Druckschrift 
Scholae Portensis A Mauritio Princ. Duce Saxoniae A. D. XII. Cal. Iunias A. MDXLIII Feliciter Conditae Sollemnia Saecularia Diebus XX. XXI. XXII. Maii A. MDCCCXLIII. Pio Festoque Ritu Celebranda Indicit Et Scholae Fautores Et Amicos Omnes His Sollemnibus Ut Benigne Interesse Velint Collegii Magistrorum Portensium Nomine Invitat / C. Kirchner ...
Entstehung
Seite
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b) Zusammensetzungen mit-baer(-bàr),-haft, hait, Jeich,-Sam(ausser alsam, wovon weiter unten),-Schaft,-tuom, die auch schon fast den schein von abgeleiteten wörtern angenommen ha- ben, behalten in der regel den hauptton auf der ersten silbe. Ausnahmen bilden im ersten versfuss: rückpàr 3, 174; warhaft 29, 149; manhaft 11, 257; weishait 1, 17; manhait 6, 160; manleich 1, 96, 135; 8, 57; 11, 273(2); weipleich 2, 29; fürstleich 5, 83(2); werleich 18, 147; fraisleich 37, 44; troͤstleich 41, 156, lobleich 41, 453; haimleich 41, 512; klegleich 41, 646; liebleich 41, 1438; im zweiten: warhaft 5, 144; manhaft 11, 107; 16, 92; reichleich 1, 189; menschleich 20, 2(2); süntleich 41, 592; gruntleich 41, 986; pürgschaft 42, 119(2); potschaft 25, 225; im dritten nur: falschleich 20, 107; redleich 41, 1142; im letzten nichts der art, das nicht andere auffassung zuliesse; dagegen als träger der beiden letzten hebungen: wäarhaft 12, 88; 41, 728; gothait 41, 569, 582; weishait 41, 809, 1363; 38, 136(2), manhait 1, 159(²); be-warleich: klarleich 41, 1059; ge-hôrsam 41, 371, 1152, 1164; unge-hôrsam 39, 13, 47; pot- schaft 4, 523; herschaft 13, 127; 21, 96; 41, 1135; ge-sellschaft(oder ge-selleschaft?) 18, 74;

39, 120; 41, 771; màgschaft 29, 105. Niemals also ein tüúom oder tuom. c) Unter den übrigen zusammengesetzten wortformen, wozu hier auch weissag, weissagt (gramm. 1, 171) gezählt werden, ist wiederum zu unterscheiden.) Nomina oder adverb. aus-

drüche, deren erster theil entweder selbst ein nomen oder ein perbum ist. Hiervon halten sich an die richtige betonung: amptleut, dienstman, druksetz, gruntvest, harpant, haubtman, hervart, kaufleut, kebskint, laithunt, lantwer, mordax, muoshaus, nôtdurft, paumwoll, puochstab, purgraàf, ratgeb, ràtmiet, rennsail, sambztag, sunntag, tagzeit, vasnaht, veltstreit, weiroch, weissag, wintvanc,

wurzgart; gruntlos, parfuoz, pluotvar, schifreich; dritthalb, vierdhalb; allzeit,(in) gast- weis, plankweis. Mehr oder weniger oft haben, neben der gewöhnlichen betonung, die erste silbe

gesenkt, die zweite gehoben im ersten versfuss: hantfest 3, 48; herzog 3, 197; 5, 116, 123; 6, 132, 137; 18, 406; 20, 237; 29, 187; 27, 52; hofart 40, 27; kurzweil 6, 84; schiltwaht 13, 169; dreistunt S, 185; im zweiten: hôchvart 24, 232; margraf 17, 26(2); marschalk 4, 317; 17, 34; wilpret 25, 122(2); im dritten: herzog 5, 143; 20, 171; 27, 52; im vierten: erd- reich 41, 572; hantfest 27, 101, wenn dort nicht leiden auf zweisilbig(quaest. Suchenwirt.§. 5) zu nehmen, hier der artikel vor hantfest zu tilgen ist. Nur mit dem hauptton auf der zwei- ten silbe bietet der vers im ersten fuss: nasweis 18, 21; einhalb 15, 107; zwifach 12, 110; im zweiten: allain 29, 1; 8, 219; missvart 18, 24; sprichwort 33, 89;(wenn darnach nicht daz ausgefallen ist, vgl. 18, 126; 31, 102; 45, 110); und im vierten: alain 41, 1455. Beide silben gehoben finden sich in den versausgängen: amptman 32, 28; aurhorn 8, 242; flinswant 41, 57(²); gansay 45, 22; hôchmal 4, 149; hoôchzeit 4, 258; kemprad(2) 45, 68; schermschilt 5, 57; stainwant 24, 81; tuochschaer 45, 48; wintspraut 41, 804. ½) Nomina oder adverb. ausdrüche mit partikeln componiert. Hier fällt der versaccent fast immer auf die partikel in den zusammensetzungen mit ab, an, ant, auf, vor, zuo, indem nur andaht(im vierten fuss) 41, 790 entschieden sich gegen die regel sträubt, ablàz(im zweiten) 36, 58 in abelàz geändert und vor- tail(im versausgange) 4, 374 als doppelt gehoben angesehen werden könnte, wenn man wieder suochten ier zweisilbig läse. Für die ungewöhnliche form fürnünst(im vierten fuss) 35, 99

gibt eine andere hds. vernünst. durchkéusch 41, 1517 im zweiten und umbséit 18, 309 im er- sten fuss vergleichen sich den mit diesen präpositionen zusammengesetzten zeitwörtern, die den hauptton der partikel entziehen.) In den pronom. ieman(iemant), nieman(niemant), die auch

in den allermeisten fällen der regel folgen, könnte man 17, 83(im ersten fuss); 6, 118; 32, 40; 41, 27(im zweiten); 40, 28(im dritten) der betonung niemän(niemänt) ausweichen, wenn man die für den nominativ, der in allen diesen stellen steht, bei Suchenwirt sehr gänge form niem setzen wollte; man vergleiche indess Lachmann zu Nibel. 1803, 2, wo sogar iemén nachge- wiesen wird. Grosses schwanken des tons zeigt sich aber bei den zusammensetzungen mit un- und ur-; nur auf der ersten silbe haben ihn: unart, undiet, ungelt, urkund, urtail; nur auf der zweiten: unfuor, unmaàz, unpild(im ersten fuss), ungunst, unlang, unsanft(im zweiten), un- gunst, unguot, unkunt, unlanc, unmaer, unmuoz, unrain, unsuoz, unvrô, unwert, urhab(im vierten); bald auf der ersten, bald auf der zweiten, und zwar in allen versstellen: unkeusch, unkunst, un-

1) Auch das bald in ein wort, bald getrennt geschriebene fürwàr(fürbar 38, 306; 35, 85; vgl. gramm. 3, 108) hat den ton stäts auf dem zweiten theil.

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