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Rationelle Fütterung der landwirtschaftlichen Nutztiere auf Grundlage der neueren tierphysiologischen Forschungen / von Emil Wolff
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Die Beſtandteile des Tierkörpers. 3

auf die chemiſche Beſchaffenheit der Nährſtoffe, deren Verhalten bei der Verdauung und Vorkommen in den Futtermitteln und endlich auf die Prozeſſe der ſog. eigentlichen Ernährung d. h. des Umſatz und Anſatz reſp. der Aſſimilation des in dem Säfteſtrom aufge⸗ nommenen Nährmaterials.

In genannter Reihenfolge ſollen im Nachſtehenden dieſe Kapitel kurz behandelt werden, um zuletzt und zuſammenfaſſend die erforder⸗ lichen Schlüſſe für die Praxis der Fütterung zu ziehen.

Die Beſtandteile des Tierkörpers.

Von den zahlloſen chemiſchen Verbindungen, welche man in den Körpern der Tiere gefunden hat, ſind nur ſehr wenige, die durch ihr quantitativ reichliches Auftreten einen erheblichen Teil der Nähr⸗ ſtoffe zu ihrer Bildung verbrauchen können, in Betracht zu ziehen, ſobald es ſich nur um eine allgemeine Darſtellung des Stoff⸗ und Kraftwechſels handelt.

Das Waſſer iſt der in reichlichſter Menge vorhandene Stoff.)

Der geſamte Tierkörper iſt in allen ſeinen Teilen von Waſſer durchdrungen und die Menge desſelben im Verhältnis zum Lebend⸗ gewicht des Tieres um ſo größer, je mehr das letztere in einem noch jugendlichen Alter ſich befindet. Unmittelbar nach der Geburt be⸗ trägt der Waſſergehalt 80 bis 85% vom Gewicht des lebenden Tieres, ſinkt aber in der Periode des raſchen Wachstums allmählich bis auf etwa 60%, während bei zunehmendem Alter und nament⸗ lich, wenn das Tier in einen gemäſteten Zuſtand übergeht, alſo immer fettreicher wird, die Geſamtmenge des Waſſers(mit Einſchluß des Waſſers vom Magen⸗ und Darminhalt) nur noch 40 bis 50% des Lebendgewichtes ausmacht. Dieſe Veränderungen im Waſſergehalt betreffen alle Teile des Tierkörpers, am wenigſten das Blut, am meiſten das Knochenſyſtem; in den Knochen des neugebornen Tieres ſind gegen 70, in denen des erwachſenen und ſtark gemäſteten Tieres der gleichen Gattung oft kaum 20% enthalten. Es iſt klar, daß derartige Verſchiedenheiten im Waſſergehalt bei der Beurteilung des Nähreffektes einer beſtimmten Fütterungsweiſe bezüglich der Zunahme des Lebendgewichtes beachtet werden müſſen.

Die Verteilung des Waſſers im Körper iſt eine ſehr ungleiche.

Im tieriſchen Organismus ſind die mehr oder weniger feſten Teile, alſo die aus zuſammengruppierten Zellen gebildeten Gewebe dem Gewichte nach weitaus vorherrſchend über die Flüſſigkeiten oder tieriſchen Säfte. Die in den Blut⸗ und Chylusgefäßen zirkulierenden Flüſſigkeiten nehmen höchſtens 7 bis 9% vom Lebendgewicht in

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