ein, das hoch in den Bergen lag, und wir verbrachten dort einen wunderbaren Abend.
Am nächsten Nachmittag rief Axel Grünberg an und ent- schuldigte sich, daß er am Tag vorher nicht zum Telefon kommen konnte.
»Oh, ich weiß, Sie sind sehr beschäftigt«, sagte ich.»Ich werde Sie am Donnerstag anrufen, dann haben Sie ihr Pro- gramm hinter sich.«
»Einen Augenblick«, sagte er.»Da Sie gerade hier sind— möchten Sie nicht das Programm vom Zuschauerraum aus sehen?«
»Natürlich, sehr gern. Aber Sie werden doch heute sicher keine Eintrittskarte mehr haben!«
»Wir sind doch alte Freunde«, sagte er lachend.»Irgendein Stühlchen werden wir schon finden. Sind Sie allein in Holly- wood?«
»Nein, mit meinem Mann. Sie erinnern sich doch sicher an Milton? Er hat oft für Sie gearbeitet.«
»Flüchtig«, sagte er.»Auf jeden Fall werden wir zwei Stühle für Sie haben. Vielleicht können wir nach dem Programm mit Ralph Edwards zusammen essen.«
»Das wäre herrlich.«
»Fein«, sagte er herzlich.»Fragen Sie den Pagen an der Tür nach Ihren Plätzen. Ich hinterlasse Ihren Namen.«
An der Tür des Theaters wußte jedoch keiner der beiden Pagen etwas davon, und ich war bereits im Begriff, fortzu- gehen, als Milton sich noch bei einem dritten Pagen, drinnen im Theater, erkundigte.»Ach ja«, sagte der beinahe un- wirsch,»Mr. Grünberg sagte mir, ich solle Ihnen Plätze anweisen. Kommen Sie mit.«
»Na«, sagte ich zu Milton,»die sind nicht gerade höflich. Aber natürlich, hier sind wir»Fremde«.«
Mir fiel plötzlich ein, daß ich nach Hollywood dieselbe Ent- fernung zurückgelegt hatte wie von Deutschland nach New York. Ich wäre lieber in die andere Richtung gefahren, dachte ich. Dann hätte ich heute mit Papa zusammen sein können! Es war sein Geburtstag; der achtundsiebzigste. Das Theater war mit über zweitausend Menschen bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich klatschte mit allen anderen,
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