Zar dritten Auflage
Seit dem Erscheinen der zweiten Auflage, die zwei Monate nach Erscheinen der ersten nötig wurde und in der nur wenige Berich- tigungen und Ergänzungen vorgenommen werden konnten, hat mich ein Strom von Zuschriften aus dem Leserkreis überflutet, die vielerlei Korrekturen und Ergänzungen meiner Darstellung boten, darunter manches recht Wichtige. Ich habe alles sorgsam überprüft und eine nicht geringe Anzahl von Stellen geändert und ergänzt, hauptsächlich in den Anmerkungen, aber auch im Haupt- text. An meiner Grundauffassung hat sich indessen nichts ge- ändert, sie hat sich vielmehr teilweise durch neue Nachrichten be- stätigt; alle Korrekturen betreffen nur Einzelheiten. Leider war auch daran nichts zu ändern, daß innerhalb einer geschlossenen Darstellung, die sich um eine Zentralfigur gruppiert, nicht alle an dem Geschehen beteiligten Persönlichkeiten mit gleicher Aus- führlichkeit gewürdigt werden können, manche stark zurück- treten müssen. Das hat die Angehörigen mancher Widerstands- kämpfer enttäuscht. Ohne perspektivische»Verkürzung« gewis- ser Teile entsteht aber nun einmal kein plastisches Bild der histori- schen Wirklichkeit.
Mein Buch hat auch in der politischen Publizistik ein unge- wöhnlich starkes Echo gefunden, das über die deutschen Grenzen weit hinausgeht. Übersetzungen ins Italienische, Französische und Englische werden von führenden ausländischen Verlagen vorbereitet. In Deutschland ist, soviel ich sehe, weniger die Leistung und Methode meiner Darstellung als die politische Ge- stalt Goerdelers lebhaft umstritten worden. Diese Debatte hat immer mehr eine Wendung genommen, die mich nötigt, öffent- lich dazu Stellung zu nehmen, um Mißverständnisse meiner Auf- fassung abzuwehren.
Ich habe weder mit meinen Sympathien für die Persönlichkeit Goerdelers und für die Widerstandsbewegung noch mit meiner Kritik an ihrer politischen Leistung hinter dem Berge gehalten. Das»Stellung nehmen« gehört nach meiner Auffassung zu den unabdingbaren Pflichten des Historikers, der ja nicht eine irgend- wie fertig vor ihm stehende Vergangenheit bloß zu photographie- ren, sondern Geschichte überhaupt erst lebendig zu gestalten und womöglich auch für die Gegenwart fruchtbar zu machen hat. Daran sollen mich auch diejenigen Kritiker nicht irre machen, die mir ein allzu starkes Hervortreten mit dem eigenen Urteil vor- werfen. Man hat aber meine kritische Stellungnahme offenbar vielfach mißverstanden. Sie dreht sich in der Hauptsache immer
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Kamp wiede: Goerd Resig! 3.471 Wille: Kräft
Die werde schrifi politis näte«, Nicht »Reyr Hitler Denn wenn ihmir tet, al wiß y gung, teyol, Schlev geset:


