—
XXX
Liebet man aber ja den gewuͤrzhaften Geſchmack ſo ſehr, daß man ihn nicht entbehren kann, ſo haben wir in unſern Garten eine Menge Kräuter, welche bey einem geſchickten Gebrauche die Stelle der auslaͤndiſchen Gewuͤrze vertreten Foͤnnen, und welche der Geſundheit minder, oder gar nicht nachtheilig ſind, wenn auch das Maas dabey uͤberſchritten werde ſöllte. Frey⸗ lich kennen noch wenige unſerer Hausmuͤtter und Koͤchinnen den vorzuͤglichen Gebrauch unſerer einheimiſchen Gewuͤrzkraͤuter und Wur⸗ zeln nur wenig, ſonſt würden ſie das theure und ſtarke auslandiſche Gewuͤrz bald entbehr⸗ lich finden. *)
*) Es folgen nun in den Kochbuͤchern mehrere Kraͤnter⸗ pulver, welche aber hier hinten, da wo ſie hinge⸗ hoͤren geſetzt worden ſind. Die vorzüglichſten deut⸗ ſchen Gewuͤrzkräuter ſind. Thimtan, Majoran, Ba⸗ ſiikum, Salbey, Rosmarin, Monarde, Peterſilie, Champignons, Eſtagon, Beyfuß, Anis, Schwarz⸗ tümmel, Kuͤmnielfenchel, Till, Schalotten und viel⸗ leicht noch mehrere andere. (Die Monarde ſollte mehr bekannt ſeyn.)


