Gruppe der Wartenden zu den Ghettoleuten vor und fragte aufgeregt:

"

, Was stellt ihr vor, müßt ihr uns bewachen?!"

,, Ja! Aber wir sind Gefangene wie ihr, wir sorgen nur für Ordnung."

Ein anderer fragte: ,, Was ist das hier für ein Leben? Geht das immer so zu? Kann man sich nicht frei bewe­gen?"

,, Nein! Ihr seid alle an die Verordnungen gebunden. Geht alle wieder an eure Plätze und seid um Gottes­willen ruhig, daß wir die beiden SS - Offiziere nicht auf­merksam machen. Die schlagen zu, wohin es gerade trifft. Es ist noch vieles mehr zu sagen, aber ihr werdet es schon erfahren."

Darauf blieben die Ausgetriebenen verstört stehen- sahen einander an und hatten Herzklopfen.

Die Ghettowachtmänner blickten jetzt gleichgültig über alle hinweg, weil eben die beiden SS - Offiziere zurück­gekehrt waren und den Befehl zum Einmarsch der Gefangenen in die Kaserne gaben.

Der Zug wurde durch einen langen, ausgedehnten Hofplatz hinweggeführt über eine hohe Steintreppe in eine von Säulen getragene Halle. Im Innern befanden sich Treppen, die hinauf in die oberen Stockwerke der Kaserne führten. Wachen standen überall herum. Die Menschen wurden in einzelne Gruppen verteilt und zum Niedersitzen aufgefordert. Es wurde ihnen bedeutet, daß sie zu warten hätten, bis für weitere Unterkunft Sorge getragen sei. Wie lange es dauern würde, wüßte keiner.

Die Wachen entfernten sich, und die Gefangenen blie­ben sich selbst überlassen. Ein jeder machte es sich, soweit er es konnte, auf dem Boden bequem. Irgend­welche Sitzgelegenheiten gab es nicht. Kitty hatte eine Nische erwählt, die Platz für vier Personen bot. Dorthin führte sie auch Larsons. Somit waren diese vier Men­schen für die nächsten Stunden vereint.

Es herrschte ein tiefes Stillschweigen unter ihnen. Man

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