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Die Freiheitsstrasse : Dachau 1943 - 1945 / Edmond Michelet. Deutsche Übertragung von Dr. Georg Graf Henckel von Donnersmarck
Entstehung
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Das Ende der Vorstellung

Die Verbindung mit den dunklen Kräften der Rasse was wollt Ihr? ist natürlich sehr verlockend. Aber wir wissen zu genau, wie solche Feiern enden. Früher oder später finden wir diese Leute dann nieder- gestreckt in Blut und Schlamm(Georges Bernanos Wir Franzosen).

Ich war seit einigen Tagen Nachtwächter im Revier. Alex hatte mich nach dem Typhus dort versteckt. Das war kein schlechter Unterschlupf und verglichen mit so viel anderem war der Posten sogar beneidenswert. Man kam natürlich kaum dazu, jemals ein Auge zu- zumachen. Man mußte immer bereit sein, den jam- mernden Kranken zu trinken zu bringen und die weni- gen umzubetten, die noch stark genug waren, sich gegen das Liegen in ihren eigenen Ausscheidungen auf- zulehnen, dann gab es Strohsäcke zu reinigen; schließ- lich waren die etikettierten Leichen in das Leichenhaus zu schaffen. Das wareine furchtbar anstrengende Arbeit, zunächst einmal, weil ich selber noch nicht recht bei Kräften war und die Zahl der Toten jeden Tag zunahm, 10, 12, 15 jeStube und Nacht. Jedesmal mußte die Leiche durch die Gänge des Reviers bis ins Depot geschafft werden, wo derPlatz bald fehlte. Es blieb nichts anderes übrig, als mit den Kameraden Leichenträgern die starren Körper über sich heraufzuheben, um sie so hoch wie möglich aufeinander zu stapeln. Dabei geschah es häufig, daß infolge eines falschen Schrittes oder einer ungeschickten Bewegung des damit Beschäftigten die starre Hülle ihm auf Kopf und Schultern fiel und sich dabei ganz über ihn entleerte. Da es nachts kein Wasser gab, mußte man auf den Morgen warten, um sich zu waschen. Aber all das war doch noch ver-

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