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Carl Goerdeler und die Deutsche Widerstandsbewegung : mit einem Brief Goerdelers in Faksimile / Gerhard Ritter
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Dokument VII 567

Frieden schei- Stärkungen Rußlands gefährlich. Aus ihrem politischen Rat an die Finnen ergibt sich

hwert, daß in deren auffälliges Kurztreten. .nschenbeseiti- Auch die Vorsicht, die England im Errichten einer zweiten Front walten läßt, ist der Öffentlich- nicht nur ein Beweis für die menschensparende militärisch schwerfällige Politik

lie dauernd als e ebensowenig mer. Dagegenf

Englands, sondern auch dafür, daß England gar keine Veranlassung sicht, Rußland den Kampf zu schr zu erleichtern. Selbst die Luftangriffe auf Deutschland sind trotz ihrer zunehmenden und weitreichenden Wirkung doch so dosiert, daß man klar den

iraum im Rat-"" englischen Wunsch erkennt, Deutschland nicht zu zerschlagen, es aber genügend yens auch übe deutlich aufzufordern, nun auch das Seinige zu tun, um rechtzeitig die Voraussetzun- en sich zu vel- gen zu schaffen, mit denen die Vorherrschaft eines bolschewistischen Rußlands ge- o Rechnung zu meinsam abgewendet werden kann.

Kriegführung Wir stehen aber auch hier in der letzten Phase der Ausnutzbarkeit dieser Interessen- ist leichtfertit» lage. Gerade jetzt wird in Washington darüber verhandelt, daß Rußland als Preis koloniale Bt- für eine angelsächsische Offensive auf Europa seine Kriegsziele begrenzt. Ist diese

Einigung erfolgt, verengen sich unsere politischen Möglichkeiten.

Ein klareres Spiel der gegnerischen Politik kann man wirklich nicht verlangen. Es wäre kindisch, sich eigensinnig auf den Standpunkt zu stellen, es sei ja schließlich Sache Englands, dies alles zu verhindern. Das heißt die Notwendigkeit verkennen, daß Europa* die für England besteht, wie sie zu Beginn des vorigen Jahrhunderts für Preußen- Rohstoffe un Deutschland bestand, ein unberechenbares, zum Wahnsinn gesteigertes System da-

mals das napoleonische- aus dem politischen Leben der Völker zu entfernen. Die Durchführbarkeit der aufgeführten politischen Ziele habe ich auf meinen Vorkriegs- reisen in England und USA festgestellt. Sie kann jederzeit durch Fühlungnahme mit

setzung dies Iere Menscht! ier, gibt es#'

-hulden schw den Angelsachsen erwiesen werden. Ich rate aber von einer solchen vorherigen -h bei ihnen Fühlungnahme ab, weil sie nur als moralische Schwäche gedeutet würde. Es liegen en. Produktit auch so genügend sichere Anhaltspunkte für die Erreichbarkeit dieser Ziele vor.

Enden, so si Der Verwirklichung der obengenannten Ziele steht heute keine gleich starke 1 europäisch Rücksicht auf Frankreich gegenüber, wie sie 1918/19 die Engländer und Amerikaner jese Interes® bedrückte. Das Versagen Frankreichs hat in England sehr peinlich gewirkt; die ceit zu glaube! h Engländer sehen sehr klar, daß Frankreich kein Damm mehr auf dem Festlande sein

I} kann, daß sie nunmehr entschlossen sein müssen, ein neues Gleichgewicht zu erstre- ben, das da etwa lautet: Europa mit deutscher Stärke gegen Rußland.

An dieser Gestaltung sind nicht nur unsere jetzigen Verbündeten, sondern auch die

yu haben, wel ebensnotwendig inter-

x Neutralen, eigenartigerweise auch Polen und Tschechen, 1

ensintere®}} el essiert. Sobald die politische Führung Deutschlands wieder zu denjenigen unerläß- syerlust w lichen Grundelementen menschlichen Zusammenlebens zurückkehrt, die bisher auch en jejchtef®| von einem starken Deutschland anerkannt wurden(Menschlichkeit, Ritterlichkeit, nr Recht, Anstand), werden wir schen, wie schnellsich einem solchen Deutschland nicht

use K die allgemeinen Sympathien, wohl aber die W ucht gemeinsamer Lebensinteressen De zuwenden. Denn selbst Polen und Tschechen sind in ihrem Bestande davon abhängig, daß

Deutschland genügend Widerstandskraft gegenüber Rußland behält. Ich kann in sichere Aussicht stellen, daß ein Deutschland, das sich außer einer

S Möglie C,..1..-.-

5 ch and ehrenhaften, sachkundigen militärischen Führung wieder eine- einfach gesprochen

Er de anständige politische Führung gibt, binnen 48 Stunden den Luftkrieg beendet sehen mit den Westmächten

; würde 2 Se P:;} Es kann. Die nächsten Schritte können dann einer Entspannung |alle Kriegskräfte des deutschen Volkes auf den

gewidmet sein, die es ermöglicht

r gewordeN:"; | siegt Osten zu konzentrieren. sieg® es N. jhrungen" PM| ı ch nut.:.: r:. Ale Damit komme ich zu den Voraussetzungen, die geschaften werden müssen, um diese un- ZUNBEN, 8

stm Bestand und unsere Zukunft sicherstellenden Ziele zu erreichen: a) Unsere Wehrmacht darf noch nicht(vgl. Denkschrift Niemann) unfähig erscheinen, darf dem Gegner noch nicht in der Nähe winken.

weiter Krieg zu führen; der Sieg