Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Erſter Abſchnitt.

Don den mechaniſchen Operationen, welche der Chemiker anwendet, um die kleinern Theilchen der Rörper zur chemiz- ſchen WirFung vorzubereiten.

Wenn man auf einen feſten Kdrper wirken will, ſo fängt man damit an, ſolchen in eine faſt unendliche Anzahl kleiner Kdr2 perchen zu zertheilen; und man veranlaſſet dieſe Theilung ent- weder durch den Hammer, durchs Zerreiben, durchs Zerquet- ſchen, durchs Zerſchneiden, oder durchs Zerſtampfen,

Man wählt bald das Eine bald das Avydre jener Agentien, und zwar nach der verſchiedenen Natur des Kdrpers, welchen man der Zerkleinerung unterwerfen will.:

So bedient man ſich des Zammers um Steine zu zerklei- nern 3 des Reibeiſens um Wurzeln, Früchte, oder Rinden zu zerkleinern; des Meſſers und der Scheerxe, um animaliſche und vegetabiliſche Subſtanzen zu zerſchneiden; der Preſſe um die Säſte der Vegetabilien, oder die liquiden animaliſchen Theile dadurch auszupreſſen,

In einem Laboratorio macht man vom Mörſer und den Reib» ſchalen einen ſehr häufigen Gebrauch, weil außer dem Vortheil, welcher dadurch dargeboten, wird, harte Materien dadurch auf eine convenable Art zu zerreiben, ſich auch die Form jener Ge- räthſchaften dem Zerſtreuen der Subſtanzen entgegenſeßzt,

Die Natur der Subſtanzen welche in einem ſolchen Fall zerkleinert werden müſſen, um ſie zur Analyſe vorzubereiten, verpflichtet den Chemiker ſein Laboratorium mit Mörſern und Reibſchalen von verſchiedener Qualität zu verſehen.

Aus dem Grunde muß man Mörſer von Glas haben, um darin freſſende Subſtanzen zu behandeln, wenn anders ſolche nicht zu hart ſind; ferner ſteinerne Mörſer von Marmor, Agath, und Porphyr, um feſte Kdrper darin zu verfleinern; oder Kräu- ter darin zu ſtampfen, Hölzer zu quetſchen, Früchte zu zerrei- ben,- um ſolche zum Auspreſſen vorzubereiten 3 ferner Mörſer von Bronze, von Eiſen, von Meſſing, zum Behuf aller derjenigen Operationen, welche auf diejenigen Körper ausgeübt werden, die dem Zerreiben widerſtehen. Die jedeimalige Natur der Kör» per muß allein die Wahl der Mörſer beſtimmen, in welchen man ſie bearbeiten willi; und aus dem Srunde muß man deren Härte und deren Wirkung gegen die Subſtanz des Mörſers zu Rathe ziehen, damit nicht Theile des letztern ſich mit denjenigen Sub- ſtanzen mengen können, die man darin verkleinern will.

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