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nur an dem Bewusstsein ihres Daseins vollzogen wird, so soll der Mensch zu einer unsichtbaren geistigen Welt erwachen: an dem Gedanken des Ewigen verbleicht die Welt der sichtlichen Er- scheinung, über ihrem versinkenden Schimmer erhebt sich das Reich der ewigen Wahrheit, und an der Gewissheit ihres wandellosen Bestehens vollziehen wir ununterbrochen das Bewusstsein unseres eigenen unvergänglichen Lebens.„Ich sahe einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr.“ Das ist der Zweck! Das Licht des Glaubens soll in dem Lichte der wissenschaftlichen Erkenntniss seine Vollendung finden, und die Freiheit des durch die Wissenschaft erzogenen Menschen darinn bestehen, aus diesem Lichte als aus seinem eignen Gesetze zu handeln, sein Leben aber in der freudigen Gewissheit des unwiderstehlichen Gelingens seines Wollens. So das Eine und Ganze im Auge und von einem und demselben Gesetze des Ganzen geleitet, soll er in diesem Lichte seinen Beruf auf Erden erkennen und unter diesem Gesetze die eigenthümliche Aufgabe seines Lebens lösen. Das ist der Zweck: Die Erhebung zu diesem Lichte, die Einweihung in dieses Leben, die Erzichung für diese Welt.
O wie geeignet muss dieser Ort dazu sein, wie von der Natur dazu zubereitet! Diese Ab- geschiedenheit von äussern Einflüssen, diese Genugsamkeit der inneren Verhältnisse, die Stille des Hauses, der Ernst der Umgebungen, die alten Erinnerungen, die Anmuth des Thales, die das Herz mit der Erde aussöhnt, die hohen Wipfel des Waldes, die den Blick nach Oben führen, das Alles muss die Seele stimmen und den jugendlichen Geist gewinnen für die unsicht- bare ideale Welt, in welche hier das junge Gemüth des Knaben eingelührt und für ihren Dienst auf immer gewonnen werden soll.—
Welch ein wunderbares Gesicht Eupohesline en ist und wie in einem himmlischen Lichte über seiner irdischen Erscheinung thront! Ja, das verklärte Bild einer geistigen Pforte erhebt sich aus der Tiefe des Thales über der unter ihr liegenden irdischen Wirkliichkeit;; und bevor wir noch ihre innern Räume betreten und uns mit imen Anordnungen und Winrichtmgen bekannt gemacht haben, gestaltet es sich aus dem blossen Worte ihrer Bestimmung und dem Aublicke der gegebenen Verhältnisse vor unsern Augen zu einer vergeistigten Auschaunng ihrer Aulgabe, ihrer Mittel und ihrer Vollendung.
Bei der Jugend müsse man anfangen, hatte der treffliche Georg Komerstadt, des Herzogs ausersehener Rath, gesagt, und Herzog Moritz selbst in der Landtagsproposition vom 16. Ja- nuar 1543: Zu göttlichem Leben sollen die Knaben erzogen erden, in Sprachen, in Zucht und Tugend soll man sie unterweisen sechs Jahre lang; und in der Neuen Landes- ordnung vom 21. Mai desselben Jahres: Mit Vorstehern und Dienern, Lehre, Kost und anderer Nothdurft sollen sie umsonst versehen, wenn sie in die Schule angenommen, sol- len sie sechs Jahre darinn umsonst unterhalten und gelehrt werden; doch also, wo sie zu dem Studiren geschickt.
So ist es noch! Dieser Ort gewährt ihnen Alles: Erziehung und Unterricht, Kleidung und Obdach, Speise
und Trank. Eine alma Mater nährt er in seinem Schoosse die geliebten Kinder, unterweist sie mit seinem Munde und behütet sie mit seinen schirmenden Händen. Ihm sollen sie Alles zu verdanken haben, damit er ihnen Alles sein müsse. Ihren Eltern selbst sollen sie sechs Jahre lang nur das Leben zu danken, und ihnen nichts zu vergelten ha- ben als das, was niemals ve rgolten werden kann, ihre Liebe. Und wenn sie der sauf-


