Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Man vermindert ſeine Güte, wenn man Kolophonium mit dem Terpenthin vermengt und das Gemenge mit Mennig färbt.

Man kann ihn wohlriechend machen und nach Willkühr fär- ben, wenn man mit den Baſen aus denen ex zuſammengeſetzt wird, die bekannten Arome und die Färbeſtoffe der Firniſſe vermiſcht, j

Dritter Artikel, Von Extraction der Säfte durch Ausdrücken,

Wir baben bereits bemerkt, daß es nicht hinreichend iſt,

' wenn die Pflanzenſäfte eine gebdrige Flüſſigkeit haben, um her»

auszu!aufen; ſondern daß noch eine freye Communication unter den Zellen, die ſie verſchließen, ſtatt finden müſſe, damit ſie nach dem Einſchnitte in einen Theil des Baumes reichlich ab» fließen können.

Wenn dieſe Communicationen nicht vorhanden ſind, ſo kann man den Saft der Pflanze nicht anders extrahiren, als durch einen ſtarken Druck, der die Zellen zerſidrt in denen er ſich befinz det und ihn heraustreibt.

Das Verfahren, deſſen man ſich in der Regel in allen dies ſen Fällen bedient, beſteht darin, daß man die Pflanze in einem Mörter klein ſtampft, um einen Teig daraus zu bilden, den man in ein leinenes Tuch thut, und ihn ſo unter die Preſſe bringt, um allen Saft daraus zu ziehen. Es bleibt hiernächſt, nach einem ſtarken Zuſammenpreſſen, nichts übrig als das häu- tige Weſen der Pflanze.

Der abgelaufene Saft zieht immer ein wenig holzige Haut- theile nach ſich, welche ſich, bey'm Stilleſtehen, niederſchlagen,

Wenn die Subſtanz, aus der man den Saft extrahiren will, ſehr tro>en iſt, ſo muß man ſie befeuchten, bevor man ſie uns ter die Preſſe bringt.

Man kann in mehreren Fällen die Säfte durc) Wärme er- weichen, und ſie durch dieß Mittel vorbereiten, daß ſie unter der Preſſe beſſer laufen. Dieß geſchieht bey der Extraction des Mandeidls, wo man den Teig zwiſchen zwey heiße eiſerne Plat ten bringt, und wenn man das Olivenmark ausdrüt, das man mit ein wenig lautichem Waſſer beſpritzt, um einen Theil des Deles flüſſig zu machen, das ſehr feſt am Extractivſtoff und an

den Hauttheilen hängt,

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