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Vollständiges deutschlettisches und lettischdeutsches Lexicon, : nach den Hauptdialecten in Lief- und Curland ausgefertigt / von Jacob Lange, Generalsuperintendenten des Herzogthums Liefland [et]c.
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VII
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Vorrede. VII.

3) Eine vernuͤnftige Analyſe der Stamworte und ihrer Abſtäͤmmi inge, kann von den erſten eine richtige, gewiſſe, und analogiſche Bedeutung leiten, der der jezzige Gebrauch das Siegel des Anſehens und der Gewißheit giebt. Ein in ganz Lettland oder doch in den reine⸗

ſten Gegenden gebrauchtes Wort kann nicht unlettiſch, ſo wie etwa ein in Curland von den Kittauern oder Schamniten entlehntes Wort 1 nicht zu verwerſen eom e b

Dieſ Grundſäzze deien mmit die Fürſtheif und die Methode, an einem nuzbaren lettiſchen Lexikon zu ſammlen, und es nach den Beſtand⸗ theilen, welche wohl eingerichtete Lexika in andern Sprachen haben, ein⸗ zutheilen. Die Grammatiker nennen es ſynthetiſch und analytiſch, im erſten Fall, da man dem Deutſchen mit lettiſchen Worten und Redens⸗

arten ſagt, was er wiſſen will: und im andern Fall loͤſet man die lettiſchen Worte bis zu ihrem Grundworte auf, beweiſet aus dieſem, wie weit die

figuͤrliche und uneigentliche Deutung der Woͤrter gehen koͤnnen, und durch dieſes Mittel hilft man dem oft laͤcherlichen M ißgrif der Deutſchen, wenn ſie den uneigentlichen Gang lettiſcher Woͤrter nach dem Deutſchen meſſen, folglich zu Germaniſmen Gelegenheit nehmen, die dem einfaͤltigen Letten ſehr verkehrte Begriffe von dem machen, was man ihm doch als wichtig und wahr vortragen will. Ich will davon nur ein Paar Beyſpiele anfuͤh⸗ ren:Im Deutſchen hat das Wort treibennebſt dem eigentlichen, auch einen figuͤrlichen Verſtand, nehmlich, womit umgehen, es uͤben., Man ſagt: Abgoͤtterey; Hurerey treiben; das lettiſche Wort, dſiht nimmt dieſen Gang nimmer, gleichwol giebt man dem ketten dieſes durch: Elkadeewibu dſiht, welches gerade das Gegentheil von dem iſt, was man ſagen will. Was muß der lettiſche Junge doch denken, wenn ihm in der Katechiſation ſo ehrbar ſagt: tew. ne buhs manzibu dht;.

Man