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Viele höhere Führer sind bereits zurückgetreten, manche aus dem Leben geschieden weil sie die Verantwortung für solche gewissenlose, unfähige Führung nicht trage wollten. Andere wurden beseitigt, weil sie den Mut hatten, ihre warnende Stimme erheben, damit kostbares Blut geschont und nicht vergeudet würde. Niemals in
deutschen Geschichte hat eine militärische Führung mit größerer Skrupellosigkeit die*
edle Einrichtung der allgemeinen Wehrpflicht und das Vertrauen mißachtet, das Sol%
daten ihr entgegengebracht haben. Während Ihr fern der Heimat kämpft, um sie a”
verteidigen, sind zahlreiche deutsche Städte, die sicher zu schützen Göring sich ver"
messen gerühmt hatte, in Schutt und Asche gesunken, sind unersetzliche Kulturwerks
zahllose Arbeitsstätten und Hunderttausende von Wohnungen zerstört, zahlreick®
Familien tapferer Soldaten getötet und ausgelöscht für immer. Niemals vorher hat sid‘
so Furchtbares im deutschen Vaterland zugetragen.
Soldaten! So darf es nicht weitergehen! Eure Heimkehr darf dermaleinst nicht al
ein Trümmerfeld führen, auf dem die Jugend, Eurer Erziehung beraubt, mit Heim und Elternhaus auch der Seele verlustig geht, wo materielle Begierden alle edlen
fühle für Eure Freiheit, für Menschenwürde und Nächstenliebe zu verdrängen und z
ersticken drohen. Wollt Ihr, daß die geheiligten Ordnungen von Zucht und Sitte dutd*"
Sünde und Laster zerstört werden? Wollt ihr, daß die Jugend uns einst dafür ver“
dammt, weil wir den Mut zur Verantwortung, zur Rettung des Vaterlandes nich rechtzeitig aufgebracht hätten? Vielleicht haben wir schon zu lange gezögert, aber wit dürfen nicht mehr weiter warten. Denn nun bereitet man den gewissenlosesten Schlag
vor, die Führer der Wehrmacht für das ganze Unglück verantwortlich zu machen. Wit
müssen handeln, weil- und das wiegt am schwersten- in Eurem Rücken Verbrecht begangen wurden, die den Ehrenschild des deutschen Volkes beflecken und seineniß
der Welt erworbenen guten Rufbesudeln. Selbstsüchtige Kreaturen in hohen und hödı ze Ki
sten Stellen haben sie zugelassen oder gar selbst begangen. Sie haben den Krieg dız benutzt, sich schamlos auf Kosten des eigenen und fremder Völker zu bereichern um
aus der Not der Armen und dem Elend der Unglücklichen Nutzen zu ziehen. Die@''
Männer haben sich nicht gescheut, sich mit dem Ruhm Eurer Heldentat zu brüst“ ohne daß sie selbst den Krieg je im Leben gespürt haben. Ihr werdet die Einzelheitd erfahren. Wir werden mit unerbittlicher Strenge im öffentlichen Verfahren dur& greifen. Das Schlimmste ist, daß dieses schamlose Treiben von Adolf Hitler befohle oder gebilligt wurde. Eine solche Führung, ob wahnwitzig oder voll verantwortlid
Eid gebrochen, den sie selbst einst dem Vaterlande geschworen hat, dem sie wie jed4
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i}Vetmeide |[ie Re, hat den Anspruch auf Gehorsam vor Gott und den Menschen verwirkt, denn sie hat d& IV
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Bürger unterworfen ist, und damit die Treue, die sie dem Eidleistenden schuldig ist, m| eichpr
Füßen getreten. Sie könnte Volk und Vaterland nur noch einer schimpflichen, furch‘ baren Katastrophe entgegenführen. Dies zu verhindern, sind wir fest entschloss“ Hierfür stehen wir vor Gott ein. Hierfür nehmen wir Euch in Eid und Pflicht. Im Eis verständnis mit Euren ältesten soldatischen Führern und meinen Mitarbeitern habe i
daher die politische und militärische Leitung übernommen. Eures Vertrauens bin&) gewiß. Hervorragende Männer aus allen Schichten des Volkes haben zugestimmt un]
geloben selbstlose Hingabe und Treue. Ich werde diejenigen Maßnahmen treffen,& überall Führung und Verwaltung durch sachkundige Männer untadligen Charakttf sicherstellen.
Soldaten! Noch ist die Stunde nicht gekommen, sich dem Gedanken des Fried@
hinzugeben. Noch müssen wir kämpfen, um zu verteidigen und zu retten, was uns teiß ist, bis ein ehrenvoller Ausgang des Krieges gesichert ist. Viererlei verspreche ich E d aber schon jetzt:
Erstens: Nur solche Opfer werden von Euch verlangt werden, die nach gewiss® hafter Prüfung unbedingt notwendig sind, um uns zu verteidigen, um den|. gutem Ende zu führen.
Zweitens: Vertrauenswürdige, sachkundige deutsche Männer werden alles dar“


