lokalitäten und von Schlemmergaststätten auch zur Existenzsuche gehört?" schreit der Hopfen- Händler höhnisch. „Herr Notar, ich kann durch Zeugen nachweisen, daß Doktor Severin seinen Großstadtaufenthalt dazu benützt, mein Geld in kostspieligen Lokalitäten zu verprassen. Der Zeuge wartet draußen; darf ich ihn rufen?"
„Bitte", näselt Notar Eberlein, dem Friedrichs Trompetentöne heftig mißfallen.
Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, Wirsing, kg 7 bis 8 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, % kg 5 Rpf., 50 kg 4 RM., Rotkraut, % kg 8 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Rüben, kg 9 bis 10 Rpf., Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat x/io 10 bis 15, Tomaten, >6 kg
** Männerchöre im Gießener Standort l a z a r e t t. Am Sonntag bereitete der Gesangverein „Eintracht" aus Watzenborn-Steinberg den Insassen des Gießener Standortlazaretts eine große Freude. Unter der bewährten Leitung von Eyren- chormeister Harnisch sang der bekannt gute Vereine eine Anzahl seiner schönsten Lieder, wofür ihm recht herzlicher Dank zum Ausdruck gebracht wurde. Am kommenden Sonntag wird ab 10.30 Uhr der
hat. Herr Friedrich hat deshalb am 9. Juni dieses Monats Antrag auf Zwangsvollstreckung beim Amtsgericht Arnfeld gestellt, dem stattgegeben wurde. Der Vollzug ist mir übertragen. Ich habe die Parteien heute vorgeladen, um den Fall, wenn möglich, in Güte beizulegen. Der Gläubiger hat meines Erachtens sehr loyal gehandelt. Er hat ganze fünf Monate nichts unternommen, dann wiederholt mündlich beziehungsweise schriftlich gemahnt; geben Sie das zu, Fräulein Ferber?
„Ja, gewiß."
„Dann hat Herr Friedrich den Rechtsanwalt Dücker mit der Sache befaßt und dieser hat eine allerletzte Frist gesetzt. Aus dieses Schreiben hat Doktor Severin überhaupt nicht geantwortet." „
„Reizende Manieren", wirst Friedrich gehässig ein, was ihm einen kalten Blick Nikolines einträgt.
„Ja", urteilt Notar Eberlein, „dieses Verhalten ist natürlich nicht sehr korrekt. Eine Entschuldigung wäre das geringste gewesen, aber sich einfach tot- stellen? Sind Sie sich denn über die Folgen der heutigen Aktion klar, Fräulein Ferber? Eine Hypothek ist ein vollstreckbarer Schuldtitel. Da gibt es also nicht erst lange ein Gerichtsverfahren, sondern es setzt automatisch die Zwangsversteigerung ein, wenn wir uns nicht einigen."
„Wollen Sie etwas bemerken?"
„Ich dachte, ein Spital ist eine gemeinnützige Anstalt, Herr Notar?"
| „Gewiß, aber auch solche Rücksichten haben ihre , Grenzen, liebes Fräulein. Ihr Chef ist bereits zwei- , mal mit den Zinsen im Rückstand. Das ändert die Sache ganz gewaltig. Schließlich kann einem Gläu- । biger nicht zugemutet werden, seine Forderung in den Kamin zu schreiben."
„Ich möchte hier erwähnen, daß Dr. Severin sich mit Verkaufsabsichten trägt", sagt Nikoline. „Diese werden aber durch eine Zwangsmaßnahme der ge- schilderten Art ganz erheblich gestört. Ich weiß nicht, ob Herr Friedrich besser fährt. Bedenken Sie : doch, meine Herren, Doktor Severin hat sein ganzes Vermögen in diesem unglückseligen Spital stecken!"
Herrgott, wie gebildet die redet, denkt Friedrich anerkennend und sicht Nikoline verzückt auf den Mund. Dann fällt ihm jäh ein, daß er nicht zum Gaffen und Bewundern da ist, sondern daß es um
NSG. Dolkstumsarbeit ist nicht Angelegenheit einer einzelnen Gliederung ober eines Verbandes, sondern sie findet chre letzte Erfüllung erst in der Zusammenarbeit aller Kräfte. Diese engste Zusammenarbeit ist besonders im Kriege wichttg. Aus dieser Notwendigkeit heraus hat die Abteilung „Volkstum und Brauchtum" der NS.-Gemeinschaft ,Lrast durch Freude" Gaudienststelle Hesfen-Nassau nach den vom Reichsamt herausgegebenen Richtlinien mit den Parteidienststellen unseres Gaues, der NS.-Frauenschaft, dem BDM., der HI., dem Reichsarbettsdienst für die weibliche Jugend und dem Reichsverband für Volksmusik in der Reichsmusikkammer ein Arbeitsabkommen über den gemeinsamen Einsatz auf allen Gebieten der KdF.- Volkstumsarbeit getroffen. HI. und BDM. stellen ihre Spielscharen zur Verfügung. Der BDM.-Land- dienst wird ebenso wie die Lagergruppen des RAD. für die weibliche Jugend die Ausgestaltungen von Dorfgemeinschaftsabenden und Mütterstunden übernehmen. Auch die Jugend- und Kindergruppen der NS.-Frauen schatt finden ihren Einsatz bei Feierstunden und Märchenspielen, und der Reichsver-
> Mängel bei behelfsmäßigen LnstMtzränmen
Eine Ueberprüfung angeordnet.
„Der Kirche?"
,Hch will es Ihnen erklären. Das Bild hing ganz ! früher einmal in einer dunklen Ecke der zum „Klö- ' sterl" gehörigen Kapelle neben dem Canisiusattar. Der Vorgänger unseres jetzigen Pfarrers hat es den damaligen Gemeindeschwestern für ihr Refektorium leihweise überlassen, well der Platz in der Kapelle zu feucht war. Das mag so acht Jahre her fein. Auch die Quittung hierüber hat sich zwischen alten Belegen gefunden."
„Dann verstehe ich nicht, wie die Stadt überhaupt auf den Gedanken kam ..."
„Ganz einfach. Das Bild ist mit dem anderen Armenhausinventar und den Schwestern nach dem Umbau in das neue Heim übergesiedelt, und da glaubt die Bürgerschaft halt, es stamme von der Gemeinde. Auf dem Rathausspeicher liegt ja noch eine Menge solcher Kram, wertlose alte Oelbilder, Bettgestelle, Kästen und Tische. Sie dürfen nicht übersehen, daß das Bild erst jetzt eine solche Beachtung findet, während sich vorher kein Kuckuck darum gekümmert hat. Tja, der Fall Cranach ist in ein neues Stadium getreten!"
„Eine verzwickte Sache", lächelte Nikoline. „Wenn das sttmmt, hätte Doktor Severin das Bild ja gar nicht veräußern dürfen?"
„Ganz recht Fräulein Ferber; aber man wird ihm zubilligen müssen, daß er hu guten Glauben geh arbeit hat. An Stelle der Stadt wird sich nun halt das Ordinariat mit Leinfelder herumbalgen | müssen. Und das ist ein schwieriger Herr, sag' ich Ihnen. Die damaligen Schwestern, die Kenntnis' von dem Bild hatten, sind nicht mehr da, sind ge-; starben, ob gelöst ober versetzt. Die neuen wissen von nichts. Trotzdem. Maßgebend ist die Empfangsbescheinigung, die der Stadtpfarrer in Händen hat, und die ist richtig. Er hat sie mir selbst gezeigt", schließt der Konsul. Dann wird er schweigsam, denn fein Gang aufs Finanzamt fällt ihm ein.
Beim Notar platzt Nikoline auf Herrn Friedrich, der sich bei ihrem Eintritt ins Wartezimmer er-! hoben hat.
„Sie hier? Ich nahm an, Ihr Ches käme?"
„Sie müssen schon mit mir vorlieb nehmen, Herr Friedrich. Doktor Severin weilt in München", erwidert sie kurz. Nach ein paar Minuten werden sie vorgelassen. Notar Gberlein prüft Nikolines Voll-1 macht.
„Es wäre besser gewesen, wenn Ihr Chef selbst gekommen wäre. So muß es halt ohne ihn gehen. Ich möchte zunächst einmal die Rechtslage kurz skizzieren. Wie sie wissen, Fräulein Ferber, handelt es sich darum, daß Herr Friedrich die am 1. Dezember und 1. Juni fälligen Zinsen nicht echalten
räumen in bestehenden Gebäuden zum Teil unrichtige Auffassungen, zum Teil sind bei der Ausführung Fehler begangen worden. Zur Abstellung dieser Mängel hat der Reichsluftfahrtminister und Oberbefehlshaber der Luftwaffe die örtlichen Luft- chutzleiter, den Reichsluftschutzbund und die Reichs- ;ruppe Industrie mit ausführlichen Weisungen Der» ehen.
Diele Zweifel werden durch diesen Erlaß . _ geklärt. So sind Notauslässe in vielen Fällen entweder falsch angelegt, oder überhaupt nicht gesehen worden. Auf ausreichende und richttg ge-
bildern, die aus dem Wege der nachbarlichen Hilfe von Wetzlar aus den Grundausbildungskurs durchführten, den Teilnehmern des Kursus für ihren Fleiß und die Bereitstellung, im DRK. Dienst zu tun, und den Vertretern der Parteiorganisattonen für ihr Erscheinen und Interesse. Der Kreisführer, Oberfeldführer Dr. Lotz, wies auf die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der NSDAP, und ihrer Organisationen mit dem DRK. hin. Die Veranstaltung fand sowohl für die neuen DRK.-Anwärter und --Anwärterinnen, als auch für die Gäste einen besonders schönen Abschluß durch ein gemütliches, kameradschaftliches Zusammensein mit Soldaten.
Rundfunkprogramm
Dienstag, 31. Oktober.
12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Werkskonzert in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft ,Kraft durch Freude". 14: Nachrichten. 14.15: Zauber der Melodie. 16: Nachmittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Hamburg. 17: Nachrichten. 17.10: Konzert. 18: Ruf ins Land. Berichte vom Landes- ernährungsamt. 18.15: Nach des Tages Arbeit. Es spielt das kleine Orchester des Reichssenders Berlin. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutschlandsender. 22 bis 22.15: Nachrichten.
Mittwoch, 1. November.
6 Uhr: Landvolk, merk' auf!. 6.10: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 8,20: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.35: Musik am Vormittag. Ausführung: das Rhein-Mainifche Landesorchester. 10: Frohe Weisen. 11: Blasmusik. 12: Stadt und Land — Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. Kleines Orchester. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nack- richten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... Io: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Otto Dobrindt spielt. 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertra- ■gung vom Deutschlandsender. 22 bis 22.15: Nachrichten. ___________________
ausgesührte Tat spricht dem Retter im Namen des Fichrers der Regierungspräsident in Wiesbaden öffentlich seine Anerkennung aus.
Landkreis (Biehen
)—( Ruppertsburg, 30. Oft. Das M ü t- ter-Ehrenkreuz 1. Stufe (in Gold) erhielten in letzter Woche die kinderreichen Mütter Luise Konrad, geb. Thom, Katharine Hoffmann, geb. Schad, und Anna Fleischhauer, geb. ißiüa. — Aus unserer kleinen Gemeinde konnten bis jetzt durch die Genossenschaft 8 Waggon Aepfel verladen werden.
Kreis Bübingen
g. Schotten, 29. Oft. Die Holzhauerei fjat schon überall eingesetzt. Der Zweigverein Schot- ten vom V H C. führt seine Abendwanderungen durch, an denen sich jeweils viele Mitglieder beteiligten. — Der SchottenerMännerchorhat seine Gesangabende wieder eingerichtet und ttihrt die Singstunden regelmäßig durch. Für unsere Feldgrauen sind von der H I. Bücher und Lesematerial | ein gesammelt worden. — Forstmeister Bruch- Häuser und Forstassessor Vetter von hier sind nach den neu gewonnenen Gebieten im Osten abbeordert worden, um dort forstliche Ausgaben zu übernehmen.
Annerod.
In Gegenwart des Ortsgruppenleiters, des Bürgermeisters, der Leiterin der NS.-Frauenschaft und des Vertreters des RLB. ging am Sonntag in Annerod ein Grundausbillmngskurfus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK.), an dem sich Frauen und Mädchen sowie auch Männer beteiligten, mit einer Prüfung zu Ende, die für alle Teilnehmer zu einem erfolgreichen Ergebnis führte, wie der Vertreter der Kreisstelle Gießen, Dr. T r aut- ma n n, in feinen Danfesworten zum Ausdruck brachte. Besonderen Dank sprach er Sanitätsrat Dr. Gengnagel aus Großen-Bufeck aus, der/sich, wie schon wiederholt, auch in diesem Jahr wieder mit seinen hervorragenden Kenntnissen und seiner vorzüglichen Lehrfähigkeit in den Dienst des DRK. gestellt hatte. Der Ortsgruppenleiter knüpfte an die Worte des Vorredners, die den fünftigen Helfer an seine ernste, verantwortliche, aber lohnende Aufgabe erinnerten, an, indem er auch an die Vordringlichfeit in der Ausübung der ersten Hllfe appellierte. Mtt dem Gruß an den Führer, den Schirmherrn des DRK., endete die Veranstaltung.
Allendorf (Lohn).
Am Samstag ging in Allendorf (L ahn) ein Grund-ausbildungskursus des DRK. zu Ende, dessen Durchführung und Prüfung in den Händen bewährter Führer des DRK., Kreisstelle Wetzlar des DRK.-Oberwachtführers Müller und des DRK.- Arztes Wachtführer Dr. ©tangier, mit Unterstützung durch die Wachtführerin Volk lag. Die stattliche Zahl der Prüflinge legte in Anwesenheit des Ortsgruppenleiters Lenz, des Bürgermeisters Faber und des örtlichen Luftschutzleiters Kimmel Zeugnis ab von ihren Kenntnissen über die Entstehung und Gliederung des DRK., über den Aufbau und über die Funktionen des menschlichen Körpers und über die Erste Hilfe bei den verschiedensten Verletzungen. Der Kreisführer DRK., Oberfeldführer Dr. Lotz und der derzeitige Leiter der Führungsabteilung Dr. Trautmann dankten im Namen der Kreisstelle Gießen den Aus-
Als Nikoline ins Postauto steigt, tritt Herr von Depenau galant zurück. „Bitte, bitte, nach Ihnen, mein Fräulein. Muß auch nach Arnfeld, Kleinigkeit mit dem Finanzamt zu regeln", erklärt er und sieht niedergeschlagen aus. Seine Höflichkeit und deren Wortschatz stammen aus den neunziger Jahren.
Auch Nikoline ist von Heiterkett meilenweit entfernt. Sie ist zum Notar Eberlein vorgeladen in Sachen Friedrich gegen Severin. Ueberdies hat sie Kümmernisse wegen oer~ Praxis, die unter Dr. We.iz sichtlich zurückgeht. Sie weiß, daß es töricht ist, sich um fremde Leute abzusvrgen, aber sie kann über ihre Natur nicht hinaus.
„Schönes Wetter heute, nicht?" beginnt artig der Konsul, während sich das Postauto mtt viel Geräusch in Bewegung setzt.
„Wunderbares Wetter, Herr von Depenau. Der Hopfen steht gottlob gut bis jetzt." Die meisten Eschelbrunner Gespräche drehen sich um den Hopfen.
„Schon das Neueste gehört?"
„Was meinen Sie damit?"
„Unsere guten Eschelbrunner haben sich ja köstlich blamiert. Da machen sie mit diesem Bild ein Getöse, fahren sogar bis ans Ministerium, und dann stellt sich heraus, daß das Bild ihnen gar nicht gehört!"
„Was Sie sagen, Herr Konsul!"
„Unser Stadtpfarrer — das ist doch so ein alter Tüftler — hat jjerausgefriegt, daß das Bild Eigentum der Kirche ist. Tableau. Bis jetzt weiß es noch niemand als ich. Die Gesichter unserer Stadtväter möchte ich sehen!"
Gießener Gesangverein „Heiterkeit", der fett drei Wochen bereits feinen Uebungsbetrieb wieder ausgenommen hat, diese schöne Einrichtung unter seinem Ehrenchormeister Wilhelm Schöttler, Gießen, fortsetzen.
** 70 Jahre alt. Der Schuhmachermeister Johannes Kneipp, Großer Steinweg 3, wird am morgigen Mittwoch, 1. November, 70 Jahre alt. Herr Kneipp befindet sich bei bester Gesundheit und übt noch seinen Beruf aus. Seit über 40 Jahren ist er Bezieher seines Heimatblattes, des Gießener Anzeigers. Wir gratulieren dem Jubilar herzlich zu feinem Geburtstage.
** Städtische Bücherei. Im Oktober sind 1494 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Literaturgeschichte 3, Zeitschriften 20, Gedichte und Dramen 18, Erzählende Literatur 919, Jugendschriften 203, Länder- und Völkerkunde 93, Kulturgeschichte 1, Geschichte und Biographien 140, Naturwissenschaft und Technologie 51, Heer- und Seewesen 28, Haus- und Landwirtschaft 2, Gesundheits- lehre 3, Religion und Philosophie 1, Staatswissenschaft 12 Bände.
der dienernde Parsunke wieder abtreten.
Auf Notar Eberlein machen feine Worte einen schlimmen und nachhaltigen Eindruck. Wenn ein Mann mit Schulden sich solche Dinge leistet... na ja, Cberlein räuspert sich und putzt feine Brille.
„Gott, das ward wahrscheinlich aufgebauscht sein; wir wissen fa die näheren Umstände nicht", verteidigt Nikotine weiter; aber es klingt nicht recht überzeugend. Sie muß zuviel an die Fabri denken. Und so kommt der Nachsatz: „Ich jedenfalls kenne meinen Chef als nüchtern und sparsam" nur matt über ihre Lippen.
„Sie sprachen vorhin von Derkaufsabsichten, Fräulein Ferber", beginnt der Notar. „Wie weit sind diese gediehen? Sind ernsthafte Reflektanten da?"
Nikoline muß die Frage leider verneinen. W*- sie berichtet von ihren Bemühungen, von den Jns^ raten, von den Führungen und schließt mit der Hoffnung, daß sich schon ein Käufen finden wiro.
(Fortsetzung folgt.)
„Jetzt, wo es auf 6 Uhr geht? Das ist ganz aus- geschlossen, ich habe eine Verabredung. Hat das nicht ois morgen früh Zeit?"
„Sind Sie tatsächlich so harmlos oder stellen Sie sich nur so? Los! Machen Sie keine Geschichten, Herr", befiehlt der Beamte.
„Soll das eine Verhaftung sein?"
„Sie hoben es erraten."
Severin sucht mit zitternden Fingern nach seinem Hut, will Einwendungen machen und unterdrückt sie; schließlich verläßt er betäubt, von dem Beamten gefolgt, das Zimmer.
band für Volksmusik in der Reichsmusikkammer stellt vor allem feine VolksmuMapellen für Musik- abenbe zur Verfügung.
Das Programm der gemeinsamen Volkstumsarbeit umfaßt offenes Singen, Feierstunden, Gemeinschaftsabende, Dorfabende ernster und froher Art, Mütterstunden, Puppenspiele, Laienspiele, Märchenstunden, Kammermusikabende, kleine Konzerte und Spielfahrten. Schon im November werden Puppenspielgruppen im Rahmen der KdF.- Wehrmachtsbetreuung in den Lazaretten zur Unterhaltung unserer Verwundeten zum Einsatz gebracht werden. Außerdem sollen bei der Volks- tumsarbeit in den Betrieben und bei den Dorfabenden in den nächsten Monaten Puppenspiele vorgeführt werden.
So wird die gemeinsame Volkstumsarbeit aus ihrem gemeinsamen Einsatz und ihrem gemein* samen Erleben heraus dazu beitragen, in der Stadt, im Dorf und im Betrieb die Geschlossenheit der Gemeinschaft im Gau Hessen-Nassau zu festtgen und zu fördern.
legens Notauslässe muß jedoch mit aller Sorgfalt geachtet werden. Wenn im Luftschutzraum nur ein Fenster vorhanden ist, ist es ratsam, dieses Fenster, auch mit Rücksicht auf die Durchlüftung des Raumes 3um Notausstieg auszubilden. Ist kein geeignetes Fenster vorhanden, so muß ein Notausgang durch anschließende Räume vorgesehen werden. Notausstiege durch Fensteröffnungen müssen so hergerichtet werden, daß ein Aus steigen auch tatsächlich gewährleistet ist. Fehler sind auch bei der Herrichtung von Splitterschutzvorrichtungen beobachtet worden. Es ist darauf zu achten, daß das Straßenbild nicht verunstaltet wird. Nur vor Fensteröffnungen, die über die Erdgleiche, zum Beispiel den Bürgersteig, hinausragen, sind Splitter- fchutzvorrichtungen notwendig. Für Fensteröffnungen, die vollständig unter Erd gleiche liegen, sollen sie umgehend entfernt werden. _________
। Der Erlaß gibt weiter Richtlinien für die 23er- I wendung von Sandsäcken als Splitterschutzoorrich- ! tuna. Die Rohstoff läge am Jutemarkt zwingt zu größter Sparsamkeit in der Verwendung von Jul-e- säcken, die vor allem für die Ernährungs- und ' Landwirtschaft bestimmt sind. Die Verwendung von Jutesäcken- für jetzt noch zu errichtende Splitterschutzvorrichtungen wird untersagt. Für Vorrichtungen aus Sandsäcken dürfen nur noch Säcke aus Bitumenpapier ober aus imprägniertem Papiergewebe, benutzt werden. Die beretts als Splitter- schutzvorrichtung technisch richttg verwendeten Jute- säcke brauchen nicht entfernt zu werden. Sie müssen aber durch Abdeckung mit Holz, Pappe oder auf ändere Weise gegen Verrottung durch Nässe geschützt werden. Ein Anstrich mtt Kalkmilch zur besseren Kennzeichnung während der Verdunkelung hat zu unterbleiben, da Kalkmilch das Jutegewebe zerstört.
Vielfach werden bei der Herrichtung des Splitterschutzes die Fenster des Luftschutzraumes durch Erd- anschüttungen vollkommen zugebaut, manchmal sogar überflüssigerweise die Fenster der nicht als Luftschutzräume hergerichteten Nachbarkeller. Solche falschen Ausführungen müssen auch im Interesse der Gesunderhaltung des Gebäudes vermieden werden. Licht- und Luftzuführ müssen gewährleistet sein, entweder durch Benutzung eines Fensters als Notausstieg, oder durch Oeffnen von Fenstern und Türen. Zu diesem Zweck ist die gassichere Abdichtung bei den zur Durchlüftung notwendigen Fenstern und Türen auszuführen. Als Splitterschutz


