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entstandenen) namen, als bei den fremden hervor(sei es, dass deren letzte silbe auch wurzelhaft, oder ableitend, oder bloss flexivisch ist). Auch lässt sich, in deutschen wörtern mehr als in frem- den, die abweichung von der gewöhnlichen betonung vorzüglich in den beiden ersten versfüssen wahrnehmen, wogegen, wenn man die fälle mit einander vergleicht, die im versschlusse beide silben gehoben haben, die zahl der deutschen wörter die der fremden übertrifft. Im besondern führe ich an:— a) von den deutschen componierten, wozu ich gleich die fremden auf-au ziehe, diejenigen,— α) welche allein die hebung auf dem zweiten theil haben: Masau, Meusau, Erlau, Haunberc, Gothart, Sempach(20, 175, wo aber der vers auch Sémpach gestatten würde). Lampart, Merspurc, Weinreich;— 9) die den versaccent sowohl auf der zweiten, wie auf beiden silben haben: Mantau, Kuonràt;—„) die bald auf der ersten, bald auf beiden zugleich, niemals aber auf der zweiten allein betont sind: Pazzau, Kötsé, Pràbant, Leiflant(Eiflant) Praunsweig;—§) die nur mit dem ton auf beiden silben gebraucht werden: Lukau, Gotfrid, Markvelt, Anhalt, Ekhart, Pernhart, Samlant, Woldmar, Lertolt, Perhtolt, Kreuzpeck(Krebzpeck?);—«) die bald mit der ersten, bald mit der zweiten, bald mit beiden silben zugleich gehoben sind: Albreht, Hollant, Frankreich, Fridreich, Hainreich, Uolreich, Ludwig(-weig), wo jedoch neben den gesicherten be- tonungen Fridreich, Fridréich und Lüdwig, Lüdweig ungewiss sind Fridrèich, Lüdwèig(wig), Ludwéig(-wig), da sie sich auch dreisilbig Frideréich, Lüdewéig, Lüdewig nehmen lassen;— 8) wo der ton bald auf der ersten, bald auf der zweiten, niemals aber auf beiden zugleich ruht: Padau, Walsè(Waldse), Purkhart, Wilhelm(-halm), Gotlieb, Sigmund, Adolf, Leupolt, Rnppreht, Wierzpurc; endlich—„) deren erste silbe allein der versaccent trifft: Ergau, Krakau, Landau, Littau, Meissau, Pettau, Purgau, Seckau, Tuonau, Reinach, Seifrid, Müldorf, Pruchdorf, Saeneck, Stadeck, Trunthaim, Stockholm(-olb), Irlant, Schottlant, Tenmark, Ruodolf, Graizpach, Auspurc, Maidburc, Neunburc, Salzpurc, Stràâzpurc, Strauzperc, Wolfram, Kniprod, Westval, Erwart, Sweinwart, Norweg.— b) Von den fremden reihen sich unter die bei a) gemachten classen, unter — Wenzlà, Misach, Sidrach, Kaspar, Gumarn, Jonas, Tomas, Rosatz, Friaul, Valenz, Angnet, Margret, Rangnet, Trient, Orep, Pudein, Russein, Sameit, Perlin, Utin, Previnz, Tarsis, Aron, Pharon, Syon, Turon, Mayork, Karlus;— unter) kein name;—„y) Sperval, Rainfal, Lucas, Tärveis;— unter) Kaffa, Trachtal, Tetnanc, Munfurt;— unter) Adam, Kaleis(-ys);— unter 8) Juda, Johan(Jans, doch nur einmal Jöhan, sonst immer Johän), Polan, Toran, Tuschkan, Pareis (-is), Clemens, Josep, Davit, Jesus(aber nur Jésum, Jésu);— unter)) Marja(-jam,—jan). Muscha, Prezzla, Saba, Rody, Mailan, Urban, Ritschart, Judas, Agreim, Libein(2), Martein, Lavent, Vicenz, Sybil, Philipp, Gynis(2), Jacob, Tyrol, Simon, Olmünz, Marcus, Petrus, Venus.
II. Dreisilbige.— 1) Die wenigen deutschen, die zwei tonfähige stammsilben mit einer flexion bekleiden, tragen, wo sie nicht doppelt gehoben sind(auf erster und zweiter, im stumpfen vers- schlusse, wie Herdegen 12, 135; Orwegen 14, 238) die hebung auf der zweiten(Albrehten, Fünf- kierchen 6, 132; 29, 59), ganz so wie die gleich gebildeten appellativa 1s).— Ebenso sind behandelt alle fremden, die sich auf die tonlosen silben-e,-el,-er,-en,-es endigen ¹⁴); wozu noch mit andern endungen kommen: Tobita, Ispani, Muntzili, Polony, Priteny, Venedy, Zezily (wonach man auch Serdény 14, 294 erwarten sollte; es lautet jedoch Sérdeny), Augusto, Ma- thiam, Ysayas, Philonis, Anshelmus.— 2) Alle deutschen zusammengesetzten mit einem stummen oder tonlosen-e(auch mit dem diphthongen-ai, doch nur in Pehaimlant 9, 68) in der zweiten haben, das einzige, zweisilbig gemessene Régenspurc(29, 53. quaest. Suchenw.§. 4.) ausgenom- men, zwei hebungen, auf der ersten uud auf der dritten silbe, welcher regel auch die abgeleite- ten Puppely 10, 258, Titmaning 14, 29, Wippacher 4, 408, und das dreisilbig gemessene Kün- igesperc 4, 93 folgen, so wie die meisten fremden mit volltönendem vocal in der letzten silbe, namentlich: Endia, Maria(41, 995, 440, 117⁴4), Persia, Sodoma, Chamorra(39, 22; oder So- döma, Chamörrà?), Abraheè, Galilèé, Ninivèé, Arabei, Armoney, Barbarey, Pulgarey, Walachey, Barnabo, Cupido(30, 161), Dario(38, 13), Synai, Parzival, Abraham, Avian, Gelatschan, Top-
13) Darum wird auch, was ich früher(quaest. Suchenw.§. 51) falsch aufgefasst habe, 17, 76 Lüdweigen zu bes- sern sein in Lüdweig
14) Nur Herodes, sonst Herdes betont(41, 480, 491, 509; 33, 26, 34) weicht an einer stelle(41, 462), die mir jedoch nicht unverderbt zu sein scheint, von der regel ab: man hat die wahl zu lesen entweder Hérodés oder Herödès; die letzte betonungsweise mõchte ich vorziehen.


