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Man kann daher die Chemie der lebenden Körper als eine Wiſſenſchaft betrachten, welche ganz neue Mittel für die Bevbach2 tung darbietet, die uns erlauber, die Reſultate der Vitalität, durch die Analyſe ihrer Produkte zu beſtimmen. Indeſſen wols- len wir uns hüten, uns in die Arbeiten des Lebens zu miſchen: denn die chemiſche Affinität miſcht ſich ſo ſehr mit den Geſetzen der Vitalität, daß die Kraft der Kunſt hierbey vdllig verloren gevet, Eben ſo wenig wollen wir aus der Acht laſſen, daß derjenige Theil von allen Phänomenen des Lebens, welcher der<hemix ſchen Affinität vorzüglich aufbevalten iſt, um ſo viel mehr begrenzt ſeyn muß, weil er den vollkommenſten organiſchen Körpern zukommt.
Zweytes Kapitel,
Von den Ü?Titteln deren ſich der Chemiker bedienet, um die Fleinexn Migſſentheilchen der Börper zur chemiſchen Wirkung vorzubereiten,
Nachdem wir nun die Geſetze bekannt gemacht haben, von welchen die hemiſchen Wirkungen abhängig ſind ,. ſo wie die Mo2- difikationen, welche ſolche von jeder der Materie, oder einem allgemein in der Natur verbreiteten Fluidum inhärirenden Eigen- ſchaft erleiden, iſt es uns noch übrig die Mittel zu bezeichnen, weiche der Chemiker bey ſeinen verſchiedenen Operationen an- wendet, um die Körper zur Zerlegung oder zur Verbindung vorzubereiten.
Alle jene vorbereitenden oder prädisponirenden Mittel, ſind darauf gegründet, die Kraft der Cohäſion zu ſchwächen, welche zwiſchen den Theilen der Körper Statt findet, und ſich iyrer Entmiſchung entgegenſeßt,
Die Mittel wodurc) wir dahin gelangen, die Kraft. der Cohäſion zu vermindern, laſſen ſich auf drey zurü& führen 3
I) die mechaniſchen Operationen,
2) Die Löſung und Kriſtalliſation,
3) Die Anwendung der Wärme,
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