Der Marsch in die Stadt hatte bereits begonnen. Gruppe an Gruppe schloß sich der Schlange an, und endlich durfte auch die Gruppe, zu der Kitty und Larsons gehörten, dem langen Zuge folgen.
Während viele der Marschierenden Rucksäcke und manche sogar Koffer in den Händen trugen, hatte Kitty nur ihre Handtasche und eine Plaidrolle mit Decken bei sich. Auf dem Rücken frug sie wie fast alle den Rucksack. Auch Larson hatte mehrere Koffer in seinen Händen und auf dem Rücken einen gewaltig schweren Rucksack
Viele Hunderte von Menschen schritten jetzt dem Innern Theresienstadts entgegen. Es ging über Felder, an altertümlichen Gebäuden vorbei, auch über eine Brücke, unter deren Bogen ein Wasser lief, und endlich war man in der Stadt selber.
Es war ein langer Marsch, und Kitty hatte Mühe, in der Nähe der Bekannten zu bleiben, aber es gelang ihr. Der lange Menschenstrom wurde von beiden Seiten von tschechischen und deutschen SS- Leuten flankiert. Die Uniformen der Tschechen sagen stramm am Körper und hoben das Ebenmaß der durchweg schönen Gestalten besonders hervor. Ihre Augen wanderten auch mal flüchtig, aber voller Angst zu den stolz einherschreitenden SS - Offizieren. Diese trugen in ihren Händen einen Knüppel.
Schritt auf Schritt bewegte sich die gewaltig lange Schlange vorwärts. Nun ging es hinein in das Innere Theresienstadts.
Auf einmal weiteten sich Kittys Augen vor Entsetzen. Ihr Antlitz wurde aschfahl. Sie schwankte gleich einer Birke im Sturm. Sie wäre fast zu Boden gesunken. Was war geschehen?
Ach, nicht viel! Larson hatte von dem neben ihm gehenden SS - Offizier einen Schlag mit dem Knüppel über den rechten Arm bekommen, so daß die Koffer zu Boden fielen.
Was war der Grund? Larson wollte einem jungen
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