Suppen.
1. Gute gewoͤhnliche Fleiſchbruͤhe (Bouillon.)
Eine gute Fleiſchbruͤhe erhaͤlt man, wenn man eine verhaͤltnißmaͤßige Menge Fleiſch im Waſſer ſiedet, je groͤßer die Menge des Fleiſches, gegen die des Waſſers genommen wird, deſto beſſer wird bann die Brühe, auch zeigt die Erfahrung, daß ein Stuͤck Rindfleiſch dem andern in dieſer Hinſicht vorzuziehen iſt, und daß ſelbſt unter dem Fleiſche, das verſchieden gemaͤſtete Ochſen geben, ein nicht
unbedeutender Unterſchied bemerkt werden kann. Bereitet man bloß aus Rindfleiſch, Waſſer und wenig Salz eine Fleiſchbruͤhe durch drey⸗ unb mehrſtündiges Kochen, ſo iſt dieſes ganz ein⸗ fache Fleiſchbruͤhe oder gemeine Fleiſch⸗ bruͤh, wie ſie in der Folge genannt werden wird. In groͤßern Küchen, an Hoͤfen, in Gaſt⸗ haͤuſern und da wo ſtarke Famllien ſind, fällt vom Geflügel viel ab, welches man reinlich ab⸗ putzt, mit einem Faden zuſammen bindet, und entweder mit dem Rinbfleiſch kocht, oder in einem eigenen Topfe, in welchem einfache Fleiſchbruͤh abgegoſſen worden iſt, nebenbey beſonders mit kochen laͤßt; man legt auch wohl ein Stůck Schinken, einen Kalbsknoren und reinliche Knochen, welche vom Braten übergeblieben ſind bey, und kocht dieſes immer neben dem iiſ mir. Eine Koͤ⸗


