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Von Tag zu Tag : ein Tagebuch / Odd Nansen ; aus dem Norwegischen übertragen von Ingeborg Goebel
Entstehung
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Anlaß, die Kameraden zu begrüßen, u. a. auch Arvid. Sie ver­suchten uns davon zu überzeugen, wie glücklich wir sein konnten, daß wir hier gelandet waren. Sie erzählten und berich­teten alles, was sie nur wußten. Der größte Teil der Stunde, die wir dort standen, wurde mit Erzählungen und Begrüßungen totgeschlagen. Natürlich wurde auch wieder gezählt sogar einige Male extra, da wir ja zum erstenmal hier angetreten

waren.

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Endlich durften dann auch wir durch das Tor des Haupt­eingangsgebäudes marschieren, wo mit, Mützen ab!" und ,, Hände angelegt!" noch einmal gezählt wurde. Mit geradeaus gerichtetem Blick und gespannt wie Stahlfedern trampelten wir los, und der Takt der Holzklappern dröhnte wie ohren­betäubendes Donnerwetter gegen den Betonweg. Bis auf die , Straße" mußten wir so gehen- es war ein Spieẞrutenlaufen an SS - Unteroffizieren und aufmarschierten, bewaffneten SS­Leuten vorbei die ganze betonbelegte Straße außerhalb des elektrischen Zaunes entlang.

23. Oktober 1943

Ich bin wenig zum Schreiben gekommen. Aber jetzt will ich den Bericht weiterführen.

Man hat den Eindruck, daß das Lager und seine angrenzen­den Herrlichkeiten sich bis ins Unendliche nach allen Rich­tungen hin ausbreiten. Die Betonstraße führt längs der mit einem elektrischen Zaun versehenen Gefängnismauer am Lager vorbei. Auf ihrer anderen Seite liegt das SS- Lager- Baracken und nochmals Baracken, Kantinen, Kameradschaftshäuser usw. usw. Sonst sieht man Werkstätten und alle möglichen Arbeitsplätze, an denen Gefangene arbeiten. Unser Weg führt in den Wald hinaus, in einen Tannenwald, dessen Bäume selbst in Reih und Glied stehen! Zwischen den Baumreihen liegen Baracken und alle möglichen Anlagen. KDW ist ein besonders abgegrenztes Gelände. Dort gibt es Lagergebäude für alle möglichen Autos, Autobestandteile und Autoausstattungen mit den dazugehörigen Werkstätten.

Nach unserer Ankunft dort am Morgen wurden wir zum

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