Druckschrift 
Neues Augsburgisches Kochbuch mit Inbegriff der ältern Vorschriften 956 Speise-Zubereitungen enthaltend : nebst einer allgemeinen Einleitung und einem Anhange, wie man die nöthigsten und allgemeinsten im Gebrauche befindlichen Gegenstände der Haushaltung, und andere nützliche Hausbedürfnisse leicht und wohlfeil selbst bereiten kann : so z. B. Hefe, Essig aus Wein und andern Mitteln, einen guten Haus- und Tischtrank u. dergl. m. : Wobei durchaus alles nach bayerischem Maas und Gewicht berechnet und bestimmt ist / Aus den Papieren der verewigten Herausgeberin des Augsburgischen Kochbuches, Frau S.J.W. zusammengetragen und zum Drucke befördert von einigen Verehrern und Verwandten derselben
Entstehung
Seite
XXXII
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Semien. Eine Speiſe mit etwas verſetzen damit

ſie dick wird.

Volt au Vout. Etwas Aufgeblaſenes.

Weißmehl. Butter mit Mehl zuſammengeſchmolzen.

Zucker treßiren nu verſchiedenen Graden der Feſtig⸗ keit kochen.

Von dem Gewicht und Maas.

Um keine Verwirrung in die Sache zu bringen, habe ich den bey der Kochkunſt in dieſer Hinſicht ſo unndthigen Kleinigkeitsgeiſt vermieden, und bemerke nur, daß das Baieriſche oder Wienergewicht hier allenthalben gemeint iſt, ſo auch das Baieriſche Schenkmaas.

Das baieriſche Gewicht haͤlt immer des alten Augsburger oder ſchwaͤbiſchen; daher man auch nur 3 bis 4 Loth des alten Gewichts zu demſelben legen

darf, im Falle man kein neues baieriſches beſitzt.

Ein Maas Fluͤſſigkeit ſind 64 Loth oder 2 Pfund derſelben.

Eine Bouteille 4 Maas, ein Quart 3 Maas. Ein Seidel eine halbe Maas. Das alte Maas ſtimmt mit dem Neuen uͤberein, wenigſtens macht es in der Kochkunſt keine Verſchiedenheit.