lebenslange Mission wahr, Einsicht und Umkehr in den tieferen Schichten des deutschen Geistes zu wecken.
Der geschichtliche Schwerpunkt der jüdischen Frage besteht darin, daß dieses Volk der Juden von Gott auserwählt und be- rufen war, inmitten der Völkerwelt die Absolutheit der Herr- schaft Gottes über seine Schöpfung zu bezeugen, damit in ihm einmal das Wunder seiner Erlösungstat geschehen könne. Diese Auserwähltheit und die mit ihr verbundene Verheißung bleiben ihm, nach den Worten des Apostels Paulus, bis ans Ende der Welt, wenn es heimgeholt werden wird. Es ist das einzige Volk der Welt, dem verheißen wurde, daß es bis zum Ende von den Stürmen der Geschichte nicht vernichtet werden wird(nur die Kirche, das Neue Israel, ist noch im Besitz derselben Verheißung). Das hat nichts mit seinem Charakter, seiner Begabung, seiner Größe, seinem Adel zu tun, es beruht auf einer freien Gnaden- wahl Gottes, so wie ja auch die Kirche nicht ehrwürdig und liebenswert ist, weil ihre Glieder, die Christen, besonders edel und liebenswert wären, sondern weil der Herr sie gestiftet hat und in ihr lebt, damit durch sie die Menschen seiner Gnaden teil- haftig werden bis ans Ende der Welt. Man darf freilich auch die Freiheit der Gnadenwahl Gottes nicht so ins Absurde übertrei- ben, als ob sie keinerlei Voraussetzungen in der Natur habe— nur weil sie ihrer nicht bedürfe— und ebenso keine Wirkungen auf die Natur; als ob Gott die Juden erwählt habe, weil sie die- serErwählung am wenigsten wert seien,und als ob seinHandeln mit ihnen sie nicht in besonderer Weise geformt hätte. Foersters Buch mag auch dazu dienen, eine solche Übertreibung zurückzu- weisen, die sich nicht selten bei Christen findet, die damit dem instinktiven Haß des natürlichen Menschen gegen eine aus Got- tes freier Gnadenwahl erfolgte übernatürliche Berufung, die ob- jektiv zweifellos ohne natürlichen Grund ist, nur ein zusätzliches Motiv geben.
Auf jeden Fall aber ist das geschichtliche Schicksal der Juden dadurch bestimmt, daß sie bis ans Ende der Welt schon durch ihre Existenz Zeugnis geben von dem Absolutheitsanspruch der Herrschaft Gottes über seine Geschöpfe und schon in ihrer Exi- stenz einen Widerspruch bilden gegen alle Versuche, irdische Werte, Güter, Gebilde zu verabsolutieren, einen Widerspruch gegen alle fremden„Götter“. Wo immer in der Geschichte der Versuch gemacht wird, den Menschen solche Verabsolutierungen als Gestaltungsprinzipien ihrer Gemeinschaften aufzunötigen, wenden sich die Machthaber in kurzer Zeit gegen die in ihrem
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