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Erſier Urtifel, Von der Extraction des Saymebls durch Waſſer,
Wetmn eine Pflanze Saßmehl enthält: ſo darf man, um es Baraus zu extrabiren, ſie nur zerreiben und Woſer darüber gießen.
Dieje Flüſſigkeit dſt den Schleim auf und führt das Saß» mehl ab, welches ſich bey dem Stilieſichen niederſchlägt.
Die Analyſe des Mehles aus'den gravartigen Getraides Pflanzen, durch bloßes kalies Waſſer, liejert hiervon ein aufs fallendes Beyſpiel. Wewn man einz? LTude) von Mehl und Waſſer macht und ſie zwiſchen den Händen und unter dem Waſſer kneiet2 ſo wird, ſo wie ſich dex Schieim und der Zu&Fer in der Flüſüg2z Xeit auflöſen das Sagßmehl darin zergehen, ſie weiß färben, und fich ſog!eich niederſchlagen, und es bleibt dann nich!s in der Hand zurüE als der Theil von Colla oder vegero-gnimaliſcher Materie, die das Mehl enthielt.
Es triſſi ſich häufig, daß die Säfte der Pflanze flüſſig ge- 219 ſind, um das darin enthaltene Saßmehl nach außen zu füh-
ren; in dieſem Falle wird die Pflanze nar dur< mechaniſche Mii- tel zerriſſen, und ihr Gleiſch unter einen ſtarken Dru gebracht. Die Säfte, die heraus!aufen, ſind weiß und-milchig, aber nach und: uach. werden ſie durch den Bodenſatz, des-Saßmehles klar, welches man ſodann in. Waſſer auswäſcht, um es von aHen eig darin gebliebenen Umreinigkeiten zu ſäubern.
Dieß Verfahren, obgleich) man es in gewiſſen Fällen an- wendet, fgnn doc) nicht als ſehr Alouomiſch betrachtet werden, weil es var einen Theil des in der Pflanze enthaltenen Sakßmehs2 kes„Liefert,
Die Bereitung des Sagmehles äg3 Rartoſfeln geſchieht durch ein ſtrengeres und in jeder Rückſicht vorzuziehendes Ver-
Fahren.
.- Man wäſcht die Kartoffeln ſorgfältig, zerſtampſt ſie in Mörfern oder anter Mud)ſieinen, oder zeireißt- ſie auch mit Raspeln. Dieß Fleiſch thut man in ei 15 Haarſieb, welches über einen“ Kübel geſeßt wird und"wäſcht es in vielem Waſſer aus, wobey» man es ſorgfaltig unauſhvörlich ſchüttelt, bis daß das Waſſer ganz durchgeiguſen ifi. Dieß zum- Waſchen gebrauchte Waſſer ſet na and nach das Saßmehyl a9, welches es mit fich fortgeführt. Man kläxt es ſodann ab und wäſcht das Sak- mehl wehrere Male und io lange aus, bis man. es von jeder fFremdartigen Beymiſchung. beſreyt*).
her Schonheit 3 aber nicht jede Art
Das *) Das Sa3mehl oder die Stärke aus KartoFeln iſt von vorzuüglit- der Kartsfiein lrefert eine
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