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Vollständiges deutschlettisches und lettischdeutsches Lexicon, : nach den Hauptdialecten in Lief- und Curland ausgefertigt / von Jacob Lange, Generalsuperintendenten des Herzogthums Liefland [et]c.
Entstehung
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VI
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Vorrede

Dieſes erweckte in mir den Trieb, einem Beruf gleich, an ein ſo 8 viel moͤglich, voll ſtaͤndiges und geprüftes Woͤrterbuch uͤber die lettiſche* 3 Sprache zu denken. Ich war von dieſer Zeit ab in meinen Nebenſtun⸗ an

den auf die Lippen des Letten geheftet; um ſo mehr, da ich in einer lan⸗ 41 gen Reihe von Jahren Gelegenheit hatte, mit den remneſten detten mit ten im Lande umzugehen. 1 a H

Häͤnſige Amtereſfen in verſchiedene Kreiſ unſers Landes 3, eine mit Fleiß unterhaltene Correſpondenz in alle Ge genden von Cur⸗ und Lett⸗ land, ſonderlich, wo man einige Abweichung in der Sprache vermuthete I 6b ſezzeten mich bald in den Stand, gewiſſe kritiſche Grundſaze veſtzuſtellen, 4 t nach we ſchen ee nGehE 11 wein gem einnaziges vollſtaͤndie ges letſches Woͤterbuch moͤg ich k und wirkle lich werden koͤnnte, naͤm lich:, a k. 1) Das reineſte e und beſte Lettiſche ſey in der Mitte von Cur⸗ und b* i Liefland. Denn alle Spracheni in der Welt, bleiben in der Mitte 4 ihres Landes am reineſten, wo ſie mit andern Nationen und Spra⸗ 1 N chen am wenigſten vermi niſchet ſind. ſt mn 4 ſenn zu 2) d Der Provinzial dial lekt iſt nicht zu aͤndern, macht auch ein Wort 1 1 nicht unlettiſch. Die Naͤhe des Preußiſchen Littauens hat viel Lit⸗ 1 1 3 tauiſches in das Curlaͤndiſche gebracht, ſo wie die Nähe von 4. 1 Ehſtland und Rußland manches fremde Wort in das Lieflaͤndiſche, 44 ne doch ſelten. Auſſerdem erfodert die verſchiedene Landesart, es er⸗ 64 fodern die Geſezze, die zehensart und die Wirthſchaft, ver⸗ r kd ſchiedene Redensarten und Woͤrter. Dieſe koͤns nen einem allgemei⸗ nen Lexikon nicht entzagen werden. e 61 4 da m

3) Eine