Mit anderen Worten, es eilt! Um eine schwere Katastrophe abzuwehren, deren Folgen eine unübersehbare Reichweite bekommen können, muß rasch gehandelt werden.
Wohnungsnot, Angst vor Arbeitslosigkeit, politische Furcht, nationaler Haẞ, Verdacht, Mißtrauen und Abrechnungsmentalität stellen sich hindernd in den Weg. Sie müssen überwunden werden. Wir können dabei helfen, auch zu unserem eigenen Besten. Wir befinden uns alle auf dem gleichen Schiff, und man sollte glauben, daß es im Fahrwasser voraus dunkel genug aussieht. Geht das Schiffunter- und 15 Millionen heimatlose Menschen können gemeinsam mit anderen gefährlichen Elementen einen solchen Schiffbruch verursachen kommen wir alle dabei um.
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Alle an Bord müssen zusammenarbeiten, um das Schiff in den Hafen zu retten.
Es muß einmal klargestellt werden, daß die Flüchtlinge nicht eine Schar arbeitsscheuer, minderwertiger Menschen von zweifelhafter Qualität sind. Aber sie können es werden. Und sie können sich gegen uns wenden!
Heute sind sie noch Millionen von vollwertigen Menschen, nützlich und notwendig für die Arbeit, die Welt wieder hochzubringen. Gefährlich wie Atombomben, wenn man sie niederhält und ausschließt.
Fremdes Blut wird stets eine Nation stärken. Das beweist die Geschichte aller Nationen. Keine Geschichte bezeugt das Gegenteil.
Ich glaube nicht, daß die Juristen mit all ihrer ,, Gerechtigkeit" und ,, Redlichkeit" Frieden und Verständnis schaffen werden, jedenfalls nicht nach den Grundsätzen, die jetzt die vorherrschenden zu sein scheinen. Die Politiker haben weiß Gott mit all ihrem Streben auch keinen großen Erfolg gehabt- sofern es wirklich von dem ehrlichen Willen gelenkt war, Frieden zu schaffen.
Ich glaube nicht, daß die Diplomaten mit all ihrem ,, Diplomatenscharfsinn" den Weg durch Eiserne Vorhänge und Sperren hindurch finden werden, die jetzt Völker und Nationen
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