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Die jüdische Frage : vom Mysterium Israels / Friedrich Wilhelm Foerster
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Kannst du mit dem wenigen, was du besitzest, dich ernähren, so nimm nicht von anderen, um reich zu werden, denn die mei- sten von denen, die von anderen nehmen, haben kein Glück. Am Geld von Leuten, die Wuchergeschäfte machen, die unredlich mit Maß und Gewicht umgehen und im Handel nicht ehrlich sind, ist kein Segen, ihre Kinder und Helfershelfer müssen auswan- dern und kommen an den Bettelstab. Mancher wird aber auch darum arm, weil er Arme verächtlich behandelt, sie mit harten Worten zurückstößt oder Bittstellern antwortet: ‚Wer arbeiten kann, dem gebe ich nichts. Er sollte lieber den Armen das zu- kommen lassen, was er sonst für unnütze Dinge, so z.B. für Vögel, die er sich hält, verschwendet. Wer Erbarmen mit dem Menschen hat, dessen erbarmt sich Gott. Ein Unbarmberziger aber gleicht dem Vieh, das bei den Leiden der Seinen gleichgültig bleibt.

Sei keusch, selbst im geheimen, wie auf dem Markt und auf der Gasse, denn selbst das Holz und der Stein in den Wänden deines Gemaches sind die beiden Zeugen, die wider dich auf- treten.

Vor jeder unkeuschen Aufwallung schütze dich der Gedanke, daß du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.

Mit dreien muß man besonders Mitleid haben: mit dem Sin- nigen, den ein Toller beherrscht, mit dem Guten, der einem schlechten Menschen untertan ist, mit dem Edlen, der von einem Elenden abhängig ist. Aber mit drei anderen soll man kein Er- Larmen haben: mit dem Grausamen, der selbst erbarmungslos Laster verübt, mit dem, der kopflos in sein Verderben rennt, und mit dem Undankbaren.

Sprich nicht: ‚Ich werde das Böse vergelten, sondern hoffe auf Gott, er wird dir helfen.

Der größte Fehler ist Undankbarkeit. Sie ist selbst den Tieren gegenüber nicht gestattet. Auch ist derjenige strafwürdig, der dem Vieh über Gebühr Lasten auferlegt, es schlägt, es quält, der eine Katze an den Ohren zerrt oder einem Pferd die Sporen gibt. Ein krankes oder ein trächtiges Tier soll geschont werden. Läuft ein nicht gefährlicher Hund dir in dein Hans, so jage ihn mit einer kleinen Peitsche hinaus, aber hüte dich, ihn mit einem

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