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Bereich lebenden Juden. Kein Nationalismus, kein totales oder totalitäres System kann auf die Dauer ohne gewaltsame Juden- verfolgungen bleiben. Keine Ideologie mit Glaubenscharakter, die ihre Werte absolut setzt und das Höhere und Höchste nied- rigeren Werten und Zwecken unterwirft, kann dem durch die jüdische Existenz bezeugten Absolutheitsanspruch Gottes gegen- über tolerant sein. Aber auch die diffusen Ideologien eines nicht theoretischen, sondern praktischen Materialismus stecken ihrem Wesen nach voll eines geheimen Judenhasses. Hier ist einer der tiefsten Gründe für die Fremdheit des Juden in jeder natür- lichen, nicht religiös durchformten Gemeinschaft, eine Fremdheit, die unendliche Leiden über das jüdische Volk gebracht hat und die nur durch die brüderliche Liebe derjenigen aufgehoben wer- den kann, die sich mit ihnen als die Kinder des einen Vaters verbunden wissen. Aber auch die Abgründigkeit der Judenver- folgung und des Judenhasses wird von hier aus klar— jener Abgrund, der sich für das deutsche Volk unter der Herrschaft des schrecklichen Dritten Reiches geöffnet hatte.
Es ist der leitende Gedanke dieses Buches von Friedrich Wilhelm Foerster, diese einzigartige jüdische Sendung, ein„Leben von oben“, vorzuleben als die eigentümliche, immer wieder mit Exi- stenz- und Blutopfern erkaufle Leistung des jüdischen Volkes in der Geschichte der Kulturen aufzuzeigen und die Bedingungen einer solchen Existenz zu erhellen, und zwar so, daß auch dem, der dem„Mysterium Israels“ in seinem theologischen Verständ- nis nicht zu folgen bereit ist, ein Verständnis des jüdischen Genius eröffnet wird. Foerster spricht nicht als Theologe, und die Theo- logen, die katholischen wie die evangelischen, werden einige sei- ner Formulierungen, etwa die in dem Kapitel über„die Größe der jüdischen Geschichte“, wenig genau und einige seiner Auf- stellungen, vor allem die in der Schlußbetrachtung des Buches, angreifbar finden. Der katholische wie evangelische Leser möge darauf gefaßt sein. Das Buch ist aber auch trotz der ausgedehn- ten Ausbreitung historischen Materials kein historisches Werk, es ist vielmehr das Buch eines Ethikers, und sein Anruf ist ein ethischer, daß wir dem jüdischen Volke etwas schulden und ver- stehen lernen müssen, was wir ihm schulden— die ganze Kultur- welt und vor allem die Deutschen, die ihm gegenüber vor so kurzer Zeit noch nicht nur durch Unterlassung, sondern durch sehr böse Taten schuldig geworden sind.


