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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
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Munterkeit, uͤberhaupt ein abweichendes Benehmen der Thiere. Die Augen ſind glaͤnzend und etwas geroͤthet, der Blick ſtier. Zuweilen ſtellt ſich eini ger Huſten ein, die Haare ſtraͤuben ſich auf dem Ruͤcken und an den Lenden, und dieſe Theile ſind beſonders empfindlich. Hierauf tritt Froſt und Zit tern des Koͤrpers ein, dann Hitze und Unruhe, ver⸗ bunden mit Schuͤtteln und Ueberwerfen des Kopfes. Die Augen thränen jetzt. Maul und Naſe ſind Anfangs heiß, bald aber fließt aus denſelben ein zaͤher, geiferartiger Schleim, es entſtehen Blaͤschen im Maul, und mit ihrem Aufplatzen rothe blutende Stellen. Der Athem iſt nun beſchleunigt, mit Flankenſchlagen verbunden, der Huſten kommt oͤfters, iſt tief und hohltoͤnend. Die Freßluſt hoͤrt

jetzt ganz auf, ebenſo das Wiederkauen, dagegen

iſt der Durſt ſtark. Die Milch bei Kuͤhen verſiegt. Es geht nur wenig trockener, wie verbrannter Miſt mit Schmerzen ab, der Harnabgang iſt gering. Wenn dieſe letztern Erſcheinungen einmal eingetre⸗ ten ſind, ſo nimmt die Krankheit immer zu; die Thiere werden immer empfindlicher in der Lenden gegend, unter der Haut ſtellen ſich Windgeſchwuͤlſte ein. Jetzt tritt noch ein nervoͤſes, am Ende ein fauligtes Fieber und damit Vermehrung und fau⸗ ligte Beſchaffenheit der Ausfluͤſſe aus Maul, Naſe und Augen, ſo wie ein heftiger ſtinkender Durchfall ein. Die Thiere werden immer matter, liegen

ſtets, ſind aber unruhig, es tritt ein krampfhaftes