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— Ernst Ben fard: Das literarische Porträt des Giovanntmo&ue. Ern Beitrag zur GeiÄchte der Kunst- geschickt München 1917, 8^r4ag F. .B ruckman n. — Giovanni Cimabue, dcnr italienischen Maler des 13. Jahrhunderts, den: Begründer dev neuen italienischen Vtalerei, dessen Streben danach ging, der starren mrd typischen Form des Byzantinismus ent-, gegenzuorbeiten, nüdmot Ernst Bankard eine tiefgründige Arbeit, die dem Kmrsthlstoriker, dem Forscher manchen neuen Hinweis ver- sckZaffen wird. Ist es doch gerade Eimabue, über dessen Autorschaft vei aus seiner Zeit stammenden «^en lebhaft gestritten wird. Nur eilt Merk des Meisters hacken wir, das urkundlich ihm seüre Entstehung zu verdanken hat, das Mosaik bAV "des tymnsützm Heilandes und deS Evangelisten Johannes in der des
Domes zu Pisa. Den Schluß auf das Bestehen weiterer Wekis können wir nur aus Basari zic^u, der für dieft eintritt. Tür die überlieferten Basarisdellen, f-errrec an Tante, an Phüippo Bellari, Lorenz« Ghiberti und Christofovo Landrno lehnt sich Bsnkard an und versucht das Ansehen Eimabu.es zu vermehren, unter Heran» zirhung von Kunsthistorrograph«!, die die Bockeutung Cimabues zu schätzen und würdigen vermochten. Cirnabue ist von überrag erch-cr Bedeutnirg für die Kunst des 13. Jahrhunderts. Er ist der Begründer des Kunst-Dogmas, daS in prrgßrr Berührung mit Giotw steht. — Ben'kards Arbeit ist nicht für den Laien geschrieben, wohl ater für den Forscher, dem es eine Frille von neuen Ausblicken eröffnet. Ihm sei es wärmstens empfohlen.
— Der Bölkerkrieg. Eure reich illustrierte Chronik der Ereignisse seit dem 1. Juli 1914. Herausgeg^chen von Tr. C. H. Baer, Verlag von Julius Hofftnanu, Stuttaart. Heft 147 und 148, Preis je 40 Pfennig. — Tie neulich erschienenen Hefte 147 und 148 des „BRilerkrieg" sind in der Hauptfachs Italien gewidmet. Tiefes Land spielt in der Entente eine Rolle, die in, mancher Hinsicht mit der Rußlands verwandt ist; besonders trifft auch das eine ifür Italien zu döst seine ganze Haltung im Krieg von den sehr unsicheren inneren VechUtnissen beevnftnßt iv-rrÄ, und ohne Aveckel bereiten sich hier Dinge vor, die für den Ausgang des Weltkriegs von größter Bedeutung fein werden. Im Hinblick auf diese Möglichkeiten liest man.mit gespannten! Jutereffe die aus- ftchrliche und sachkundige Darstellung der inneren Vorgänge und Zustände Italiens im 4. Kriegs Halbjahr, die aus öffentlicher Szene und mit höchst dramatisckrer Belebung hervor traten in der 3. und 4. Kriegs tag,»ig des Parlaments, loelch letzter e unter dem Eindruck der österreuhischen Offensive r^s.r Szurz des Kabinetts Salandra berberführ de. Aus dem wrrren und le^enschaftlich«, Getriebe um die italienische KriegspolitiS heben sich zwei starke und für die Krivgsaichänger immer bedrohlicher toerdende Erscheinungen hervor: die nüchterne und kühne, adle lltgnerische ?Rache offen befehdende Politik der Sozialisten, tvelch» bei ihrer Zialbenmßtbeit und Fmrchtbosistkeit zu gegebener Zeit vielleicht entscheidende Erfolge wird erringen können, rrnd dre goostc wrrtfchrftliche Not mid drückende AbbängigSeit des Landes, die in »ositen KrersM imnrer steigende Erbitdevung gegen den Krieg irnd die Kriögsmscher her- vorruft. In sehr anziehender Weise wird auch das merkwürdige, fast rätselhaft erscheinende Verhalten Italiens gegen Dentsckchrnd, sein langes Zögern vor der drruger^ geforderten Kriegserklärung mit wirtschaftlichen Verhältnissen einleuchtend erklärt nrch dabei ein wichtiges Stück ZuLarftspolitck angeschnitten. Zu dem Kapitel ^Italien und Deutschland" wevdsn noch einmal die amtlichen Auslassungen von beiden Seiten zusammengestellt. So wickelt sich in diesen Heften ein leidenschaftlich bewegtes Bild italienischer Irr- uüd Wirrnisse mit deutlich erkennbarer Bewegung der Triebfedern vor uns ab/ eine Lektion in praktischer Politik, die denr Leser bleibende Einsichten vermittelt. — mid) das Kapitel über den Vatikan !§pd seine Bemühungen um den Frieden darf gerade gegenwärtig hohes Juteresw bsanspruchen. — Tie Bilder bringen uns eine Reihe italienischer .Politiker und Kriegsszenen von ver° schiede,wn Scl^auplätzen.
— Jugendliebe. Rmnan aus Alt-Berlin. Bon Felix Phifttzpi. Verlag: August Scherl G. m. b. 5)., Berlin. Preis 3,5# Mark. — Tie alte und doch ewig neue Geschichte von junger Harzen Glück und Leid stellt Felix Philipp! in die Zeit des langsam zur Weltbedeutung heranreifenden Berlins. In diesem Berlin wachsen die Spielgefährten auf: im stolzen Vorderhause der verwöhnte, einzige Sohn des reichen Buchhändlers. im niedere,! Seitenflügel das liebreiznlde Töchderchen des Buchhalters. Der enge Aos mit seinern alten Brimnen und der anschließende prinz-
)ark mit seinen dichten Laubgängen sind ihre KindernÄt, und wie der Verfasser die beiden jungen Menschenkinder mit lebendiger 5kraft zeichnst, so schildert ec die verträumten stillen Win- Sck der guten alten Zeit. .
crn 77 Tie Schaubühne, Wochenschrift für Politik, Kunst, Wirffchatt, herausgegeben von S!egfricd Jacobsohn, enthält in der Nummer 49 ihres dreizehnten Jahrgangs: Staatsinannische Demokratie, von Gerrnanicus Zum Problem der Demokratisierung, von Moritz Goldstein. Zu diesem Krieg, von Theodor Heczl. Bon der inneren Geschlossenheit, von Erbe. Ter Menschen Hasser, von A. H Zeiz. Ton Carlos, von S. I- Gefahren von Dtax Epstein. Tor Maronibrater, von Alfred Polgar. Z. E. G., von Lora Aus Antworten.
. — Kleine s Prlzkuochbuch. Für Kriegs- und Fried«!--, zecken. Aniverstmg zu sackigenläßer Behandlung und Zubereitung der Pilze tm einfachen bürgerlichen Haus^ckt. Bon Emma und Eugen Grambera. 64 Secken. Gel-eftet 0,60 Mark. Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig.
cm •“ ^. ie letzten Acht von S. M. S. „Franenlob". Mcme Kriegsfahrten auf e>. M. S. „Frauenlob" bis zu ihrem Untevgang; das Lchicksal der acht Ueberleb«!den. Von Fähnrich z. See Malter Stolzinann. Preis 1 Mark. Stuttgart, Verlag von Jlckius Hoffmann.
— Frvntvffiziere. Roman von Otto von Gott-, der g. (Verlag von UlMein & Co., Berlin.) Pvvis 4 Mark. Em vWmcu! von 1914, gr^ckMebsn mit einer stürmenden Kraft, die alles wisder so erlebt, als ob noch die groß«! Empfiudnnasn des) Krv'gtzlmfangs die Herzen mit ftch riffen. Ein Ronran der Marne- lchlacht ; denn sie ist der Höhepunkt des in jähem Tempo vor«^ wärtSgesührten Ge^cheheils.
m -T- Hendschel, Kunterbunt, 86 Skizzen.
Prsrs 1.50 Mark, PapjÄxuid 2 Mack, Verlag von Jnlius Hoff-l n««in, >Ltuttgar1.
— Tie linke Landgräfin. Eine Historie von Peter Aergell. Geh. 3^50 Viar^ geh. 5 Mark. Max Heffes Verlag BcrlniW 15. — Daß Milipp der Großmütige mit Martckr Luthers Erlaub,!is eine rochRsMtige Doppelehe sckKoß, galt allezeit für em rntersffmrtöS Goßchehnis deutscher Reformateonsgeschichte. ^as Lebensbild der „linken Laitdgräftn" aber führt uns vor Augen, welch ein ergreifendes rein menschliches Problem der Verlauf dieser Biaamie aufrollt.
' L e ** Kbrr. Die Harfe. Vierundzwanzig §Äc. (S. F ischer, Verlag, Berlin.) Geh. 1,50 Mark, geb. 2,50 Mark, — Dies sind GelegenheitsgDichte von bleibende,» Werte, gedorm aus der inbrünstigen Hingabe an jede- Eclecknis eines toachfelq vollen Daseins. Leicht beflügelt tknnnien sie daher, und sengt vsn pathetlschem Zivange, imd schaffen der bewndeven Eingebung um Etimuruna deS Moments lieblick^e Leibhafti^oit, indem ste d^ schmerzhaften oder witzigen, evotischvn oder künstlerischen Ereignis^ m ihrer ganzen Süße auÄosten.
— Der Sinn und Wert des Lebens. Bon Geheim- rat Pros. Tr. Rudolf Encken. 5. völlig um gearbeitete Skuftage. £8-—20. Tausend. Gebunden 4,40 MaA. Verlag von QuÄleöi Meyer.
— Häusliche Bu in enpfleg e. Eine Arckeitung zur Pflege der dankbarsten Zinnner- und Balkonpflanzen. Von Paul [• F. Schulz. (Naturwiffenschaftliche Bibliothek.) Geb. 1,80 Ml. »erlag v«! Quelle L Meyer in Leipzig.
.— Die Weltliteratur, Heft 49 enthält: Detlev von Lnrenkron: Portepeefähnrich Schädig, Verloren, Adjutant«!liUe
Gießener Hausfrauen-Berein. Kochanrveisungen.
Vorzügliches, billiges KviegSgebäck.
Gefüllte Hörnchen. Vs Pfund geriebene, aeSockLe dofteln, Vs Pst», gesiebtes Kriegs,nÄ-l. l U Pfv. ZuÄer, 1 Ei, 1 Ä7 spitze Ammonium, einige Löffel Milch oder ButdermÜch. alles wird gut untereinarckrergemsngt, der Teig ausgevollt, B.. ausgestioch»! und diese mit Llepftln oder Marnrelade gesüklt zu Hörrvchen geforint.
Falsche Schokolademakrvnen. Vs Pfund gMt Vi Pftmd Zucker, 1 Ei, Vs Backpulver, Mannelade oder Zw^fttzoie Honig. Tavon wird ein Teig bereitet, den man nitt einem fiSfS aufs Msch jetzt.
» - .dutte,r milch Plätzchen. Vs Pfund Kriegsmeht, V/Pftmd Ämter, 1 Cu 1 Backpulder urL so viel Buttermilch, daß es dmm Teig zum Ausvoll«! gibt. Davon kleine Kuchen ausstechen, backan und glasieven.
Äasler Lebkuchen. Vs Pfund Kunsthonig oder Gelee, Vs Pwnd Zucker, 1 Pfnnd Dtehl, 2 Eier, 1 Messerspitze Muskat. Nelken, Zrmt, 1 Teelöffel Backpulver. Ter Teig wird ausaerollt m.Eckchen geschnitten, dunkel gebacken und mit Glasur bestrichen^ Keks. M ~
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Backpulver, ___ __ r
und kleine Kuchen davon backen, die man vorher no$ mit 'einer stärkeren L-trickrmdel bestechen kann.
. Einfache Glasur., 1 Wöffel Zucker, 1 Eßlöffel Wässer, ein Zaar Tvovsen Essw- ^res laßt man zusannnen '{frdvn. bis Var Df, und bestreicht damit das kalte Gebäck
Gleichklang.
Oft macht' ich ste drohend, von Zorn be,neisterd Doch er tm Theater hat mich begetstart
(Auflösung in nächster Numrner.)
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Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer l v Ti« Feder verdirbt ost, war das Schwert gewann.
Schrcktteituua: W. Meyer. — Zw'.Llingsrunddrnck der Brühl'scden Unv.-Bnch- und Steindruckerei. R. Lange, Gießen.


