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Anleitung zur Fleischbeschau : nach den Erfahrungen des Distrikts-Thierarztes Anton Obermayer in Kaiserslautern, für Physiker, Polizeibeamte, Thierärzte und Fleischbeschauer / bearbeitet von Dr. C. Meuth, königl. Bayer. Kantonsphysicus in Zweibrücken
Entstehung
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lich mit den religioͤſen Gebraͤuchen verbunden, als ſolche aufs gewiſſenhafteſte beobachtet wurden. Als ein Denkmal der treueſten Vorſorge eines Geſetz⸗ gebers fuͤr das leibliche Wohl ſeines Volkes koͤn⸗ nen die durch die heilige Schrift uns uͤberlieferten moſaiſchen, die Speiſeordnung und den Fleiſch⸗ genuß betreffende Geſetze gelten. Wenn gleich die⸗ ſelben, beſonders was den erlaubten oder verbo⸗ tenen Genuß des Fleiſches mancher Thiergattungen oder der einzelnen Theile derſelben betrifft, uns jetzt als kleinlich erſcheinen muͤſſen, ſo laͤßt ſich doch nicht laͤugnen, daß das heiße Clima Aegyptens und Palaͤſtinas, und die bei den Israeliten von jeher vorwaltende Anlage zu Saͤftekrankheiten,

dem juͤdiſchen Geſetzgeber aus diaͤtetiſchen Gruͤn⸗

den, das Verbot des Genuſſes ſehr fettreicher Thiergattungen, als der Schweine, und der in niedrigen, ſumpfigen Gegenden lebenden Sumpf⸗ und Waſſervoͤgel, und aasfreſſender Thiere welche meiſt ein wenig ſchmackhaftes und zum Genuſſe nicht einladendes Fleiſch haben, mußte raͤthlich erſcheinen laſſen. Aehnliche Gebote in Be⸗ treff des Fleiſchgenuſſes erhielten ſich unter den erſten Chriſten, und die Mohamedaner hal⸗ ten ſich noch jetzt ſehr ſtreng an die ihnen von ihrem Propheten gegebenen den juͤdiſchen aͤhnlichen Vorſchriften. Bei den uͤbrigen Voͤlkern des Alter⸗ thums findet man dieſen Gegenſtand nicht mehr heſonders beachtet, blos die Roͤmer hatten in

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