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änderungen zu erkennen und zu beſtimmen, welche die lebenden
Körper auf einander ausüben. So ang!yſiren wir die Luft vor| 0.4 und nach der Reſpiration, und werden überzeugt, daß dabey| M die Abſorbiion von einem Theil jener Flüſſigkeit Statt gefünden| 14 hat; und wir haben darans auf die beſtändige Produktion der| vis Wärme in den Lungen geſchioſſen 3; und dieſe<hemiſchen That- d zial ſachen, welche durch phyſiologiſche Beobachtungen beſtätigt' ehen worden ſind, ſeßen jene Wahrheit auf eine unbeſtreitrbare Weiſe| Thel feſt. Alles was hingegen weſentlich von der Vitalität abhängig| hn) iſt, alles was diejenigen Functiones in ſich begreift, welche| wan ganz vorzüglich vom Leben abhängig ſind, ſo wie die Erzeugung| m des Milchſaftes, des Biutes, die Adjonderung der Feuchtig-" keiten, die Ernährung, die Verdauung, die Wahl der Nah- rungsmittel, die Wirkung der Arzneymiitel, das Spiel der Orgaue, wird niemals durch die Chemie allein, weder bewieſen nod) erflärt werden können.
Aus allem was bisher geſagt worden iſt, kann man da- vm
her ſchließen, daß, um zu einer genauen Kenntniß der anima liſchen Functionen zu gelangen, wir die Analyſen der Chemiker, tat mit den Beobachtungen der Phyſiologen. vereinigen müſſen: der Chemiker macht uns die Stoffe bekannt, auf welche die Action
des Lebens ihre Kraft ausübt, er beſtimmt ihre primitive Na- 3' tur, und bemerki ihre Verändrungen; er vervollkommnet ſo welch zu ſagen die Arbeiten des Auatomitkers; weil er die Organe und diffat die Feuchtigkeiten zergliedert, welche jener bloß trennen und agen beſchreiben konnte. Hier aber endigen ſich ſeine Functiones, ſho hier ſind ſeinem Vermögen Grenzen geſeßt> denn er hat nur weihe! mit der rohen Materie gearbeitet; die<emiſche Analyſe und die Wendel angtomiſche Zergliederung ſind nur mit einer Leiche veranſtaltet hrg worden; und es bleibt uns daher immer noch übrig, das Stu-“ dium der Phänomene zu verfolgen, welche das Leben im orga Ts niſchen Körper bildeten; und hier muß die Beobachtung allein danſe uns zum Führer dienen, weil wir die Prinzipien, weiche die Jwiſchs Kräfte, das Loben veranlaſſen, weder der<emiſchen Analyſe,!| mnie noch den Operationen des anatomiſchen Zergliederers unter»>| werfen können. Dieſes Studium iſt daber auch ſo viel ſchwe N rer, weil, wenn wir einen lebenden Kdrper durch irgend ein| hä Mittel martern, wir ſolchen aus ſeinem natürlichen Zuſtande| 1. herausſezen, und er in dieſem Zuſtande uns völlig verändert( erſcheint. Jenes Studium iſt um ſo viel ſchwerer, weil das 3 Lebensprinzipium in jeder Function des Körpers nach den Ge- h
ſetzen wirkt„welche ſich durch ihre Zahl vereinigen, und welche durc<g Umſtände in einem und demſelben Individuum veräne- dert werden, Man n,


