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Die Unvergessenen / Ilse Stanley ; ins Deutsche übertragen von Ilse F. Stanley
Entstehung
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Wir kamen vorwärts, aber unsere finanzielle Lage verlang- samte und erschwerte das Werk der Brückenbildner. Ich be- sprach in Briefen meine Pläne mit meinem Vater, der im Alter von 77 Jahren noch immer seiner Gemeinde in London vorstand. Wir schrieben uns regelmäßig, doch es schmerzte mich tief, daß die Umstände es uns nicht gestatteten, ihn in England zu besuchen. Ich sehnte mich sehr nach ihm. Ich wünschte auch so sehr, daß er Milton kennenlernen und unser Glück für eine Weile teilen sollte. Er war damals so tief unglücklich über meine Ehe mit Paul gewesen. Meine Sehn- sucht nach ihm wuchs mit dem Gedanken an sein Alter. Mil- ton und ich diskutierten tausend Möglichkeiten, ohne eine einzige Lösung für ein Wiedersehen zu finden.

Im Oktober erhielt ich plötzlich ein Telegramm. Der Rotary Club in Hollywood bat mich, bei einem Lunch am ı. No- vember zu seinen Mitgliedern über die Brückenbildner zu sprechen. Ich hielt dieses Telegramm für einen Scherz, doch dann folgte ein Brief, in dem der Präsident des Clubs in Hollywood berichtete, daß einer seiner Mitglieder, Fritz Lang, ihm über meine Arbeit erzählt hätte. Da sich meine Ideen weitgehendst mit denen des Rotary Clubs deckten, würden sie sich freuen, wenn Milton als der Propaganda- direktor der Organisation und ich für eine Woche ihre Gäste in Hollywood wären, damit wir diese Stadt kennenlernten: Dieser Brief versetzte mich in einige Verwirrung. Wir hatten Fritz Lang ein paarmal in New York gesehen. Ich hatte ihm über meine Arbeit an den»Brückenbildnern« erzählt und auch darüber, daß ich ein Buch schreiben wollte. Er konnte über mich zu dem Präsidenten des Clubs gesprochen haben, dennoch kam mir die Einladung merkwürdig vor.

Ich hatte mir so oft gewünscht, diese Reise an die Westküste zu machen; das ganze Land zu sehen und die vielen Freunde zu besuchen, die ich in Hollywood hatte. Ich sagte zu. Wir machten eine Liste von den Menschen, die wir in Hollywood anrufen wollten: Regisseure, mit denen Milton in New York am Radio gearbeitet hatte; meinen lieben Freund Fritz Lang;

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