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Die Unvergessenen / Ilse Stanley ; ins Deutsche übertragen von Ilse F. Stanley
Entstehung
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ich, bitte nicht... Und dann erreichten mich seine nächsten Worte:»Erinnerst du dich, Ilse, wie du so gern als kleines Mädel auf den Schultern deines Vaters geritten bist und ge- bettelt hast>Sing, Papa, sing«...«

Ich machte eine Bewegung, ihn zu unterbrechen, doch in dem Augenblick kam eine Stimme durch den Lautsprecher, so klar wie vor sechzehn Jahren, als ich sie zum letztenmal hörte, und sang die letzte Zeile meines Lieblingsliedes »... und läuft den Weg gleich als ein Held!« Und einen Augenblick später fühlte ich Papas Arme um mich, und seine Stimme sagte leise, wie vor vielen Ewigkeiten:»Hallo, mein kleines Mädele!«

Zu unserer Ehre muß ich sagen, daß wir uns sehr tapfer benahmen und nicht heulten. Wir hörten aus dem tosenden Beifall, daß er aus dem Herzen der Menschen kam.

Die anschließende Gesellschaft gab mir eine Idee davon, wie rührend dieses Programm vorbereitet war und wie glücklich es alle machte, die es für mich arrangiert hatten. Das Essen bestand aus allen bekannten deutschen Spezialitäten, und da- nach rollte Ralph Edwards Assistentin eine Riesen-Geburts- tagstorte mit achtundsiebzig Kerzen für Papa herein. Ich bekam einen Begriff von der Reichweite des Programms, als während der nächsten zwei Stunden Hunderte von Tele- grammen eintrafen und Papa und ich uns abwechselten, Telefonanrufe aus allen Teilen des Landes zu beantworten. Um drei Uhr morgens brachten wir Papa zu seinem Hotel, wo alle Gäste, die in dem Programm erschienen waren, wie Gefangene gehalten worden waren, damit sie mir nicht aus Versehen auf der Straße in die Arme liefen. Milton konnte mir nun endlich die ganze Geschichte erzählen. Er und Fritz Lang hatten an der Vorbereitung über ein Jahr gearbeitet. Die gesamte Korrespondenz zwischen Milton und den Programmleitern ging von Hollywood an die Adresse von Manfred. Papa, meine Freunde alle hatten davon ge- wußt. Ich war die einzige, die nichts geahnt hatte. Miltons Besuche bei Freunden waren in Wirklichkeit Proben ge- wesen. Und sogar das unwirsche Benehmen des Pagen ge- hörte zu dem Bemühen, nicht den leisesten Verdacht in mir

aufkommen zu lassen.

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