Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
358
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FS 36=

von Gummi auf Kirſchbäumen, Pflaumbäumen und Abricoſen- bäumen. Man könnte ſagen, daß im Augenbli>ke der Entſtehung des Baumſaftes der Baum gleichſam eine Vollblütighpit an Feuch? tigkeiten bekommt, und ſich ſeines Ueberſluſſes entlediget, indem er ihn nach außen treibt,

Die harzigen Säfte werden nicht immer aus den Baum» ftämmen gezogen..

Die Blätter und Früchte geben ſolche zuweilen von ſich. Tourenforr berichtet, daß die pichigen Blätter eines Ciſti aus der Levante das Ladanum lieferten 3; die Wurzeln eines Convol- vutus geben vas ſcammonium 3; man zieht den A!oeſaft aus den Blättern des Aloe&s Vulgaris, und die Früchte der toluifera ent? halten den tolubeiſchen Balſam,

Dieſe harzigen Säfte ſind nicht alle von gleicher Natur man hat ſie in drey Hauptclaſſen eingetheilt; je nachdem der harzige Stoff:arin rein, oder mit Benzoeſäure vermengt, oder mit einem Extractivſjtoff in Verbindung iſt,:

Man nennt die erſtern, Harze; die andern, Dalſames; die dritten Saumharze,

- Die Harze ſind gänzlich aufldslich in Alkohol aber nicht in aſſer.

(235 Balſame löſen ſich im Alkohol auf. Man kann ſowohl

durch Sublimation, als mittelſt Waſſers,eine Säure daraus ziehen.

Die Schleimharze(Summiharze) ſind zum Theil im Waſſer, - zum Theil in Alkohol aufldslic, Sie machen das Waſſer mil» <ig, indem man ſie aufſieden läßt.

Die Harze, welche in den Künſten am häufigſten gebraucht werden, ſind die Terpenthin- Harze und die harzigen Stoffe der Fichte.| 4

Die Terpenthinbäume, Lerhenbäume und Fichtenbäume liefern alle ein Harz welches unter der gemeinſchaftlichen Benen- nung Terpenthin begrifſen wird. Im Handel unterſcheidet man verſchiedene Qualitäten desſelben, nach den verſchiedenen Gra» den ſeiner Güte,

Der eine wird Terpenthin aus Chios genannt und kommt aus dem Terpenthinbaume an dem die Piſtacien wachſen. Er iſt flüſſig, und von einem gelblichen in's Blaue fallenden Weiß.

Dieſe Pflanze wächſt in Cypern, in Chio und im mittägli- <hen Franfreich. Durch Einſchnitte in den Stamm und in die di>ſten Zweige zieht man den Saft heraus.

Der Lerchenbaum liefert den Venetianiſchen Terpenthin z man läßt ihn aus dem Stamme ablaufen, indem man 7 pe

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