glitt und zu Boden fiel. Er war sehr ärgerlich über seine Ungeschicklichkeit und bückte sich schnell danach.

Aber wie er auch Umschau hielt, er konnte es nir­gends sehen, somit legte er sich ganz auf den Boden und entdeckte es endlich ganz am Ende eines entfernt stehenden Waggons.

Er kroch auf allen Vieren zu der Stelle hin und schimpfte dabei weidlich auf sich. Aber niemand hatte sein Verschwinden bemerkt.

Schon hatte er es erwischt, es lag direkt vor einem Paar derber Kommißstiefel eines dort stehenden Po­stens.

Bereits streckt er die Hand aus, hatte das Stück ge­faßt und war im Begriff, den Weg zurückzulegen, als das Stiefelpaar Stimme bekam und oben in der Luft zu sprechen anfing: ,, Laß mich abtreten, Kamerad! Wenn das Schauspiel der Eintreibung wieder beginnt, wird mir schlecht!" Von irgendwoher kam eine Antwort und eine rauhe Männerstimme schrie: Quatschkopf, das sind doch keine Menschen, die man dort vergast und verbrennt, das ist ja Ungeziefer!"

Das erste Stiefelpaar fing wieder oben in der Luft an zu rufen: ,, Ich kann das aber nicht mit ansehen. Nachts springe ich aus dem Bett und träume davon. Wie aus dem Wasser gezogen bin ich dann vor Auf­regung."

,, Das sind Nerven! Waschweib! Das mußt du dir ab­gewöhnen!"

Josef Manez war erstarrt liegengeblieben. Er hatte das Gehörte in seiner ganzen Tragweite noch nicht er­faßt. Was redeten diese da vom Verbrennen und Ver­gasen?

Seine Haare sträubten sich.

Sollten sie die Menschen meinen, die eben zu Hun­derten in das Gebäude eingelassen wurden und ver­schwanden? Tausende standen noch draußen und war­teten auf Abfertigung.

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Er mußte unter dem Wagen bleiben und weiterhören.