leßtern Art, iſt daher auch die genaueſte und vollkommenſte: denn ſie iſt vie einzige, wobey die Affinität des Zerlegungsmittels nicht modificirt oder geſchwächt wird,[8/7 4X
Herr Berxtholler neunt complicirre Affinität dasjenige Phä- nomen, was man bisSher gewöhnlich doppelte Wablanziebung genenut hat. Sie findet in allen denjenigen Fällen ſtatt, wo man zwey Verbindungen zuſammendringt, von welchen jede einzelne aas zwey Theilen zuſammengeſetzt iſt, weiche ihre bil2 denden Grundlagen gegen einander vertauſchen.
Herr Bertholler ſchreibt jenen Effekt der Wechſelwirkung der Cohaſionsfraft zu, und bemerkt, daß in allen bekannten Fällen Subſtauzen vorhanden ſind, welche die Sigenſchaft beſißen, ein unaufldöliches, oder wenigſtens leicht kriſtalliſirbares Salz zu erzeugen, und zwiſchen welchen man an und für ſich eine große Affinität erfenyt.- So wird die Schwefelſäure aus ibren ldsbaren Verbindungen. ausgeſchieden, wenn ſolche mit'einer andern Verbindung in Berührung treten, die Ralk, Baryt oder Srrontian zur Baſis hat: denn beyde veranlaſſen nun eine Vertauſchung der Beſtandtheile, wobey die Säure ſich mit einer vder der andern von jenen Erden verbindet.
So liefern alle auflöSliche Verbindungen des BRglks, des Baryts und der Talkerde ,- wenn ſolche mit kohlenſauren Nilka- lien gemengt werden, eine Vertauſchung der Beſtandtheile, wor- aus die Niederſchläge der kohlenſauern Erden als Reſultate herz vorgehen.
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In allen dieſen Fällen vereinigt ſich die Kraft der Cohäſion, welche in den Theilchen der ſich kriſiakiniſch präcipitirenden Sub» ſtanzen ſehr mächtig iſt, mit der der Affiniiät, welche ihre Be- ſtandtheile verbindet, um die unaufldsliche Materie zu bilden; und fo!glich maß dem Effekt dieſer doppelten Kraft die Vertau- ſchung der Beſtandtheile, zugeſchrieben werden, welche in der complicirten Affinirät ſtatt findet,
Wenn daher Waſſer verdunſtet wird, in welchem man ver- ſchiedene Saize geldſt hat, die eine Vertauſchung ihrer Beſtand- theile eingehen kdnnen, ſo werden diejenigen ueuen Verbindun-
gen, weiche ſich gebildet haben, in derjenigen Ordnung aus der
Auflöſung abſondern, nach der ſolche ſchwerer oder leichter im Waſſer ldsbar waren: ſo wie ihre größere oder geringere Lds- barkeit von ihrer Grundmiſchung abhängt, welche ſie bey ihrer Erzeugung eingegangen ſind*).' WERE,; Zweyter *) Dieſer Satz muß: zwar dann allgemein als richtig anerkannt wer- den, wenn eine Löſung von ſölc<en Salzen gebildet iſt, deren Anzie-
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