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Die Unvergessenen / Ilse Stanley ; ins Deutsche übertragen von Ilse F. Stanley
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meine geliebte alte Lehrerin Ilka Grüning, die in Hollywood filmte, und Axel Grünberg, einen feinen Regisseur, für den ich oft in meinen ersten Jahren in Amerika am Radio in New York gearbeitet hatte. Er war vor zwölf Jahren nach Hollywood gegangen, um für Ralph Edwards weltberühm- tes Programm This is your life Regie zu führen. Dieses Programm wurde im Fernsehen als das achte Weltwunder angesehen. Es machte jeden, der darin erschien, zum Hel- den des Tages in ganz Amerika. Unter dem Motto»Dies ist dein Leben« wurde das Leben eines Gastes, der etwas Besonderes für die Welt geleistet hatte, porträtiert. Es war beinahe unglaublich, sich vorzustellen, daß über 45 Millio- nen Menschen jede Woche dieses Fernsehprogramm sahen. Doch es wurde alles heimlich vorbereitet, niemals durfte ein Gast vorher wissen, daß sein Leben porträtiert wurde. Nur zweiundfünfzig Menschen hatten während eines ganzen Jah- res dieses Erlebnis, und die Wahl mußte schwer sein, denn es gab Tausende von Größen in diesem Lande.

Die drei Tage lange Reise nach Hollywood war doch an- strengender, als ich erwartet hatte, und ich beschloß, am Mon- tag sehr ruhig im Hotel zu bleiben, um mich auf meinen Vortrag am Dienstag vorzubereiten, während Milton einige seiner früheren New Yorker Freunde aufsuchte.

Am Dienstagmorgen rief ich Axel Grünberg an. Er war in einer Konferenz und konnte nicht gestört werden, erklärte seine Sekretärin.

Ich hinterließ meine Nummer mit dem Bescheid, daß ich bis Freitag in Hollywood sein würde. Alle anderen Anrufe verschob ich bis nach dem Vortrag.

Wir wurden im Rotary Club mit großen Ehren empfan- gen. Ich hatte Lampenfieber, als der Präsident mich vor- stellte und ich vom Rednerpult aus in die Gesichter von zweihundert ernsthaft dreinschauenden Herren blickte. Doch als ich über»Brückenbildner« zu sprechen begann, verlor sich die Angst, und es ermutigte mich, ein paarmal von Bei- fall unterbrochen zu werden.

Nach der Rede erhielt ich langen Applaus, und viele unter- hielten sich mit Milton und mir über die Ziele der Organi- sation. Der Präsident lud uns zum Abendessen in sein Haus

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