,, Ja!" rief es aus einem anderen Winkel ,,, die machen schon einiges mit uns, diese Menschenschinder!"

Weiter donnerte der Zug durch die Landschaft.

Die Kinder begannen zu weinen und verlangten nach Brot und Trinken. Das enge Beieinandersitzen wurde zur Qual.

Plötzlich, mit einem heftigen Ruck, hielt der Zug an. Alle atmeten wie erlöst auf. Gott sei Dank!

Endlich konnte man frische Luft schöpfen. Auf offener Strecke hielt der Eisenbahnzug. Die Waggons wurden von außen geöffnet.

Draußen stand eine auseinandergezogene Sperrkette von SS - Soldaten mit aufgepflanzten Seitengewehren in einem weiten Halbkreis.

Seltsame Gebäude lagen vor der Rampe. Sie trugen eine Aufschrift: Brausebad, Wasch- und Duschraum. Also keine Station?!

Wo war man nur? Wie hieß der Ort? Nirgends war ein Schild zu sehen. Endlich kamen einige SS - Leute und forderten die Ankömmlinge auf, auszusteigen und sich zu vier Mann in Reih und Glied aufzustellen. Die Kinder sollten besonders für sich stehen. Es wurde ihnen bedeutet, bevor sie in das neue Lager kämen, müßte vorher eine Generalreinigung der Personen und Sachen vorgenommen werden, wegen der Läusegefahr. Der Ort hieße Auschwitz . Das Lager befände sich ganz hier in der Nähe.

Freudig leisteten die erschöpften Menschen Gehor­sam und waren glücklich, sich durch ein Brausebad er­frischen zu können.

Josef Manez stand im Geplauder mit der Frey- Truppe im letzten Glied der langen Reihe. Sie warteten gedul­dig, bis die Reihe des Einlasses in den Duschraum an sie herankäme. Bereits hatte jeder von ihnen ein Stück Seife und ein Handtuch in Empfang genommen.

Gerade als die Truppe sich in Bewegung setzte und sich weiter vorschob, hatte Manez das kleine Miẞ­geschick, daß ihm sein Stück Seife aus der Hand ent­

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