Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Es würde alſo hiernach ſcheinen, daß der vegetoanimaliſche Theil reichlich in der Pflanze hervorgebracht wird, daß ader die vollkommene Reife der Frucht das Verhältniß desſelben vermin» dert, und das des kriſtalliſirvaren Zu>kers vermevprt.

Obgleich der flüſſige Zucker ohne fremde Beyhülfe irgend einer andern Subſtanz gähren kann, ſo producirt ſich Alkohol doch nur in ſofern, als ZuFer darin enthalten iſt; Oft kann man ſelbſt in dieſer Hinſicht durch den ſüßlichen und vorzüglich zu&erigen Geſchma> eines Weinbeerſaftes getäuſcht werden, und zu dem Glauben ſich verleiten laſſen, als ob er bey der Gährung viel Alkohol geben müſſe; jedoch dann ſehr wenig darin finden, weil er ſehr wenig Zucker enthält. Auch iſt es anerkannt, daß die ſüßeiten Trauben nicht die ſtärkten Weine geben. Der ſüße Geichma> der Gutedeltrauben iſt nicht der zuFerige der Trauben aus den mittäglichen Ländern, und die Weinprodukte beyder ſind ſehr verſchieden,

' Die Manna, die- in ſüdlichen Climaten in der Eſche, dem Lerchenbaume und dem ſpaniſchen Klee(albagi, Schildkraut) reichlich enthalten iſt, und die mau auch aus des Sepans, Fichte, dem Oelbaum, Abornbaum, Feigenbaum, Weidenbaum u.ſ.w. ziehet, enthält auch eine zuFerige Materie; aber dieſer Zuer behält eine Feuchtigkeit und einen faden Geſchmack, die faſt unzertrennlich davon bleiben, N

Der Zuerahorn(acer facharinum),der häufig in Nordame- rika wächſt, liefert Zu&er für den Handel, aber dieſer Zu>er ſchmilzt nicht ſo leicht als der aus Zu&erxrohr, und zu>ert weviger*),

Marggraf hatte die Eriſtenz des Zu>ers in der Runkels rübe bewieſen, und Herr Achard aus Berlin die Cultur dieſer Pflanze anewpfoblen, um den Zu>er daraus zu ziehen, Aber wie viel er auc) gethan um die öffentliche Meynung in Bes wegung zu ſeßen, ſo iſt dieß doch ohne Erfo!g geblieben, und die Herren Deyeux und Parimentier, die jeine Verſuche mit der grdßten Sorgfalt und ohne irgend ein Vorurtheil wieder- Holt haben, ſind auf Reſultate gekommen, die nicht erlguben, dieſen Gegenſtand als dconomiſch zu berrachten*%.|

Es ſcheint nicht der nämliche Fall mit dem Vorſchlage des Herrn Prouſt zu ſeyn; dieſer iſt auf poſitive Thatſachen ge? gründet, die darthun, daß es ſehr vortheilhaft ſeyn 6. See

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*) I< habe Gelegenheit gehabt 27 Species Ahorn auf Zucker zu uns -rerjuchen, und aus dem Safte desſelben immer zwiſchen 2 und 3 Loth fürs Berliner Quart, guten brauchbaren Zucker gewonnen. H.

3%) Jh habe im Jahr 1804 in Zeit von 3 Monath 1300 Pfund guten raſfinirbaren Zucker aus den Runkelrüben producirt; ich muß alſo jener Behauprung divefte widerſprechen, H.

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