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Schreibtisch zurück wck» knirsckste diskret mrt den Aätzren, Er wußte sich drein fügen, das; er kein Thema !>abe und auch keines haben werde, denn in dieser Nacht wollte ihm absolut nichts ernlallen.
Ta. aus deni Höhepunkt der Verzagtheit und VerzwepUmg begannen sich plötzlich seine Züge zu besänftigen. Lem Gesicht druckte iiun Schlanlistr gemischt mir Betrübnis aus. Ter^unve- teil' ,ite Zusclxroer hatte meinen können, dem l)ervorragendeu L>:yrnt- sieller sei dennoch eine gute Idee gekommen. Und rat, mm ick, es tyar chm eingefallen, daß ihm nichts eingefallen sei, und da., er, wenn er dies niederschriebe, daraus ebenso Geld machen könne, als ob chm etn«s eingefallen wäre.
Und wtzt iä>aute er schon ffc>U und triunrphierend aut da» leer? Pamer. Er hatte den,roch gesiegt'. Noch nnc Minute und er wird daä Papier nrit schwarzen Buchstaben bedecken. Dock) — seltsamerweise' — jeist beeilte er sich nicht mehr, hatte ,ogar dac Gefühl, er bedürfe gar nicht so sehr der hundert Kronen, ^a, er bedürfe ihrer überhaupt nicht. denn man mutz nicpt immer billige Zigarren rauchen, mitunter tun'» auch bie teuren. x\t Haiststsache war, das- ihm schließlich und endlich doch etwa» em-
^ als'die Uhr des benachbarten Speise Emmers mit dumpfen
Schlag eil' die dritte Stunde verkündete, brummte der hervorragende Schriftsteller zufrieden: , , . , '
, Ich lmbe die l>eutige Nackt nicht vergeblich durchwacht. Gearbeitet habe ich wohl nicht, aber ein ausgezeichnetes Thema ernnidcn. Ick ,verde cs mir ansschreiben, werde es snr spatere, schlechtere Zeiten ausheben, für Zeiten, da mir überhaupt nichts
Und er notierte sorgfältig bas Thema in das kleine Büchlein, versperrte das Lädchen des Schreibtisches und ging schlafen.
yennijebte«.
* I n das Ne ich der Ameisen schauen, kommt einem Blick in ein Wunderland gleich. Und wer sich mit diesem kleinen, arbntsfreudigen Völkchen näher beschäftigt, wird aus dem Erstaunen nickt herauskonlmen. Heute mag oin wenig über die Ameisen im Dienste §xs Gartenbaues geplaudert werden, auf iG'.-und eines Aussatzes von Dr. L. Staby in der illustriertm^Zett- sckrist lieber Land und Meer (Deutsche Verlags-Anstalt, L-tutt- «rrtst der in ytummer 45 zu finden ist und worin es u. a. also lautet: Viele Dausende von Menschen sind während des Krieges zu Landbebauern geworden, die vorher an so ettvas gar nicht dachten: sie gewohnten sich aber ball) an die neue Tatigken und lernen rasch durch Rat und Tat kundiger Leiste die für ihr Grundstück beste Art der Kultur kennen. Nicht so lcickt ist es aber für ne, die' freunde und Feinde ihres Gartens aus der Tierwelt kennen zu lernen- dies ist -aber für baj Gedeihen und den Ertrag des Gartens von großer Wichtigkeit, und deshalb wollen wir ans die Tätigkeit eines in jedem Garten vorhandenen Tieres, der Ameise, etwas näher eingehen. Gewiß wird schjon mancher Gartenfreund, das emsige Treiben der- Amteise im Garten beoNrastet haben. Jmmbr sind die fleißigen Tiere in Bewegung, und oft findet man richtioe .Arneisenstlratzen, auf denen ein fortwährender Verkehr yii bemerken ist. Meistens führen diese Straßen zu .einem Strauch oder Obstbaum, und dann beobachten wir, daß die Tierchm den Stamm hinaufkriechen bis zum Gipfel. Was tun sie da? Die Antwort können wir uns selbst geben, wenn wrr eine wiche Amn,en- stratze in der Nähe ihres Nestles eine Zeitlang näher beirachen. Wir scl^n dann, daß die ausziehenden Amei.en leer ihres Weges wandern, die heim kehrenden aber meistens beladen smd. Hwr schleppt eine in ihren Biestern einen kleinen Käfer fort, dort tragt eine andere die Larve der Stach'lbeerblattwes^, und an anderen
gefüllt sind und lediglich dazu dienen, die aus Süßigkeiten fehlt erpichten -kmcisen mrzubocken. Solche 9kttarien Herrn, c sich ans der Unterseite der Nebenblätter, zum Beispiel bei manchen Bohnen-, pflanzen, bei anderen Wanzen sitzen sie an den Blattstielen, an den Kelch- und Fruchtblättern, kurzum an alten möglichen Stellen meist in nächster Nähe der Blüte. Wir erkennen also die außer- crdbntlüch 'große Nützlichkeit der Ameisen für den Garten, und es ist sehr töricht, tvenn eS Leute gibt, und sie sind leider nicht selten, die sich tut Garten durch die Amelsen belästigt fühlen oder sie gar für schädlich, halten und mit alten Mitteln den Tieren nachstellen. Sie nnssen eben nichlt, daß sie dadurch ihre bestzen Freunde ver-l treiben und selbst dem Gedciyen ihrer Gartenpflanzen den größtes Schaden tzusügen. Alle unsere Ameisen nähren sich nicht vost Pflanze;!, sondern von tierischen Stoffen, in erster Linie von Larven, Raupen und Käfern.
* B i a l o w i e s i n d e u t s ch e r V e r w a l t u n g. Seit August 1915 befindet sick das im russischen Gouvernement Grodno gelegene ungeheuere Urmaldgebiet von Bialonnes in dentscl?em Besitz. Bon einer Größe van rund 30 geograpl.i scheu Quadrat "eilen (etnxi 160000' Hektar«, bedeckt von den herrlichsten Waldbeständen aller Art, ist das Gebiet besonders dadurch be.-sthmit, dag - 'letzten, Reste de» Wisent beherbergt, die dort n ch in ter stat ichen AnzalL von rund 600' Stück vorhanden waren.. Jagdlich s\: .; >on,t in jeder Einsicht bervorragend, diente der Biachlvieser Walo oft den russischen Zaren zum Aufenthalte: mitten im Urwalde ans ctnev zirka 10 Quadratttlometer nmsassendvn Lichtung liegt das Krön gut Bialowies mit einem großen kaiserlichen Pruuksch^oß. Nach der ' Besitznahme durch unsere Truppen wurde alsbald di ,oirtschaftltck>e Ansniutzung des wertvollen großen Gebietes für Zwecke unserer Kri-egsühruug in Angriff genommen, |mtj> aus kleinen und schwierigen Anfängen heraus hat sich eine umfangveiche Verwaltung entwickelt, über die nunmehr durch eine Mi he von Vea'ö, sei: Eichungen Rechenschaft gegeben werden soll. Namhafte Naturkrsttzc haben ihre Mitwirkung zugesagt und Studien an Oick und Stelle gemacht. Ihre Ergebnisse und bk Beobachtungen von Angehörigen der Mtli- tär-Forstverwaltung sollen in zwanglosen Heften veröffentlicht werden. Das erste Heft (Verlag von Paul Parey in Berlin, .Hedemann- sttaße 10. Mit 91 Textabbildungen, Preis 4 Mkd bringt dre Geschichte der Eroberung des llrnaldgebietes und seiner nstrtschaftlickM und wissenschaftlichen Erschließung im allgenieinen.
Vüchertisch.
— Kants Ansichten über Krieg und Frieden; Fichte über den Krieg. In einer Zeit, wv die Gedanken tioer Krieg und Frieden die ganze Menschheit besck-äftigen und durch die Realität des Weltkrieges die Realisierbarkeit ernes ewigen Friedens geradezu als vage Idee erscheint. ist es von Interesse, die Ansichten des Begründers der Philosophie der Gegenwart und des Philosophen der Freiheitskriege über Krieg und Frieden kennen zu lernen. W. Movg, der ja in der philosophischen Zeitschrijtenliteratur kein Neuling mehr ist, hat in den, Falken-Verlage, Darmstadt, zivei Schriften erscheinen lassen, die es wegen ihrer aktuellen Probleme und ihrer gemeinverständlichen Darstellung verdienen, in 1 nettesten Kreisen bekannt zu ,verden: „Kants Ansichten über Krieg und Frieden" (3 Mk. > und „Fichte über den Krieg" (1,20 Mk.). AuS dem Inhalte der nmfang- re.cheren ersten Schrift seien Kants psychologische Beobachtungen über die Charaktere der europäischen Nationen, psychologische und ethische Bemerkungen über die ^hre des Kriegers, die Ueber- wi'cknng' des Krieges durch die Höhereutwickelnng der Menschheit, r-a* Bölrerreckst. bas Weltbürgerrecht und die Idee des ewigen Fricbens besont'ers erwähnt. In der zweiten Schrift werden
... cvf'' * Lichtes Gedanken über die Beseitigung des Krieges durch Errich-
^telle uuacen pch sogar ^lm. ^mmeii mit der dicken Raupe c rechtlick^er Verhältnisse in und zwischen den Staaten manchen
anderen Schädlings ab, dre ,w gemein, chastlich unter Anspannung ^ ^ - -
aller Kräfte ihrem Heim Acisichkppen. Ilm uns ganz von der nützlichen Tätigkeit der Ameisen zu überzeugen, brachen wrr voll
einem Obstboum einen Zweig, an dem sich em aus festem Ge,purst bestehendes Nest der bekannten, so außerordentlich schädlra>en Äpfelbau m-Gespinfl motte befinder, und legen ihn auf die Ameisenstraße. Sofort fallen die Ameisen gierig auf das Nest her, zerbeitzcu und zernagen das Gespinst, an das sich kein Singvogel herantraut, mit ihren scharfen Kiafern, zerren die Raupen heraus und trngerf sie in ihren Bau. In etwa einer halbm Stunde ist das Gespin,t leer und wohl an hundert gefräßige Raupen sind unschädlich gemacht. Die Ameisen sind also die besten Gehilfen der Oöstzüchter; der Baum, der von ihnen fleißig besuche wrrd, 'wird reich blühet Uiü» gute Frucki an setzen, denn die kleinen Räuber säubern ,hr^ gründlich von allem Ungeziefer. Und wie mit den Obstbäumen) so geht es auch mit den Frnchtftränchern,. den Stachelbeeren, Johmrnisbeeren rmd anderen. Aber auch die anderen Gartengewächse iverden von den Ameisen eifrig abgesucht, und manche Raupe des .Kohlweißlings, die den 5tohlpflanzen so ungeheuren Schaden verursacht, wird von ihnen getötet urrd sortgeschletwt. ebenso nne die Larven und 3^>aupen anderer Schädlinge Biele Pilanzen laden die Ameisen direkt zum Beftnh ein. Sie hatren nämlich nutzer nr den Blüten noch ein anderen Stellen kleine Behälter, die )ocj'' | nannten exlrasloralen Nektarien, die mit süßen Zuckerausichcivungen
c>ankbaren Leser finden.
— Die Welt-Literatur, Heft 38, dre Erzahlimgeu „Matko", „Eine Nacht im Jägerhause", „Anna" und „Pauls merkwürdigste Nacht" enchalteird, ist erschienen.
— U e b e r Land und M e e r, illustrierte Zeitschrift, Heft 52 des neununsiinszigsten Jahrganges, ist erschienen.
O G
H v V » «
GO»
Homogramm.
1. schmackhafte Frucht.
2. Stück Holz.
3. männlicher Vorname.
Di? Buchstaben AA, BBBB, EEE, I, NNNN, 0, R, TTTT sind nach dein Muster obiger Figur derart einzutrageu, daß die drei wagerechteu Reihen gleichlautend mit den drei senkrechten sind und Wörter von der beigefügten Bedeutung bilden.
(Auslösung in nächster Ikunrm^r.)
Auflösung der Gleichung in voriger Nummer:
Fallobst. >2 Falle, b Ei. . Ob, ä Ast, « Astern, t Stern.)
fccfcniiUiluma: Fr. R. Z«nz. — ZwillmgSrunddruck und Verla, der Brühpschen UnioerütätS-Buch- und «teindruckerei. R. Lange. Gießen.


