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tobten Stoff wirkt; wogegen in lebenden Körpern ihre Wirkung darch die Geſelze des Lebens modiſicirt wird,
Indeſſen werden die von dem Geſelz der Affinitäten abhän- gigen Reſultate, durch die Geſeße der Vitaiität vicht nur auf eine beſondere und in jeder Klaſſe von iebenden Weiten ſehr ver- ſchiedene Art modificirt; ſondern die Effekte ändern ſich auch noch) in den Individuen von einerley Art, und oft ſelbſt in dem- ſeiben Jndividuov, und zwar nach ſeinen Neigungen, ſeinen Krankheiten, ſeinen Fähigkeiten und andern zahtreichen Urſachen, welche ſich ihnen darſiellen, Man darf ſich daher auch gar nicht wundern, in den Reſultaten der Unterſuchungen über lebende Körper, welche von Leuten von gleicher Giaubwurvigkeit anges ſtellt worden ſind, einen ſo großen Unterſchied zu finden; und eben ſo wenig, daß die über die Vegetation angeſtellten Arbeiten, fo ſehr verſchiedene Phänomene darbieten,
Die Chemie der lebenden Körper erfordert daher ein ganz eignes Studium; und die Chemie allein iſt nicht hinreichend, eine einzige ihrer Functionen zu erklären. Wir kennen zwar unſtrei- tig die Wirkungen der Lufc, des Waſſers und der Wärme auf die unbelebten Materien; aber wir können nur allein durch eine Beobachtung der Pyänomene bey lebenden Körpern, uns eine Kenutniß von den Modifikationen verſchaffen, welche die Vitaz- lität in alle Reſultate derſelben hineinträgt,
Man würde ſich alſo ſehr betrügen, und in einen neuen Irrthum verfallen, wenn man glauben wollte, man könne die Reſultate der Wirkung welche man bey tro&Xnen Kdrpern beobach- ter hat, gu auf die lebenden Körper anwenden und übertragen. Die animaliſche Chemie behauptet ihre eignen Geſetze, ſie ſtellt uns Reſultate dar, die man weder vorher ſehen kann, noch aus den Geſetzen der Affinität der unbelebren Körper erklären kann, Schon Stahl und DBoerhave haben dieſe Wahrheit anerkannt z ihre gründlichen Einſichten in der Chemie, ihre ausgebreiteten Kenntniſſe der animaliſchen Oekonomie, haben ſie von jeder Anwendung der- Chemie auf den menſchlichen Körper abgezoe gen; ſo daß der erſte die Lehre der Animalitiker, und der zweyte die der Mechaniker gegründet hat,
I< bin indeſſen weit entfernt zu glauben, daß die<emis ſchen Kenntniſſe bey dem Studium der Phänomene, welche die lebenden Körper darbieten, unnütz oder unanwendbar wären, Die Chemie lehrt uns die Natur und die Eigenſchaften aller Kdro per kennen, welche auf die. animaliſche Oekonomie wirkſam ſind; ſie zeigt uns die Veränderungen welche ſie in ihrer Wirkung ers Leiden; ſie giebt uns ſelbſt die Mittel an die Hand, mehrere Ver-
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