was sie zu sagen hatten, anfangen sollten. Einer von ihnen faßte sich ein Herz.
„Wir wollen uns zuerst bei Ihnen bedanken. Denn wir wissen sehr wohl, daß es Ihnen zu verdanken ist, daß wir noch am Leben sind.“ Ich unterbrach den Wort- führer und machte ihn darauf aufmerksam, daß es sich in Anbetracht der Schwere ihres Falles vielleicht nur um einen Aufschub handele. Aber er fuhr fort und bewies dadurch, daß sie wegen ganz anderer Sachen gekommen waren, als um ihre Dankbarkeit auszu- drücken:
„Und dann wollten wir Ihnen sagen, daß auch noch andere von der Legion ‚Karl der Große‘ im Lager sind. Es ist nun nicht gerecht, daß wir im Gefängnis sitzen, während die frei herumlaufen.”
„Ihr seid Schweinekerle“, antwortete ich ihm.„Glaubt Ihr denn, daß mir das Freude macht, Leute wie Euch nach Frankreich zurückzubringen, und könnt Ihr denn denen, die das Glück gehabt haben, nicht entdeckt zu werden, die Chance nicht lassen, durchzukommen?“ „Das ist es, was wir vielleicht getan hätten“, antwortete mir der, der anscheinend der Wortführer war.„Aber als sie uns gesehen haben, haben sie sich den Teufel um uns gekümmert, weil wir uns hatten erwischen lassen. Und dann treiben sie es doch etwas gar zu ulkig: in ihrer Bude ist eine riesengroße Spruchtafel„Immer einiger gegen den Faschismus“. Wenn sie uns nicht als Pack behandelt hätten und manche andere dann..., dann hätte man ja nichts gesagt...., aber wir haben rot gesehen, als sie uns herausgefordert haben. Wir haben uns mit ihnen schon ausgesprochen. Herausfinden können Sie sie durch die Tätowierung am Arm.“
Es war mir klar, daß da eine Schlägerei stattgefunden haben mußte. Ich ließ mir also den guten N. kommen, um ihn zu bitten, diese unvorsichtigen und etwas zynischen Überreste von Waffen-SS-Leuten durch die
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