Aifer Feinesweges zu überwinden hat. Der Phyſiker kann die bey fl Entfernungen der Körper meſſen, und die Maſſen derſelben be- guy ſtimmen, um ſie mit den Wirkungen zu vergleichen, und daraus M die Geſeze ihrer Attraktion zu deduciren. Aber der Chemiter, gundſ! welcher nur mit dem Studium und der Beobachtung der Be-„welß ſtandtheile beſchäftiget iſt, kann weder die Maſſe derſelben im(" Voraus kennen, noch ihre Entfernungen von einander berechnen.? u wi Wenn man indeſſen beyde Beobachtungen mit einander ver-|| wlhn! gleicht, ſo kann man daraus ſchließen, daß die Maſſentheile und|| demyy! ihre Entfernung als Elemente der chemiſchen Wirkung, bey den EE DR Affinitäten wirkſam ſind. gebe) Schon Bergmann hat bey vielen Fällen bemerkt, daß| Di wenn man ſechs Theile von einer zerlegenden Subſtanz ſtatt ei- Whehm!t nen Theil anwendet, welcher hinreichend geweſen ſeyn würde 17 Or die Baſis des zu zerlegenden Körpers zu ſättigen, eine Zerlez Fraften!3 gung bewirkt wird, die faſt als vollkommen angeſehen werden bli kann: wogegen, wenn beyde Subſtanzen zu gleichen Theilen us die mit einander in Wirkung geſeßt werden, man nur eine unvoll- des Zur Xommene und partielle Zerlegung veranlaſſet. Herr Bertholler| alb.dais hat dieſen Einfluß der Maſſenverhältniſſe auf die chemiſchen Af- lod]! finitäten durch neue Beweiſe beſtätiget, und daraus den Grund»| welche ſatz abſtrahirt: daß das Reſultat einer Zerlegung nicht bloß gröjerlh mit der Stärke der Affinirät des zerlegenden Rörpers, ſon» dj fin dern auch mit der Guantität des letztern im Verhältniß ſieher. Maſe et . Jene Grundwahrheit verträgt ſic) aber keinesweges mit-der' NR Meinung derjenigen, welche annehmen, daß die Kraft der Aſfi- Wob nität nur allein zwiſchen denjenigen Theilen wirkſam ſey, welche ungen ſich berühren: ſie beweiſet im Gegentheil, daß die Affinität ſchon ſide 6 auf den Oberflächen in kleinen dem Auge kaum merkbaren Ent- Ne Uff x Ffernungen wirkſam iſt? daß eben dieſe Thatſachen uns zur Er? de Zerleg Feuntniß derſelben authoriſiren, iſt ein Schluß, den die Herren gx Berthollet, ſo wie Laplace und Haüy außer allen Zweifel gez| Nin ſetzt haben,;| fichte Aus jenem allgemeinen Grundgeſeß der Affinität folgt alſo: /!| miſche daß wenn eine zerlegende Subſtanz gegen einen zu entmiſchendeg um ſo 918 Körper nur in kleinen Quantitäten wirkt, die Zerlegung ſelbſt faſt Null iſt; daß hingegen, wenn man nach der erfolgten Zerz|"> legung und Ausſcheidung des einen Theils aus dem der Bearbei-|"5 tung unterworfenen Körper, eine neue Quantität des Zerlegungs?|"3 mittels zuſeßt, man ein Zweytes dem Erſten analoges Reſultat| vj erhält; und wenn endlich mit dieſer Operation nach und nach,|'] fortgefahren wird, ſo daß man das Zerlegungsmittel immer nur| k
Teil eines Werkes
1 (1808) welcher die beyden ersten Theile des Originals enthält
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