Z ZJedoch erhohle Dich, laß Die Erolaßte ſchlaffen,
Der GOtt, der Dich betruͤbt, kan Dir auch Troſt verſchaffen:
8 Gedencke! hat Sie gleich der Todt ſchnell hingeruͤckt, Hat Sie Sich doch vorlaͤngſt zum ſterben anoeſchict.
Im Leben ſtarb Sie ſchon, im Tode wird Sie leben, Wenn Ihr der Lebens⸗Fuͤrſt wird jenes Leben geben.
Ja! Ihr Gedaͤchtniß wird auf dieſer Erde waͤhren, So lang man von dem Todt der Sterblichen wird hoͤren; Der Preiß der Ihr gebuͤhrt gruͤnt ewig in der Zeit, Sie ſelbſt ſteht vor dem Lamm und lebt in Ewigkeit. Der Geiſt iſt ſchon bey GOtt, der Leib ruht in der Erden, Wer kan wohl gluͤcklicher nach ſeinem Tode werden?
Ermuntre Dich demnach, laß alles Trauren ſchwinden,
Die Dich jetzund verlaͤ,, Die wirſt Du wieder finden, Sie iſt nicht todt, Sie ſchlaͤfft! und zwar in ſüſſer Ruh/ Vergoͤnne Ihr dis Gluͤck, und gib noch dieſes zu,
Daß ich bey Ihrer Grufft darff eine Grab⸗Schrifft ſetzen,
Daraus die Nach⸗Welt ſoll, was Du verlohren, ſchaͤtzen.
Ein Denckmal will ich Ihr doch nicht in Marmor ſetzen, Nein, ich will dieſes Blatt ſo hoch als Marmor ſchaͤtzen, Wenn alles, was darinn von Ihr geſchrieben ſteht, Zu Ihrem ew'gen Ruhm bis auf die Nach⸗Welt geht: So muß dis ſchlechte Lied, mein ungeſchicktes Lallen,
3 Bochwohlgebohrner Herr/ Du doch zulett gefallen
Johann Jacob Schwartz/ J. U. L. Hoch⸗Graͤfl. Lippiſcher Rath.
In nachgeſetzten Klag⸗ und Troſt⸗Zeilen
ſolten ihre ſubmiſſe Veneration,
gehorſamſte Danck⸗Pflicht und aufrichtige condolenz
wehemuͤthig vorſtellen
Rector und ſaͤmtliche Collegæ des Gymnaſi Annæani allhier in Augſpurg. nnnnnnneen
C JRſtaunens⸗ werthe Poſt! unglaubliches Geruͤchte! e Ein Scchauer ruͤhrt den Leib/ das Hertz erſtarrt als Stein/ X( Erblaſſen zeiget ſich gantz ſchnell in dem Geſichte/ Man ſieht die Tapferſte gantz aus ſich ſelbſt geſetzet
Und ein unzehlbar Ach muß Zeug des Schmertzens ſeyn, Und durch den harten Schlag bis auf den Tod verletzet.
Wo


