teils von Trondheim . Die Trondheimer gehörten zur Aalesundgruppe. Sie waren an Bord des Bootes gewesen, das gefaßt worden war.
Viel ist für sie nicht zu hoffen. Sie hatten Angeber an Bord. Offensichtlich hatten sie sich Leuten anvertraut, die sie nicht persönlich kannten, von denen sie jedoch gehört hatten, daß sie schon Hunderte von Booten hinüberbefördert haben sollten.
So kam es denn heraus, und die ganze Sache lag schon auf dem Tisch der Gestapo . Erklärungen waren überflüssig. Ihre einzige Hoffnung ist wohl, daß genügend Zeit vergehen wird, bevor die Sache zur Debatte kommt. Täglich können sie Bescheid bekommen, daß sie ihre Sachen packen möchten. Und dann wissen sie, was das bedeutet, wie auch Fraser und Svae es wußten, als sie abzogen, und wie all die anderen es auch wußten. Sogar hier im Gefängnis war das Leben so sehr wert, gelebt zu werden. Die Kameradschaft... fesselte sie ans Leben mit neuen und starken Banden, es wurde ganz undenkbar, sie wieder zu zerreißen! Die Sonne schien doch und blinkte in den Schneekristallen, sie schien über unserem Land, unserem Wald und über unseren Feldern, über unserer Arbeit und unserer Gemeinschaft und über einer leuchtenden Zukunft, zu der wir gleichsam alle täglich den Grundstock legen.
Diese Gedanken werden zu einer inneren Gewißheit, die uns mit Freude und Lebensmut erfüllt und durch nichts zerstört werden kann. Die Tage werden immer heller und die Stimmung dementsprechend auch, das Leben wird reich und intensiv- wir gehen dem Frühling entgegen!-
Aber dann plötzlich, eines Tages, verdecken schwarze Wolken unsere Sonne, und eine dunkle Unheimlichkeit lastet über dem Gefängnis. Das Leben verstummt; das Spiel hört auf; man senkt den Kopf und sieht weg, als wolle man sich schützen gegen das, was jetzt kommen soll.
16. April 1942
Heut ist ein strahlend warmer Frühlingstag. In diesen Frühlingstag zieht eine Norweger - Kolonne. Sie blinzeln in der Sonne, doch ist es, als erkennten sie sie gar nicht mehr. Sie
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