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für das Zeichnen angestellt sind(auf Verlangen wird auch Unterricht im Englischen ertheilt). b) Die Knabenschule. Auch sie besteht aus 3 Klassen mit 3 ordentlichen Lehrern. In den beiden obern Klassen ertheilen noch 2 Hülfslehrer Unterricht im Zeichnen und im Gesang. c) Die Mädchenschule besteht aus 3 Klassen, wie die vorige. Sie hat 3 ordentliche Lehrer; ausserdem geben Hülfslehrer Unterricht im Zeichnen und Gesang; eine Hülfslehrerin gibt Unterricht in weiblichen Arbeiten. d) Die Elementarschule oder vielmehr Vorbereitungsklasse für die untersten Klassen der beiden vorhergenannten Schulen. An derselben ist ein Lehrer angestellt. Der Cursus dauert ein Jahr. Die Geschlechter sind hier nicht getrennt.
4) Die Freischule besteht aus 2 Klassen, woran 2 Lehrer arbeiten. Die Geschlechter sind auch hier ungetrennt. Die Kinder haben Unter- richt, Bücher und Schreibmaterial frei, ja sie erhalten zum Theil auch noch Kleider und Brod.
Unter den Privatinstituten und Schulen nennen wir das Lehr- und Erziehungsinstitut des Pfarramtscandidaten Dr. Steinmetz. Es wirken an derselben mehrere Lehrer. Sodann haben die Herren Roth, Rahn, Franz und Lehr besondere Privatschulen für Knaben. Endlich führen wir noch das Mädcheninstitut der Fräulein Hilger an, wobei mehrere Lehrer und Lehrerinnen thätig sind.
Auch der Kleinkinderbewahranstalt, welche seit mehreren Jahren besteht und grossen Theils durch Privatbeiträge entstanden ist und erhalten wird, müssen wir schliesslich mit ein Paar Worten gedenken. Eine Vorsteherin überwacht die Anstalt und wirkt in derselben. Das besuchende Kind bezahlt täglich 1 Kreuzer und erhält dafür auch
freie Kost.
Ueber alle diese öffentlichen sowohl als Privatanstalten ein Urtheil zu fällen, kommt uns nicht zu. Doch das können wir mit Fug und Recht sagen, dass mehrere von ihnen seit der Zeit ihres Entstehens schöne Früchte getragen haben. Im Allgemeinen erlauben wir uns nur das anzudeuten: Je mehr eine Unterrichts- oder Erziehungsanstalt sich dem Familienleben zu nähern sucht, je mehr die Vorsteher und Lehrer mit Liebe der Jugend zugethan und liebevoll gegen einander selbst sind, desto mehr wird in der Regel die Anstalt Gutes wirken. Je mehr aber eine Anstalt sich von dem Familienleben entfernt oder zur Finanz- speculation wird, und je mehr die Lehrer fremd und kalt einander


